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Airline-News 1.10. - 15.10. 2011

AeroMexico nahm am 10. Oktober eine weitere Strecke auf, die zuvor von der inzwischen insolventen Mexicana bedient worden ist. So fliegt AeroMexico jetzt täglich von Mexico-City nach Caracas. Die Hauptstadt von Venezuela wird mit Boeing 737-700 angesteuert. AeroMexico hatte schon lange Interesse an der Route, doch war nur eine mexikanische Airline zugelassen. Mit dem Abgang der Mexicana im August 2010 ergab sich nun die Gelegenheit.

Air Arabia hat das Streckennetz ab Sharjah erweitert, nachdem der Billigflieger zuletzt meist andere Drehkreuze ausgebaut hatte. In Konkurrenz zum Rivalen flyDubai will sich Air Arabia jetzt ebenfalls auf Osteuropa konzentrieren. So fliegt Air Arabia seit dem 12. Oktober wöchentlich das ukrainische Charkiv an. Hier fliegt flyDubai zweimal wöchentlich ab Dubai. Außerdem kehrte Air Arabia auf den Moskau-Markt zurück und eröffnete am 14. Oktober drei wöchentliche Flüge nach Moskau-Domodedowo (DME). Die Lowcost-Airline hatte bereits den Moskauer Flughafen Wnukowo zwischen Dezember 2005 und Mai 2006 bedient. Auch hier gibt es indirekte Konkurrenz. So fliegen Emirates (2x tägl.) und Sri Lankan Airlines (2x wöch.) von Dubai nach Moskau DME sowie Aeroflot zweimal täglich von Moskau-Scheremetjewo (SVO) nach Sharjah.

Air Berlin und die ungarische Malev haben im Vorbereitung des Oneworld-Beitritts der Air Berlin ein Codesharing angekündigt. Demnach können die Malev-Flüge von Berlin-Tegel, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt und Zürich nach Budapest jetzt auch über eine Air-Berlin-Flugnummer gebucht werden. Umgekehrt kann Malev die zahlreichen innderdeutschen und europäischen Flüge der Air Berlin unter einer eigenen Nummer vermarkten. Das neue Abkommen trat am 7. Oktober in Kraft und gilt für Flüge ab dem 30. Oktober. In einem nächsten Schritt sollen dann die Vielfliegerprogramme verknüpft werden.



Cargolux hat sich mit Boeing über die Ablieferung der ersten beiden Frachter des Typs 747-8F verständigt. Details wurden nicht genannt. So übernahm Cargolux am 12. Oktober die erste 747-8F und nur einen Tag später auch die zweite Maschine. Im September - nur wenige Tage vor der Erstauslieferung der Boeing 747-8F - hatte Cargolux die Abnahme verweigert und auf „nicht erfüllte Vertragsbestandteile“ verwiesen. Berichten zufolge ist die neueste Jumbo-Version schwerer als gedacht, wodurch die Triebwerke einen höheren Verbrauch aufweisen. Insgesamt hat Cargolux 13 der Maschinen geordert (Foto: Boeing).


Air Finland nahm am 7. Oktober die Flüge zwischen Helsinki und Larnaca (Zypern) wieder auf. Der finnische Ferienflieger hatte die Route bereits 2007 bis 2008 sowie von Februar bis April 2011 bedient. Jetzt gibt es noch bis November eine wöchentliche Flugverbindung – also insgesamt sechs Rotationen. Air Finland nutzt hierfür ihre Boeing 757-200 mit 219 Sitzplätzen.

Air France hat am 2. Oktober gleich 13 neue Verbindungen eröffnet. Zwei davon starten ab Nantes: Von dort fliegt die Tochter Régional mit 37-sitzigen Embraer 135 elfmal wöchentlich nach Brüssel und sechsmal wöchentlich nach Düsseldorf. Wobei die Brüssel-Route ihren Ursprung eigentlich in Bordeaux hat, so dass die belgische Hauptstadt nun mit Zwischenstopp angebunden ist. Air France fliegt aber bereits zwischen Bordeaux und Nantes. Die anderen elf neuen Routen starten alle vom Flughafen Marseille/Provence (MPS). Ziele sind Athen (3x wöch.), Basel (7x), Beirut (3x), Biarritz (2x), Brest (7x), Casablanca (4x), Kopenhagen (2x), Düsseldorf (7x), Istanbul/Atatürk (4x), Moskau/Sheremtyevo (4x) und Mailand/Malpensa (12x). Die Strecken sind zumeist ohne Konkurrenz. Nur nach Brest fliegt auch Ryanair (5x wöch.), nach Casablanca Royal Air Maroc (9x) und Jet4you (2x) sowie nach Mailand die TwinJet (14x).

