Vorsicht! Zecken am BER

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Svetislav
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Vorsicht! Zecken am BER

Beitragvon Svetislav » Donnerstag 11. August 2016, 16:03

Ich stell das ausnahmsweise mal hier rein, nachdem ich u. ein weiterer Spotter in den letzten Jahren entsprechende Erfahrungen im Bereich SXF/BER machen mußten ! Besonders betroffen ist der Bereich südlich der BER-Südbahn, z. Zt. ja nicht aktuell. Wie weit auch zum Bsp die Lärmschutzwälle u. andere Ruderalflächen im Bereich unseres Fotografiergebietes betroffen sind kann ich nicht sagen, möchte aber alle auffordern sich danach besser mal zu kontrollieren, insbesondere falls man im Langgras-/Ruderalpflanzengebiet gesessen hat. Lange Hosen u. festes Schuhwerk sind da auch beim Stehen anzuraten, schließen den Befall aber nicht völlig aus, da diese langsamen Spinnentierchen auch mal auf der Innenseite der Hose verweilen können bevor sie zum Blutmahl übersetzen ...
Mein 'roter Fleck' damals war weit weniger auffällig, blasser, bräunlicher u. unrund in der Kniekehle u. die Hautärztin meinte sofort: Nix Pilz, Borreliose ... dann vom Test bestätigt. Nicht zu spaßen mit den Tierchen ... und vor einem Monat nach einem Umland-Tag war abends die Suche 'erfolgreich': innerhalb der Karenzzeit ein '1mm'-Tierchen entdeckt ...

http://mediathek.rbb-online.de/tv/Brandenburg-aktuell/Borreliose-auf-dem-Vormarsch/rbb-Fernsehen/Video?documentId=37063136&topRessort=tv&bcastId=3822126

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modern air
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Re: Meldungen zu SXF

Beitragvon modern air » Freitag 12. August 2016, 15:22

Ich bin Svetislav dankbar, das er das Thema anspricht.

Es geht um Zecken, denkbar winzige Zecken, auch mich erwischte 2014 auf der Hangwiese gegenüber der Schwelle der BER-Südbahn 07R eine Zecke in der Kniekehle, weil dort die Haut besonders dünn ist und die Adern dicht unter Haut verlaufen.

Besonders tückisch an einer Borelieninfektion, ist das sie von Mensch zu Mensch völlig unterschiedlich verläuft. Ich entfernte die Zecke noch am gleichen Abend problemlos, aber die Borelien waren dann schon im Blut. Auch stellte sich bei mir keinerlei Rötung der Bißstelle auf, daher war ich auch nicht beunruhigt. Doch 2 Monate später bekam ich unerklärliche muskuläre Probleme mit Symptomen zunehmender Abgeschlagenheit. Doch einen Zusammenhang mit dem Zeckenstich hatte ich Anfangs nicht angenommen, denn es gab ja keine Borelien-typische Rötung des Bißstelle. Dann nach 3 Monaten ein/zweideutige Symptome eines Herzinfaktes mit anschließendem Krankenhausaufenthalt. Die Ärzte waren ratlos, weil eine Herzuntersuchung völlig unauffällig war, EKG und Ultraschallbild zeigten ein kerngesundes Herz. Dann erwähnte ich den Zeckenstich - nun hatte ich den Ärzten einen neuen Lösungsansatz aufgezeigt. Sicher nachweisen lassen sich die Antikörper, die das Blut bei einer Borelieninfektion bildet, nur im Liquor. Liquor ist Nervenwasser/Gehirnwasser und wird per langer dicker Injektionsnadel aus dem Rückenmark, dem Kanal in der Wirbelsäule, wo drin die Nerven verlaufen, im Sitzen entnommen, nicht sonderlich angenehm.
Erst im Liquor war der Beweis des Muskelenzym nachweisbar - ich hatte mich tatsächlich mit Borelien infiziert! Die hohen Entzündungswerte im Blut und Liquor hatte mal eben den Herzmuskel kurzzeitig aus dem Takt gebracht - eine nicht wirklich angenehme Erkenntnis! Dazu gesellten sich unerklärliche Muskelschmerzen in den Beinen. Wirklich viel machen kann man nun nicht mehr. Bis heute sind die erhöhten Muskelenzymwerte im großen Blutbild deutlich nachweißbar. Die nachweisbaren Antikörper können jederzeit Muskelfunktionen beeinträchtigen, ein Antibiotikum dagegen gibt es nicht. Das massiv tückische an Borelien ist, das sie in sehr unterschiedlicher Form auftreten und die daraus resultierenden Nebenwirkungen von Person sehr unterschiedlich sein können. Die Tatsache das die Antikörper noch zwei Jahre nach dem Zeckenbiss nachweisbar sind, zeigt deren heimtückische Gefährlichkeit!

Schützen dagegen kann man sich nur mit entsprechenden vorsichtigen Verhalten und keinen freien Bein- und Fußbereichen, was im Sommer bei 30'C sehr schwerfällt. Auch die Achseln sind ein von Zecken gern aufgesuchter Aufenthaltsort. Hat der ausgehungerte Blutsauger erst einmal zugebissen können in deren Speichel vorhandene Keime bereits in die menschliche Blutbahn gelangt sein. Auch Besitzer von Vierbeinern sei dringend angeraten, ihren Schoßhund auf Zeckenbisse zu kontrollieren.

Hier ein guter Artikel zum Thema:
http://m.apotheken-umschau.de/Laborwert ... 33511.html

Hallo Admin! Vielleicht ist es sinnvoller Du verschiebst beide Beiträge in den OFF-TOPIC Bereich mit Überschrift "Vorsicht vor Zecken im Bereich von SXF/BER"


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