Nachnutzung des Flughafen Berlin-Tegel

Alles über die Flughäfen TXL, SXF, THF und BBI.

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modern air
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Nachnutzung des Flughafen Berlin-Tegel

Beitragvon modern air » Montag 27. Februar 2017, 20:38

http://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE ... =0&tabId=1

Kurze Beschreibung:
In Vorbereitung auf die verschiedenen Erschließungsmaßnahmen zur Entwicklung des Forschungs- und Industrieparks „Berlin TXL – The Urban Tech Republic“ auf dem Standort des Flughafens Berlin Tegel sucht die Tegel Projekt GmbH ein kompetentes Dienstleistungsunternehmen für die Planung des Abbruchs der Verkehrs- Infrastruktur- und Freiflächen und der Baufeldfreimachung sowie für sonstige flankierende Leistungen.



Siehe dies hier: http://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE ... HTML&src=0

Datum:11/02/2017
Deutschland-Berlin: Dienstleistungen von Architekturbüros

2017/S 030-054101

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

I.1)
Name and addresses
Land Berlin, vertreten durch Tegel Projekt GmbH
Lietzenburger Straße 107
Berlin
10707
Germany
Telephone: +49 30616229936
E-mail: vergabe@wiechers-beck.de
.....
Main address: http://www.wiechers-beck.de/plattform/b ... erminal-d/
Tenders or requests to participate must be submitted to the following address:
wiechers Beck Gesellschaft von Architekten mbH
Kreuzbergstraße 30
Berlin
10965
Germany
E-mail: BerlinTXL.OP-TerminalD@wiechers-beck.de
.....
Short description:
Im Rahmen der Nachnutzung des Flughafens Tegel und dessen Entwicklung zu dem Forschungs- und Industrieparks „Berlin TXL – The Urban Tech Republic“, sucht die Tegel Projekt GmbH im Bereich Hochbau & Facility Management ein kompetentes Architekturbüro für die Objektplanung und -überwachung zum Umbau des Terminals D in ein Innovations- und Laborzentrum ILZ.

II.2.4)
Description of the procurement:

Die Tegel Projekt GmbH entwickelt im Auftrag des Landes Berlin die Flächen des ehemaligen Flughafens Tegel zu einem Industrie- und Forschungspark für urbane Technologien, Berlin TXL – The Urban Tech Republic, und einem smarten Wohnquartier, das Schumacher Quartier.

Im Rahmen der Nachnutzung des Flughafens Tegel und dessen Entwicklung zu dem Forschungs- und Industrieparks „Berlin TXL – The Urban Tech Republic“, sucht die Tegel Projekt GmbH im Bereich Hochbau & Facility Management ein kompetentes Architekturbüro für die Objektplanung und -überwachung zum Umbau des Terminals D (ca. 6 332 m² BGF nach Umbau) in ein Innovations- und Laborzentrum für klein- und mittelständische Unternehmen, welche forschungs- und entwicklungsintensive Tätigkeiten auf dem Gebiet der urbanen Technologien ausführen.

Grundlage für die Leistungen des AN ist das Leistungsbild „Teil 3 Objektplanung, Abschnitt 1 Gebäude und Innenräume“ entsprechend der HOAI 2013 sowie einzelne besondere Leistungen. Die Leistungserbringung ist auf eine Projektabwicklung mit Einzelgewerkevergaben auszurichten.