Air France setzte die Expansion ab dem Flughafen Marseille/Provence (MRS) fort und nahm am 4. Oktober eine neue Route nach Eindhoven auf, die dreimal wöchentlich angeboten wird. Hier fliegt auch Ryanair (2x wöch.) Am Tag darauf eröffnete Air France eine neue Strecke nach Prag, die zweimal wöchentlich im Plan steht. Bis zum Beginn des Winterflugplans am 30. Oktober verkehrt auf dieser Strecke auch CSA Czech Airlines. Dann gibt der SkyTeam-Partner die Route aber zugunsten von Air France auf. Beide Routen werden mit 172-sitzigen Airbus A320 bedient.

Air India eröffnete am 1. Oktober die ersten neue Routen in diesem Jahr. Der finanziell angeschlagene Nationalcarrier fliegt jetzt von Delhi nach Gaya. Das Ziel im Nordosten Indiens wird viermal wöchentlich bedient. Der eingesetzte Airbus A320 fliegt anschließend weiter nach Varanasi.

Allegiant Air nahm am 14. Oktober eine zweite Route nach Owensboro auf. Das Ziel im US-Bundesstaat Kentucky wird nun zweimal wöchentlich ab Las Vegas mit MD-80 bedient. Der Ultra-Billigflieger bedient Owensboro bereits ab Orlando-Sanford und ist am Airport einer von zwei kommerziellen Linienflug-Anbietern. Im Rahmen eines „Essential Air Service“ bedient KentuckySkies eine subventionierte Route nach Nashville/Tennessee.

ANA führt ihren ersten Interkontinentalflug mit der neuen Boeing 787 „Dreamliner“ am 21. Januar 2012 durch. Als erste Destination wird Frankfurt mit dem Karbonflieger angesteuert. Unklar war bislang das genaue Startdatum. Die Boeing 787 startet dann dreimal wöchentlich (Mo, Do, Sa) unter der Flugnummer NH203 um 1.00 Uhr Ortszeit vom Stadtflughafen Tokio-Haneda. Frankfurt wird dann um 5.25 Uhr erreicht. Der Rückkurs NH204 verlässt die Hessenmetropole um 11.15 Uhr und landet am darauffolgenden Morgen um 6.45 Uhr wieder in Tokio-Haneda. Ab Februar soll die Route täglich bedient werden. Das Star-Alliance-Mitglied ANA fliegt bereits von Tokio-Narita täglich mit einer Boeing 777 nach Frankfurt und München.


Arik Air hat zwei Boeing 747-8 Intercontinental bestellt. Die zwei Bestellungen waren bereits zuvor im Boeing-Orderbuch als unidentifizierte Kundenbestellung ausgewiesen. Nigerias größte kommerzielle Airline baut derzeit ihr Interkontinentalnetz aus und setzt dazu zur Zeit zwei Airbus A340-500 ein. Arik Air hat für die Langstrecke zudem sechs Boeing 787-9 bestellt (Grafik: Boeing).


Arik Air baute das Streckennetz ab Lagos weiter aus und eröffnete am 4. Oktober eine neue Route nach Luanda. Die Hauptstadt Angolas wird jetzt zweimal wöchentlich mit einer 148-sitzigen Boeing 737-800 angesteuert. Bis 1987 hatte die bulgarische Fluggesellschaft Balkan beide Ziele untereinander im Dreiecksflug verbunden.

