Unfallberichte Juli 2007

<-- Juni August 2007 -->

05.07. Jett Paquetteria, North American CT-39A Sabreliner XA-TFL (msn 265-48), Startunglück in Culiacan (Mexiko), 10 Tote
Der kleine Frachtjet sollte von Culiacan nach La Paz (Mexiko) fliegen. Beim Start platzte der Reifen des rechten Fahrwerks, wie erste Untersuchungen zeigten. Der Jet schoss die Bahn entlang und bohrte sich am Bahnende in die Autos, die dort die Schnellstraße entlangfuhren. Neben den drei Besatzungsmitgliedern kamen auch 7 Autofahrer ums Leben.

05.07. privat, Cessna 208B Grand Caravan N208EC (208B-1153), Absturz bei Aerfort na Minna (Irland), 2 Tote
Die Cessna Caravan war im Weston Aerodrome außerhalb von Dublin beheimatet. Am Morgen flog sie nach Aerfort na Minna, um hier 8 Passagiere aufzunehmen, die nach einem kleinen Testflug zu einem Meeting nach Inishmaan gebracht werden sollten. Der Test war erfolgreich, doch nach dem erneuten Start in Richtung Inishmaan stürzte die Maschine wieder auf die Bahn. Je ein Pilot und ein Passagier kamen dabei ums Leben. Das Flugzeug wurde abgeschrieben.

08.07. Liard Air, DHC-6-100 C-FAWC (msn 108), Absturz bei Muncho Lake, BC (Kanada), 1 Toter
Die 1968 gebaute Maschine stürzte kurz nach dem Start ab. Nach dem Aufprall brach ein Feuer aus und zerstörte die Maschine komplett. An Bord befanden sich neben den zwei Piloten noch drei Passagiere, die nach Vancouver YVR wollten. Bis auf einen Fluggast überlebten alle das Unglück.

17.07. Aero Republicá, Embraer ERJ-190-100IGW HK-4455 (msn 19000076), Bruchlandung in Santa Marta
Die werksneue ERJ-190 kam mit 54 Passagieren und 5 Besatzungsmitgliedern aus Cali. Bei der Landung kam die Maschine von der Bahn ab und rutschte eine Böschung hinab, wo sie mit dem Bug im Sickerwasser stecken blieb. Der Jet wurde dabei erheblich beschädigt. Ansonsten kam niemand ernsthaft zu Schaden.

17.07. TAM, A320-200 PR-MBK, (msn 789), Landeunglück in Sao Paulo-Congonhas, 199 Tote
Flug 3054 kam aus Porto Alegre mit 181 Passagieren und 6 Mann Besatzung an Bord. Noch vor dem Start wurde die Schubumkehr des Triebwerks Nr. 2 deaktiviert. Beim Anflug auf den City-Flughafen Congonhas herrschte regnerisches Wetter. Der Tower erteilte Landegenehmigung; die Bahn war nass und rutschig. Als der Airbus aufsetzte, verringerte sich die Geschwindigkeit kaum. Dann zog er zur linken Seite, kam von der Bahn ab und durchschlug den Flughafenzaun. Da der Flughafen erhöht auf einem Plateau liegt, war der A320 nun wieder kurz in der Luft, überflog eine Schnellstraße und prallte dann in ein gegenüberliegendes Gebäude, wo er in Flammen aufging. Alle 187 Insassen sowie 12 Anwohner kamen ums Leben. Neben der deaktivierten Schubumkehr zeigten erste Untersuchungen, dass auch die Spoiler (Bremsklappen) nach der Landung nicht gesetzt wurden.

18.07. Malift Air, An-24 (?), Bruchlandung bei Bandundu (Kongo)
Die Antonov 24/32 (keine Angabe) war auf dem Weg von Kinshasa nach Nioki und legte einen Zwischenstopp in Bandundu ein. Nach dem erneuten Start fiel Triebwerk Nr. 1 aus und die Maschine verlor an Höhe. Der Pilot brachte die Maschine einigermaßen zu Boden, wo sie dann zerbrach. Alle 10 Insassen kamen mit dem Schrecken davon.

21.07. Linea Turistica Aereotuy, Cessna 208B Grand Caravan YV1182, Absturz bei Arekuna (Venezuela)
Die Cessna 208 stürzte noch in der Startphase ab. Beide Piloten überlebten. Passagiere waren nicht an Bord.

23.07. SOREM Protezione Civile, Canadair CL-415 I-DPCX (msn 2045), Absturz bei Sant Erasmo (Italien), 1 Toter
Das Löschflugzeug (Baujahr 2000) stürzte während Brandbekämpfungen im Virente Selino Park ab. Einer der beiden Piloten überlebte dies nicht.

23.07.Elleniki Polemiki Aeroporia, Canadair CL-415 2055 (msn 2055), Absturz bei Dilesos (Griechenland), 2 Tote
Das Löschflugzeug war zusammen mit vier weiteren Flugzeugen, zwei Hubschraubern und Löschtrupps am Boden mit der Brandbekämpfung auf der Insel Eboia beschäftigt. Die CL-415 (Baujahr 2001) prallte gegen einen Berg und riss beide Piloten in den Tod.

23.07. Djibouti Airlines, An-26 (Reg. unbek.), Bruchlandung nahe Shinile (Äthiopien), 1 Toter
Die Antonov 26 wurde im äthiopischen Dire Dawa mit 6 t Qat beladen - eine berauschende Droge, die gekaut wird. Bestimmungsort war Djibouti. Nach dem Start, in 3500 ft Höhe, fiel einer der beiden Motoren aus. Der Pilot versuchte eine Notlandung, bei der einer der drei mitreisenden Passagiere ums Leben kam. Insgesamt waren neun Personen an Bord. Die An-26 wurde danach abgeschrieben.

29.07. ATRAN, An-12 RA-93912 (msn 4341709), Absturz bei Moskau-Domodedovo, 7 Tote
Die 1964 gebaute An-12 wurde in Moskau mit 9 t Fracht beladen, die via Omsk nach Komsomolsk na Amur (KXK) sollte. Doch nur wenige kurz nach dem Start stürzte die Frachtmaschine auf den etwa 4 km entfernten Friedhof von Domodedovo. Alle 7 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Erste Untersuchungen ergaben, dass es zu einem doppelten Triebwerksausfall kam. Man vermutet Probleme in der Kraftstoffversorgung.

31.07. Aerovanguardia, DC-3C HK-1149 (msn 26593), Bruchlandung nahe Puerto Concordia/Kolumbien
Die DC-3 (Baujahr 1944) hob in San José del Guaviare (SJE) zu einem Inlandsflug nach Villavicencio (VVC) ab. Als aber einer der Motoren ausfiel, musste die Crew eine Notlandung in einem Reisfeld absolvieren. Glücklicherweise wurde keiner der 10 Insassen ernsthaft verletzt. Die alte Douglas erlitt aber schwere Beschädigungen.