Es sind Leistungen in den folgenden Leistungsphasen zu erbringen:
LPh 1: Grundlagenermittlung;
LPh 2: Vorplanung;
LPh 3: Entwurfsplanung;
LPh 4: Genehmigungsplanung;
LPh 5: Ausführungsplanung;
LPh 6: Vorbereitung der Vergabe;
LPh 7: Mitwirkung bei der Vergabe;
LPh 8: Objektüberwachung.
Mit Zuschlag erfolgt zunächst eine Beauftragung der Leistungsphasen 1 und 2. Die weiteren optionalen Leistungsphasen 3 bis 8 und Leistungsteile werden einzeln oder im Ganzen nach den Regelungen des Vertrages beauftragt. (vgl. auch II.2.11 der Bekanntmachung)
Darüber hinaus wird in diesem Projekt konsequent die BIM-Methode angewendet. Während der Leistungsphasen 2 bis 8 übernimmt der AN die BIM-Koordination für das Terminal D.
Der Auftraggeber behält sich hinsichtlich der zu vergebenden Leistungen ein Sonderkündigungsrecht vor. Dieses stellt insbesondere auf den Entfall der Geschäftsgrundlage, z. B. bei Verzögerungen des Projektes, sowie auf den Wegfall bzw. Austausch des benannten Personals ab, und wird im Rahmen der Angebotsaufforderung weiter konkretisiert werden.
Hinweis:
Die Ausschreibung erfolgt unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit und Freigabe der entsprechenden Mittel im Haushalt des Landes Berlins.


Information about the limits on the number of candidates to be invited
Envisaged minimum number: 3
Maximum number: 5
Objective criteria for choosing the limited number of candidates:
Die Bewertung erfolgt auf Grundlage der Angaben zu III.1.2. Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit sowie III.1.3. Technische und berufliche Leistungsfähigkeit.
Die Matrix der objektiven Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern sowie die Bewertung und Gewichtung dieser Kriterien ist dem entsprechenden Dokument in der Anlage zum Bewerbungsbogen zu entnehmen. Dieses steht auf der Plattform zu diesem Verfahren unter folgendem Link zur Verfügung: http://www.wiechers-beck.de/plattform/b ... ungsbogen/
In der Summe aller Kriterien werden maximal 1 050 Punkte vergeben. Bei Punktegleichstand entscheidet die Bewertung der Einzelkriterien in der aufgeführten Reihenfolge. Sollte auch in allen Einzelkriterien ein Punktegleichstand vorliegen, entscheidet das Los.

.....


http://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE ... HTML&src=0

Kurze Beschreibung:
Für die Entwicklung und Begleitung der Projekte zur Nachnutzung des Flughafens Tegel, insbesondere des Forschungs- und Industrieparks „Berlin TXL – The Urban Tech Republic“ sowie des Wohnstandort „Berlin TXL – Schumacher Quartier“, sucht die Tegel Projekt GmbH im Bereich „Marketing und Vertrieb“ eine kompetente Kommunikationsagentur als Rahmenvertragspartner.

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Svetislav
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rbb bis 3.5.17

Beitragvon Svetislav » Dienstag 2. Mai 2017, 17:38

Abendschau v. 26.4.17 verfügbar bis 3.5.17:

http://mediathek.rbb-online.de/tv/Abendschau/Berlin-zahlt-hohen-Preis-f%C3%BCr-Dragoner-Ar/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822076&documentId=42334882

Der Bund übergibt die TXL-Fläche kostenfrei an das Land Berlin, erhält dafür aber das Grundstück der ehem. Bauakademie nahe Schloßplatz, wo die Rohr-Tuch-Konstruktion der alten Bauakademie steht und nebendran die Friedrichswerdersche Kirche nicht mehr sichtbar ist ...

Proud of Freddie
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Re: Nachnutzung des Flughafen Berlin-Tegel

Beitragvon Proud of Freddie » Sonntag 4. November 2018, 10:39

Heute im Tagesspiegel auf Seite 13 verschiedene Artikel in einer Anzeigensonderveröffentlichung anlässlich einer „Standortkonferenz Nachnutzung Flughafen Tegel“ am 6.11.18.
Ich glaube vorgestern wurden 3 Bebauungspläne zur öffentlichen Einsicht u.a. im Tagesspiegel publiziert.
Zuletzt geändert von Proud of Freddie am Sonntag 4. November 2018, 14:59, insgesamt 1-mal geändert.

Hannes
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Re: Nachnutzung des Flughafen Berlin-Tegel

Beitragvon Hannes » Sonntag 4. November 2018, 13:20

Hier hätten wir etwas zu den Folgen nach der Schließung:
http://www.airliners.de/mieten-einflugs ... fekt/47488

Ich kann die Probleme der Anwohner immer schwerer verstehen.
Es tut mir leid!