Arik Air hat am 11. Oktober eine neue Verbindung ab dem Drehkreuz Lagos (Nigeria) eröffnet. So fliegt die Airline zweimal wöchentlich mit einem 76-sitzigen Bombardier CRJ900 nach Cotonou (Benin), dann weiter nach Ouagadougou (Burkina Faso), von dort nach Bamako (Mali) und letztlich zurück nach Lagos. Auf dem ersten Streckenabschnitt Lagos – Cotonou fliegt auch Air Nigeria (8x wöch.). Zwischen Cotonou und Ouagadougou verkehren Air Burkina (4x wöch.) und Kenya Airways (wöch.). Zwischen Ouagadougou und Bamako macht Arik Air den Fluglinien Air Burkina (tägl.), Air Mali (2x wöch.) und Senegal Airlines (wöch.) Konkurrenz.

bmi British Midland International kehrte am 13. Oktober nach Indien zurück, als die Fluglinie ihre Route London/Heathrow – Almaty (Kasachstan) verlängerte. Dreimal wöchentlich wird die Strecke nun nach Amritsar (Punjab/Nord-Indien) fortgeführt. Zwischen Kasachstan und Indien verfügt Bmi jedoch über keine Beförderungsrechte, so dass hier keine neuen Passagiere aufgenommen werden können. Zum Einsatz gelangt ein Airbus A330-200 mit 232 Sitzplätzen. Die einzige andere Verbindung zwischen Europa und Amritsar bietet das Charterunternehmen Comtel Air über Wien. Von 2005 bis 2006 unterhielt Bmi eine Nonstopverbindung von London nach Mumbai

Cebu Pacific ergänzte ihr Streckennetz am 14. Oktober um zwei weitere Verbindungen. So fliegt die philippinische Airline jetzt viermal wöchentlich Iloilo City nach Cagayan de Oro. Zugleich eröffnete der Billigflieger eine tägliche Verbindung zwischen Zamboanga City und der Insel Tawi-Tawi – hier fliegt auch Airphil Express ein Mal am Tag. Cebu Pacific setzt auf beiden neuen Strecken ihre Airbus A319 mit 150 Sitzen ein.


China Southern Airlines hat am 14. Oktober den ersten Airbus A380 am Airbus-Standort Toulouse entgegen genommen. Sie ist die erste chinesische und weltweit siebente Fluggesellschaft, die den A380 einsetzt. Bei China Southern verfügt das Muster über 506 Sitze in drei Buchungsklassen: acht First, 70 Business und 428 Economy. Als Antrieb dient das Trent 900 vom Triebwerksbauer Rolls-Royce. Die Airline will den A380 zunächst im Inland zwischen den großen Ballungszentren Peking, Shanghai und Guangzhou einsetzen. Später soll das doppelstöckige Großraumflugzeug auch auf internationalen Routen eingesetzt werden (Foto: Airbus).


Comtel Air (Wien) hat am 1. Oktober die im September angekündigten Flüge von Birmingham über Wien nach Amritsar (Nordindien) aufgenommen. Eingesetzt wird hierbei eine Boeing 757-200 der spanischen Chartergesellschaft Privilege Style. Die Strecke soll viermal wöchentlich bedient werden, wobei die Boeing gegen 22.00 aus Birmingham in Wien eintrifft und kurz nach 23.00 Uhr weiter nach Nordindien fliegt. Zudem ist eine Verbindung von Mailand-Bergamo über Wien nach Amritsar geplant.

Condor will im kommenden Sommer ihr Streckennetz erweitern und neue Ziele auf dem Balkan und in Nordamerika anfliegen. So geht es von Mai bis Oktober je einmal pro Woche von Frankfurt nach Rijeka und Dubrovnik (Kroatien). Tivat (Montenegro) wird außer von Frankfurt auch von Berlin aus angeflogen, nach Constanta (Rumänien) fliegen außerdem jeden Donnerstag Jets aus Düsseldorf. Neu im Programm sind Bodrum (Türkei) sowie Mykonos, Preveza und Karpathos (Griechenland). Das Nordamerika-Angebot wird gegenüber dem Sommer 2011 um rund 30 Prozent ausgebaut. So können Urlauber von Frankfurt aus nonstop nach Washington/Baltimore und nach Toronto (Kanada) fliegen. Beide Ziele wurden bereits vor einigen Jahren angeboten. Die Flugfrequenzen nach Las Vegas, Seattle und Vancouver werden je um einen Flug pro Woche aufgestockt.

Corendon Airlines startet ab dem 6. November 2011 jeweils donnerstags und sonntags nach Antalya Ab dem 09. Februar 2012 kommt dann an den gleichen Werktagen Istanbul hinzu. Germania startet ab dem 19. November einmal wöchentlich am Samstag die Verbindung Cochstedt - Las Palmas und ab dem 20. November jeweils sonntags Cochstedt - Hurghada. Ab dem 04. Februar 2012 bietet Germania dann zusätzlich Flüge nach Budapest und Palma de Mallorca an. Mit einer werktäglichen Verbindung zwischen Cochstedt und München startet Air Lipsia ab den 14. November 2011 den innerdeutschen Transfer zur bayrischen Landeshauptstadt.

Delta Air Lines wächst weiter ab Los Angeles (LAX). So nahm die Fluglinie am 2. Oktober eine neue Strecke nach Philadelphia auf und bedient sie fünfmal wöchentlich mit Boeing 737-800. Damit macht Delta der US Airways Konkurrenz, die hier 35 Flüge pro Woche anbietet.

easyJet hat am 3. Oktober zwei ihrer Drehkreuze miteinander verknüpft. So gibt es nun pro Woche fünf Flüge zwischen Manchester und Berlin-Schönefeld. Der Billigflieger ergänzt damit die täglichen Flüge vom nahen Liverpool nach Berlin-Schönefeld. Eingesetzt wird ein Airbus A319 mit 156 Sitzplätzen.

easyJet will zumindest im Winterflugplan 2011/12 noch keine Billigflüge von und nach Frankfurt/Main aufnehmen. Ein entsprechendes Angebot des Flughafenbetreibers Fraport habe die Fluglinie abgelehnt. Mit Inbetriebnahme der vierten Bahn will sich Frankfurt verstärkt für Billigflieger öffnen. Easyjet hatte bereits im Vorfeld Interesse geäußert. Dies scheiterte aber bislang an den knappen Slots.

Emirates will den Airbus A380 jetzt noch früher nach München einsetzen. Als Termin nannte die arabische Airline nun den 25. November. Ab diesem Datum will Emirates das doppelstöckige Flugzeug auf einem der beiden täglichen Rotationen in die bayerisches Landeshauptstadt einsetzen. Der A380 startet dann als EK49 um 9.10 Uhr in Dubai und landet um 12.45 Uhr in München. Der Rückkurs EK50 verlässt die bayerische Metropole um 14.25 Uhr und erreicht das Emirates-Drehkreuz Dubai um 23.15 Uhr. Ursprünglich wollte Emirates den A380 ab dem 1. Januar 2012 nach München schicken. Es wäre die erste A380-Linienverbindung ab Bayern. Doch dann gab Lufthansa bekannt ab dem 6. Dezember 2011 einige Linienflüge von München nach New York mit A380 zu fliegen. Doch Emirates will offenbar mit aller Macht die erste Airline sein. Mal sehen, ob Lufthansa nun ebenfalls die A380-Flüge vorverlegt.

Emirates will in Richtung USA expandieren. So kündigte das Unternehmen aus Dubai tägliche Nonstop-Flüge nach Dallas und Seattle an. Die Flüge zum Dallas-Fort Worth Airport starten ab dem 2. Februar 2012 Flug EK221 verlässt Dubai um 2.45 Uhr und landet um 9.05 Uhr in Dallas. Zurück geht es um 11.50 Uhr mit Ankunft in Dubai am Folgetag um 12.20 Uhr. Am 1. März 2012 startet dann auch die Route nach Seattle-Tacoma International Airport. Der Start unter der Nummer EK229 erfolgt täglich um 9.50 Uhr in Dubai. Seattle wird um 13.10 Uhr erreicht. Zurück geht es mit Flug EK230 um 17.10 Uhr. Die Ankunft in Dubai ist für 19.40 Uhr am Folgetag geplant. Emirates setzt auf beiden Strecken ihre Boeing 777 in drei Buchungsklassen ein.

Ethiopian Airlines nahm am 13. Oktober zwei neue Verbindungen nach Khartoum, Hauptstadt des Nachbarlandes Sudan, auf. In Ergänzung zu den Flügen ab Addis Abeba steiert das künftige Star-Alliance-Mitglied die Destination jetzt auch ab Bahir Dar und Mek'ele (Nord-Äthiopien) an. Beide Strecken sind rund 700 Kilometer lang und werden jeweils viermal wöchentlich (Di, Do, Sa, So) angeboten. Ethiopian Airlines setzt hier ihre Bombardier Q400 ein.