Zum Einen fühlt sich ein Teil vom Fluglärm usw. gestört, zum Anderen wird plötzlich vor steigenden Mieten nach der Stilllegung gebangt.
Als hätte niemand mit dieser Entwicklung bzw. mit diesem Effekt gerechnet.
Diese Sache ist doch zum Piepen ...

Grüße,
Johannes

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olivernallaweg
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Re: Nachnutzung des Flughafen Berlin-Tegel

Beitragvon olivernallaweg » Sonntag 4. November 2018, 13:49

Das ist genauso wie mit den Häuslebauern im Umfeld des BER. Diese haben aufgrund der niedrigen Grundstückspreise dort gebaut und wussten dass irgendwann der BER aufmachen soll. Und nach Jahres des ruhigen Lebens soll nun der Flughafen eröffnen und man demonstriert und klagt, weil bald Flugzeuge über ihr Haus fliegen werden.

Man kann halt nicht beides haben.

JRO-International
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Re: Nachnutzung des Flughafen Berlin-Tegel

Beitragvon JRO-International » Sonntag 4. November 2018, 14:56

Hannes hat geschrieben:Hier hätten wir etwas zu den Folgen nach der Schließung:
http://www.airliners.de/mieten-einflugs ... fekt/47488

Ich kann die Probleme der Anwohner immer schwerer verstehen.
Es tut mir leid!

Zum Einen fühlt sich ein Teil vom Fluglärm usw. gestört, zum Anderen wird plötzlich vor steigenden Mieten nach der Stilllegung gebangt.
Als hätte niemand mit dieser Entwicklung bzw. mit diesem Effekt gerechnet.
Diese Sache ist doch zum Piepen ...

Grüße,
Johannes

Kurze Anmerkung. Die sich vom Fluglärm gestört fühlen und diejenigen, welche Angst vor steigenden Mieten haben, müssen ja nicht unbedingt durchgehend dieselben Personen sein.... ;-)

Zum Artikel. Dieser erschien vor kurzem mehr oder weniger ähnlich schon bei N-tv, wobei letzterer allerdings schlecht recherchiert und argumentativ nicht schlüssig war. Im Grunde genommen hat so ein Artikel NULL Wert.

Zunächst einmal werden Miet- und Eigentumswohnungen wild miteinander gemixt, dabei sind es zwei separate Märkte mit ganz unterschiedlichen Preisentwicklungen. Auch, dass sich immer alles um den "Stadtteil" (eigentlich Ortsteil) Tegel dreht, ist Humbug, wie ein Blick auf die Karte jedem Journalisten umgehend auffallen müsste. Betroffen vom Fluglärm sind ja wohl viel eher der OT Reinickendorf und Zentral-Spandau....

Dass der OT Tegel in den letzten sechs Jahren im stadtweiten Vergleich unterdurchschnittliche Preisanstiege verzeichnete, ist auch vollkommen klar, weil die gesamtstädtische Durchschnittspreisniveau maßgeblich durch die galoppierenden Innenstadtpreise gebildet wurde und wird. Alles außerhalb oder maximal noch unmittelbar entlang des Stadtbahnrrings wies unterdurchschnittliche Preissteigerungen aus. Außerdem fiel das Neubauvolumen im Bezirk Reinickendorf in den letzten Jahren nur sehr mäßig aus, was sich ebenfalls preisdämpfend auf den Durchschnittspreis der angebotenenen WE auswirkte.

Wenn ein Preisanstieg der Bestands-ETW in Neukölln /Tempelhof von 1.100 auf 4.000 €/m² als Beispiel angeführt wird, so klingt das erstmal drastisch. Es hat jedoch mitnichten überwiegend mit der Stilllegung des Flughafens Tempelhof zu tun, sondern vielmehr mit den absurden allgemeinen Preisentwicklungen auf dem Berliner Markt für Wohnimmobilien. Die inzwischen in der Innenstadt aufgerufenen (und weitgehend nur von auswärtigen Kapitalanlegern bezahlbare) Wahnsinnspreise strahlen mittlerweile in Innenstadtnahe Lagen ab, wozu u.a. auch Wedding, Nord-Tempelhof, Nord-Neukölln und Lichtenberg zählen. Früher wollte niemand freiwillig im Wedding oder Neukölln wohnen, heute werden für Bestandswohnungen ohne Schamgefühl gerne mal 6.000 €/m² aufgerufen (kaum ein Kapitalanleger oder Investor setzt sich noch mit etwaigen Sozialproblematiken auseinander. Es wird nur noch geguckt, wie nahe man an der City liegt und was die Gierschlunde in der nahen Umgebung fordern. Als Investor legt man bei letzterem dann noch eine Schippe drauf und so dreht sich die Spirale immer weiter nach oben).....die Schließung von THF taugt deshalb nicht als Argumentationsgrund für die rapiden Preisanstiege im nahen Umfeld, auch wenn mir durchaus bekannt ist, dass die Mieten nach Schließung und vor Einsetzen des Immobooms leicht anzogen.
„Regelmäßiges Versagen ist auch eine Form von Zuverlässigkeit"

Nexus 6
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Re: Nachnutzung des Flughafen Berlin-Tegel

Beitragvon Nexus 6 » Sonntag 4. November 2018, 16:58

So ist es. Die Mietsteigerungen haben auch nicht mit der Schließung des Flughafens begonnen. Nach der Schließung hatte sich am Leerstand kaum was verändert. Ich wohne seit 35 Jahren direkt neben der alten Einflugschneise und habe die erste Mieterhöhung seit den Neunzigern vor 2 Jahren erhalten. Die Bestandsmieten lassen sich auch nicht so einfach erhöhen, dem steht der Mietspiegel entgegen. Der sieht hier immer noch eine einfache Lage. Die Neuvermietungs-Mieten sind ein ganz anderes Thema, da wird inzwischen zugelangt. Die Fluktuation hält sich allerdings in engen Grenzen, daher halten sich die Anpassungen für die Bestandsmieten auch im Rahmen.

Svetislav
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Beitragvon Svetislav » Montag 5. November 2018, 21:46


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modern air
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Re: Nachnutzung des Flughafen Berlin-Tegel

Beitragvon modern air » Montag 5. November 2018, 23:08

Aufgrund der erwartbaren steigenden Mieten kommt auch das Problem des Grundstück-Preisanstieges.

Bisher herrscht in der Haselhorster Daumstraße gähnende Leere, zahlreiche Grundstücke sind bis heute Brachland und unbebaut. Einen sehr berühmten Berliner Vorzeigeverein droht die Obdachlosigkeit:
Nein, keinen Menschen sondern allen historischen ex BVG-Omnibussen der AG Traditionsbus, der Vermieter der Fahrzeughallen hat schon klargestellt, sobald der Flughafen Berlin-Tegel schließt, wird er das weiträumige Grundstück verkaufen. Für rund vier Meter hohen Doppeldecker wird‘s dann praktisch fast unmöglich in den Berliner Stadtgrenzen bezahlbare ausreichend hohe Bushallen zu finden.

railwaysengineer
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Re: Nachnutzung des Flughafen Berlin-Tegel

Beitragvon railwaysengineer » Dienstag 6. November 2018, 08:28

Zitat :
Das ist genauso wie mit den Häuslebauern im Umfeld des BER. Diese haben aufgrund der niedrigen Grundstückspreise dort gebaut und wussten dass irgendwann der BER aufmachen soll. Und nach Jahres des ruhigen Lebens soll nun der Flughafen eröffnen und man demonstriert und klagt, weil bald Flugzeuge über ihr Haus fliegen werden.

Man kann halt nicht beides haben.