Ethiopian Airlines hat eine Bestellung für vier Boeing 777F bekannt gegeben. Boeing führte die Order bereits im Auftragsbuch; sie war bislang jedoch keinem Kunden zugeordnet. Der Auftragswert liegt laut Listenpreis bei rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Bereits im Juni hatte die ostafrikanische Airline eine Leasingvereinbarung mit GECAS getroffen, wonach sie im Herbst des kommenden Jahres zwei Boeing 777F übernehmen wird. Ethiopian Airlines ist damit Erstnutzer der Boeing 777F in Afrika (Grafik: Boeing).


GoAir, Billigflieger aus Indien, startete am 8. Oktober gleich drei neue Verbindungen. So geht es jetzt von Delhi täglich nach Kolkata und Ranchi sowie ebenfalls täglich von Kolkata nach Port Blair. Auf allen drei Strecken werden Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen eingesetzt. Die Routen sind hart umkämpft: Zwischen Delhi und Kolkata fliegen auch Air India (35x wöch.), IndiGo (34x), SpiceJet (28x), Jet Airways (20x), Kingfisher (14x) und JetLite (14x). Auf der Ranchi-Route fliegen Air India (13x wöch.) sowie Kingfisher und Jet Airways (jeweils täglich. Und zwischen Kolkata und Port Blair gibt es ebenfalls tägliche Angebote von Air India und JetLite.

Hawaiian Airlines eröffnete am 3. Oktober eine zweite Las-Vegas-Verbindung. So steuert die Fluglinie das Spielerparadies in Nevada jetzt auch zweimal wöchentlich ab Kahului an. Eingesetzt wird hierbei eine Boeing 767-300ER mit 264 Sitzplätzen. Hawaiian Airlines ergänzte damit das bestehende Flugangebot ab Honolulu.

IAG, gemeinsame Holding der Oneworld-Fluggesellschaften British Airways und Iberia, soll der britischen Fluggesellschaft Bmi British Midland International ein Übernahmeangebot unterbreitet haben. Die Holding strebe eine Komplettübernahme oder den Kauf von Vermögenswerten wie Start- und Landerechte am Flughafen London-Haethrow an, hieß es. Lufthansa sucht für die verlustbringende Tochter Bmi einen Abnehmer. Auch Virgin Atlantic hat Interesse angemeldet. Daneben interessiere sich IAG derzeit auch für die portugiesische TAP, sagte IAG-Chef Willie Walsh. Am Jahresanfang sprach IAG noch von einer Liste mit zwölf potentieller Übernahmekandidaten

Iberia Express soll nach Angaben der Iberia-Muttergesellschaft IAG als neue Niedrigpreis-Gesellschaft gegründet werden, um ausgewählte Kurz- und Mittelstreckenflüge der Iberia ab Madrid zu übernehmen. Ab Sommer 2012 soll Iberia Express mit zunächst vier Airbus A320 der Iberia operieren. Am Jahresende sollen dann schon 13 Flugzeuge eingesetzt werden. Die Gründung einer Tochter, die zu niedrigeren Kosten operiert, ist schon seit Längerem in Planung. So soll das Personal dort neu zu „marktüblichen Konditionen“ eingestellt werden. Bislang legten sich aber die Gewerkschaften quer. Mit Vueling hat Iberia zudem eine Billigflugtochter im Portfolio.

IndiGo hat weitere internationale Flüge eröffnet. Nach indischem Recht müssen sich Airlines zuvor fünf Jahre im Inland behaupten, bevor sie hierfür eine Genehmigung bekommen. So eröffnete der indische Billigflieger am 2. Oktober zwei neue Strecken ab Mumbai. Täglich geht es nun mit einem 180-sitzigen Airbus A320 sowohl nach Bangkok als auch Dubai. IndiGo hatte zuvor beide Destinationen mit Delhi verbunden. Auf den neuen Strecken ist sie aber der einzige Billigflieger. Nach Bangkok fliegen auch Jet Airways (14x wöch.) und Thai Airways (12x wöch.) sowie einmal täglich Air India, Kingfisher, Bangkok Airways und Cathay Pacific. Auf der Dubai-Strecke sind nicht ganz so viele Mitbewerber unterwegs: Hier fliegen Emirates (35x wöch.), Jet Airways (3x tägl.), Air India (2x tägl.) und Kingfisher (tägl.).