Das ist etwas sehr vereinfacht gedacht . . .
Ich selbst wohne ca. 200m nördlich der extd. centerline 25R SXF/BER und die landings "gleitpfaden" bei uns noch ca. 900 ft hoch, die departs dann entsprechend höher (und lauter). Die Südbahn landings merken wir garnicht, die departs machen nach dem rotate einen left zum avoid von irgendwas. Die merken wir dann noch etwas, sie sind allerdings dann schon höher wegen des westlichen Versatzes der Südbahn. Und WIR haben keine Probleme mit Fliegern, das Haus ist optimal gedämmt (mit der vom Flughafen NICHT anerkannten massiven Aussendämmung - auch so ein lächerliches Gehabe, zu dem ich mir mal vor einiger Zeit den rasselnden Reinfall des Flughafens ca. 8 Stunden lang interessehalber vor dem Oberverwaltungsgericht angetan habe . . . u.a.), das als Prolog, damit man nicht etwa in die falsche Schublade gesteckt wird . . .
Wer dieses juristische Schauspiel intensiv (und - ganz wichtig - auch mit etwas Sachkunde) verfolgt hat, kommt schnell darauf, daß überwiegend Schlampereien der Stümper der politischen Klasse schon bei der Konzipierung des Projektes zu Recht und sehr oft erfolgreich beklagt werden, mit übrigens ganz erheblichen Kosten nicht zuletzt auch für den Steuerzahler. Die unglaublichen Beispiele würden den Rahmen hier erheblich sprengen.
Die Probleme auch deswegen, weil durchaus auch andere attraktive Standorte von diesen Herren von vornherein weggetrickst wurden, bei denen man nicht die geringsten Probleme gehabt hätte, die man nun mal in dichter besiedelten Gebieten bekommt, wenn man das nicht einschaltet, was einigermassen normale Leute dort haben, wo Hirn sitzt.
Und lt. der einschlägigen Veröffentlichungen STEIGEN hier in diesem Teil der Stadt die Bodenrichtwerte nicht unerheblich und werden weiter steigen. Auch die Wertentwicklung der Immobilien bewegt sich durchaus lt. der entsprechend veröffentlichten Kurven im durchaus ordentlichen Bereich.
Die "Häuslebauer" sind also NICHT an allem schuld, man muss so ein komplexes Projekt, wie die Konzipierung eines Flughafen, auch schon etwas komplexer analysieren und nicht mit "Bild-Zeitungs"-Parolen abtun . . .

olivernallaweg
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Re: Nachnutzung des Flughafen Berlin-Tegel

Beitragvon olivernallaweg » Dienstag 6. November 2018, 19:05

Sorry aber du redest einfach irgendwas dazu, weil es irgendwie zum BER passt. Es geht hier nicht um dein Lieblingsthema Flughafenstandort sondern darum, dass es Leute gibt (und ja es gibt auch welche, die sich daran nicht stören) welche sich vor Jahren ein Haus in der künftigen EInflugschneise gekauft haben, weil es einfach billiger als an andere Orten. Und diese Klagen jetzt, weil "auf einmal" Flugzeuge über ihr Haus fliegen sollen. Dafür kann deine sog. "stümperhafte Politik" nichts und auch nicht der Flughafenstandort.

Es liegt einfach an den Menschen, welche denken, dass sie alles haben wollen, aber dafür nichts bezahlen wollen. Ich will ein billiges Haus, aber keine Nachteile, wie z.b. Fluglärm. Oder andersherum nun in Tegel, dass man keinen Fluglärm mehr haben möchte, aber trotzdem die gleichen Mieten wie zuvor zahlen möchte.

Oder möchtest du mir jetzt sagen, dass die Politiker daran Schuld sind, dass die Menschen in der EInflugschneise von Tegel um höhere Mieten bangen, nachdem sie keinen Fluglärm mehr haben? Oder würden die Mieter nicht um höhere Mieten bangen, wenn der Flughafen in Sperenberg oder sonstwo gebaut worden wäre?

railwaysengineer
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Re: Nachnutzung des Flughafen Berlin-Tegel

Beitragvon railwaysengineer » Mittwoch 7. November 2018, 11:40

olivernallaweg hat geschrieben: . . . Oder möchtest du mir jetzt sagen, dass die Politiker daran Schuld sind, dass die Menschen in der EInflugschneise von Tegel um höhere Mieten bangen, nachdem sie keinen Fluglärm mehr haben?