IndiGo setzte die jüngst gestartete internationale Expansion ab Mumbai fort und nahm am 10. Oktober tägliche Flüge nach Singapur auf. Damit ergänzt der indische Billigflieger seine kürzlich gestartete Singapur-Route ab Delhi. Doch die Konkurrenz zwischen Mumbai und Singapur ist hart: Hier fliegen auch Singapore Airlines (2x täglich), Air India, Kingfisher und Jet Airways (jeweils täglich) sowie Qantas (3x wöch.). Am gleichen Tag nahm IndiGo auch Flüge von Mumbai nach Muscat. Die Hauptstadt des Oman wird viermal wöchentlich in Konkurrenz zu Oman Air (2x tägl.) und Jet Airways (tägl.) bedient. Muscat wird durch IndiGo noch nicht ab Delhi angeboten.

Intersky beendet zum Winterflugplan 2011/12, der ab dem 30. Oktober gilt, die Strecke Friedrichshafen – Münster/Osnabrück. Künftig will sich die Bodensee-Airline auf das nahe gelegene Düsseldorf konzentrieren. Die im Frühjahr 2010 aufgenommene Verbindung nach Düsseldorf sei sehr erfolgreich, hieß es bei InterSky. Intersky fliegt derzeit bis zu dreimal täglich in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt.

Lufthansa setzt, wie bereits angekündigt Anfang Dezember für eine Woche einen Airbus A380 auf den Flügen von München nach New York ein. Bislang war jedoch kein genaues Datum bekannt. Dieses reichte der Kranich nun nach. Demnach soll der A380 zwischen dem 6. und 12. Dezember unter der Flugnummer LH410 jeweils um 11.45 Uhr in Richtung New York aufbrechen. Der doppelstöckige Jet kehrt dann am darauffolgenden Morgen um 7.50 Uhr wieder in die bayerische Landeshauptstadt zurück. Die Flugzeit beträgt auf dem Hinflug rund neun Stunden, auf dem Rückflug acht Stunden. Die in Dubai ansässige Emirates hatte Linienflüge mit A380 ab Januar 2012 angekündigt. Lufthansa will aber offenbar unbedingt die erste Fluggesellschaft sein, die einen Airbus A380 im Liniendienst ab München einsetzt.

Lufthansa will Geld in die Hand nehmen und ab dem kommenden Jahr die Kabinen ihrer Langstreckenflugzeuge auf den neuesten Stand bringen. Der Startschuss soll zunächst in der Economy Class der Typen Airbus A330 und A340-600 fallen. Hierfür wurden bereits zusammen mit den Star-Alliance-Partnern Air China und Austrian Airlines neue Sitze bestellt. Die First Class soll in den Fliegern auf den Stand des Airbus A380 gebracht werden. Die neue Business Class ist dagegen noch geheim und wird erst bei der Übernahme der ersten Boeing 747-8 Intercontinental im kommenden Jahr vorgestellt. Zumindest ein flach verstellbares Bett soll enthalten sein. Dann wird auch die bislang im A380 verbaute „alte“ Business Class erneuert.

Lufthansa will mehr Langstreckenziele ab Düsseldorf anbieten. So kündigte der Kranich an, ab kommenden Sommer nonstop nach Tokio zu fliegen. Die neue Nonstop-Route soll am 1. Juni starten und dann sechsmal wöchentlich mit einem Airbus A340-300 bedient werden. Die Flüge starten täglich (außer samstags) unter der Nummer LH716 um 13.00 Uhr. Die Rückflüge ab Tokio heben um 9.00 Uhr Ortszeit ab. Lufthansa will mit dem neuen Asien-Angebot der Air Berlin Konkurrenz machen, die in Düsseldorf ein Drehkreuz unterhält. Lufthansa fliegt interkontinental von Düsseldorf bereits nach Toronto, New York, Chicago und Miami.

Nok Air, Lowcost-Tochter der Thai Airways, erweiterte am 1. Oktober das Streckennetz und fliegt jetzt dreimal wöchentlich zwischen Bangkok/Don Muang und Phrae. Die Destination liegt etwa 470 Kilometer nördlich der Hauptstadt und wird mit ATR72 anggesteuert. Phrae ist das insgesamt 18. Ziel der Nok Air ab Bangkok/Don Muang.