Ja. Siehe das Problem mit der von der politischen Klasse völlig vergeigten sog. "Mietpreisbremse". Da gibt es derart viel Material darüber, kann man sich bei Interesse gerne reinziehen . . .

olivernallaweg hat geschrieben: . . . Oder würden die Mieter nicht um höhere Mieten bangen, wenn der Flughafen in Sperenberg oder sonstwo gebaut worden wäre?


Na selbstverständlich. So funktioniert Marktwirtschaft. Wenn Umgebungsbedingungen von Immoangeboten sich ändern, ändern sich logischerweise auch die Preise, Eigentum und Nutzung. Der Denkfehler in dem obigen Beitrag ist, dass "die Leute hier sich billig Häuser gekauft haben, aber nun keinen Fluglärm mehr haben möchten."
1. Ist der Anteil der Bevölkerung hier in meinem Umfeld der unmittelbaren Tag-Nachtschutzzone des BER immer noch überwiegend "Altbestand" von Leuten, die die frühere, noch viel näher nach Osten versetzte 25R (die ja heute nicht mehr existiert) "geniessen" konnten mit viel lauteren "Russenfliegern". Die empfinden schon den heutigen Zustand als eher "paradiesisch" zu früher.
Es wird hier aktuell wie verrückt gebaut, natürlich nach den Standards der neuen, aufwendig erklagten technischen Parameter im Lärmschutzbereich von Leuten, die wissen, wo sie hinziehen. Und die ihre Rechte kennen und durchzusetzen wissen.
Wenn ein Unternehmen sich als "ziviles Unternehmen" tarnt, in Wirklichkeit aber praktisch total politisch durchseucht ist (und nach "zivilen" Maßstäben eigentlich längst insolvent wäre, politisch nun aber, koste es, was es wolle, durchgepeitscht wird) und trotzdem versucht, die Bürger mit allerlei Taschenspielertricks über den Löffel zu ziehen (Beispiele: die nunmehr auf dem erfolgreichen Klageweg erstrittenen, vielfach teuer durchgesetzten anzusetzenden technischen Lärmschutzparameter, und die schon vorher von der politischen Klasse gefahrenen Manöver, um anerkannt günstigere Standorte abzuschmettern), dem schlägt der Wind derjenigen entgegen, die betroffen sind, ist doch logisch.
2. Egal, wo der BER hingebaut worden wäre . . . bei Schliessung von TXL (das war ja eine der von der politischen Klasse mithineingeschriebenen zwingenden Folgen) und schlagartigem Wegfall von Fluglärm ändern sich die Umgebungsbedingungen (s. oben) für die Immoeigner. Die schlagen dann zu, gnadenlos. Auch die Immofirmen, die von nebenberuflich im Immosektor beschäftigten Politkaspern aller Farben mit hochdotierten leckeren Verträgen betrieben werden . . . Das wusste man von vornherein. Auch die politische Klasse. Und die Bewohner. Und deshalb, um das zu vermeiden, soll nun dieses Relikt des kalten Krieges in einer ehemals isolierten politischen Exklave bestehen bleiben ? Kann sich der wahlberechtigte Bürger nicht mal für etwas logisch sicher entscheiden ?
Es erschliesst sich nicht, warum es Leute gibt, die
- widersprüchliche Bedingungen für die Lösung komplexer Projektprobleme nicht konfliktfrei behandeln können,
- offenbar bereit sind, vor politischen Pfuschern grundsätzlich stramm zu stehen
(es sei denn, der Alkohol-, Zigaretten- oder der Spritpreis fürs heilix Blechle steigt wieder mal . . ., um u.a.
auch die steigenden öffentlichen "Zuschüsse" für in den Sand gesetzte Grossprojekte zu finanzieren . . .).

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