People's Viennaline wird von der österreichischen Luftfahrtbehörde unter die Lupe genommen. Die Airline operiert ab Altenrhein (Schweiz). Ihre Flugbetriebslizenz (AOC) ist auf die Altenrhein Luftfahrt GmbH mit Sitz in Dornbirn (Österreich) ausgestellt. Nun gibt es Spekulationen, ob Viennaline die rechtlichen Voraussetzungen für den Betrieb überhaupt vollständig erfüllt. Nach EU-Verordnung 1008/2008 muss sich der Hauptgeschäftssitz des Unternehmens in jenem Land befinden, welches das AOC ausstellt. Die EASA (European Aviation Safety Agency) definiert den Hauptgeschäftssitz als jenen Ort, wo sich die Geschäfts- und Betriebsleitung befindet. Für ein AOC müssen zudem mehrere Postholder benannt werden und diese müssen beim Unternehmen angestellt sein, welches das AOC hält und generell am Hauptgeschäftssitz anzutreffen sein. Das gilt auch für die Geschäftsleitung. Die "Wirtschaftspresseagentur“ traf bei einem Besuch jedoch niemanden an. Zudem hätten zwei Piloten eine Firma in Liechtenstein gegründet, die Dienstleistungen im Bereich Luftfahrt inklusive Schulungen und Trainings vermitteln und auch die Piloten für die People's Viennaline stellen. Einige von ihnen seien auch als Postholder für das AOC der Viennaline eingetragen.


Qantas hat bei Airbus eine Bestellung von 110 Mittelstreckenmaschinen der A320-Familie jetzt verbindlich in Auftrag gegeben. Die Order war bereits im August angekündigt worden. Bestellt wurden 78 Exemplaren der neuen, spritsparende Version A320neo. Die übrigen 32 Jets stammen aus der herkömmlichen A320-Familie. Eine Triebwerkswahl will Qantas später treffen. Laut Preisliste hat der Auftrag einen Gesamtwert von etwa 9,5 Milliarden US-Dollar (7,1 Mrd Euro). Früheren Angaben zufolge will Qantas die Jets bei der Billigflugtochter Jetstar sowie beim noch zu gründenden Ableger Jetstar Japan und bei einer neuen Premium-Fluggesellschaft einsetzen, die auf Strecken von und nach Australien sowie nach Asien fliegen soll (Grafik: Airbus).


Qatar Airways Cargo will vier neue Strecken aufnehmen. So sollen ab Anfang November die Ziele Atlanta, Houston und Toronto bedient werden. Die Frachtairline will die Destinationen mit Boeing 777F von Doha aus mit Zwischenstopp in Luxemburg angesteuern. Frachtverbindungen nach Atlanta und Houston sollen ab dem 2. November zweimal wöchentlich angeboten werden. Toronto wird ab dem 7. November einmal wöchentlich angeflogen. Reine Cargo-Flüge bietet Qatar Airways in Nordamerika bisher nur nach Chicago an. Eine weitere neue Frachtverbindung soll bereits am 30. Oktober hinzukommen: Dann führt die Fluggesellschaft einen wöchentlichen Frachtflug nach Jeddah (Saudi-Arabien) durch. Am selben Tag werden außerdem die Frachtaktivitäten nach Chicago, Colombo, Bahrain, Dammam, Hongkong und Teheran erhöht.

Qatar Airways verdichtete das Streckennetz in Richtung Skandinavien und nahm mit Oslo nun auch die letzte noch fehlende Hauptstadt in den Flugplan auf. Die Strecke ab Doha wird seit dem 5. Oktober fünfmal wöchentlich mit einem 260-sitzigen Airbus A330-200 bedient. Für den Flughafen Oslo ist die neue Doha-Route nach Dubai erst die zweite Nahost-Verbindung. Weitere Langstreckenflüge führen nach Islamabad (Pakistan International Airlines) und Bangkok (Thai Airways).

S7 Airlines, russisches Mitglied der Oneworld-Allianz, hat am 1. Oktober eine neue internationale Route ab Jekaterinburg eröffnet. Die Airline steuert jetzt zweimal wöchentlich die chinesische Hauptstadt Peking mit einem Airbus A320 an. Auf der Strecke verkehren auch Ural Airlines (3x wöch.) und Air China (2x wöch.).

SilkAir setzte den Ausbau des indonesischen Streckennetzes fort und nahm am 11. Oktober Flüge von der Heimatbasis Singapur nach Bandung, drittgrößte Stadt und Hauptstadt der Provinz West-Java), auf. SilkAir bedient die neue Strecke anfangs dreimal wöchentlich. Mit Beginn des Winterflugplans soll die Frequenz dann auf fünf Flüge pro Woche steigen. Konkurrenz auf der Strecke kommt von Indonesia AirAsia (2x tägl.), Batavia Air (3x wöch.) und Merpati Nusantara Airlines (2x wöch.).

SpiceJet setzte den Ausbau des Inlandstreckennetzes mit den neuen Turbopropmaschinen vom Typ Bombardier Q400 fort. So nahm der indische Billigflieger am 6. Oktober drei neue Strecken ab Hyderabad auf und fliegt nun täglich nach Chennai und anschließend fünfmal wöchentlich weiter nach Kochi. Auf dem ersten Abschnitt fliegen auch Jet Airways (35x wöch.), Kingfisher (20x), IndiGo (20x) und Air India (14x). Auf dem zweiten Abschnitt Chennai – Kochi sind ebenfalls Jet Airways (2x tägl.), Air India (tägl.) und Kingfisher (2x wöch.) unterwegs. Die dritte neue SpiceJet-Route ist hingegen ohne Konkurrenz: Von Hyderabad fliegt die Airline jetzt täglich nach Thiruvananthapuram (Trivandrum).

Ural Airlines ergänzte ihren Flugplan um vier internationale Strecken. So wurde die östlich von Moskau gelegene Stadt Nishni Nowgorod am 4. Oktober wöchentlich mit Dubai verbunden. Einen Tag später starteten zwei Routen ab Tscheljabinsk: Von dort geht es nun zweimal wöchentlich nach Wien und einmal wöchentlich nach Harbin (China). Am 7. Oktober folgte noch eine wöchentliche Verbindung von Tscheljabinsk nach Dubai. Ural Airlines setzt auf allen Strecken einen Airbus A320 ein, der bis zu 159 Passagiere befördern kann.

Ural Airlines nahm weitere Verbindungen nach Dubai auf. So fliegt die russische Airline seit dem 14. Oktober zweimal wöchentlich ab Krasnodar und einmal wöchentlich ab Nowosibirsk. Auf der letztgenannten Verbindung macht Ural Airlines der S7 Airlines Konkurrenz, die zweimal wöchentlich von Nowosibirsk nach Dubai fliegt.

Utair startete am 5. Oktober eine neue Route nach Israel. So hat die Fluglinie die an der Wolga gelegene Stadt Ufa neu mit Tel Aviv verbunden und damit das Angebot ab Samara ergänzt. Die neue Strecke wird noch bis Ende Oktober einmal wöchentlich mit einer Boeing 737-500 zurückgelegt. Unklar ist noch, ob Ufa – Tel Aviv auch im Winter angeboten wird.

VivaAerobus nahm ein neues internationales Ziel in den Flugplan auf. So eröffnete der mexikanische Billigflieger am 14. Oktober eine neue Route von Monterey nach Chicago/Midway und bedient sie zweimal wöchentlich (Mo, Fr) mit einer 149-sitzigen Boeing 737-300. Nach Las Vegas und Houston ist Chicago die dritte US-Destination der VivaAerobus. Indirekte Konkurrenz gibt es durch AeroMexico, die viermal wöchentlich von Monterey nach Chicago O'Hare fliegt.

Vueling baute die erst im April eröffnete Niederlassung am Flughafen Toulouse weiter aus und nahm am 3. Oktober eine innerfranzösische Verbindung nach Lille auf. Das Ziel im Norden des Landes wird nun täglich außer samstags mit dem in Toulouse stationierten A319 bedient. Der spanische Billigflieger macht mit der neuen Strecke der Air France Konkurrenz, die 18 Mal wöchentlich zwischen Toulouse und Lille fliegt. Im vergangenen Jahr flogen rund 86.000 Passagiere zwischen den beiden Städten. Das waren sechs Prozent weniger als im Jahr 2009. Doch in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres zogen die Zahlen um 20 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 an und es wurden bereits 50.000 Passagiere gezählt. Vueling wird aber im Winter laut Buchungstool die Flüge nach Ibiza, Prag und Tenerifa Sur nicht ab Toulouse anbieten.



Virgin Australia nahm die jüngst gelieferten ATR72-500 in den Liniendienst (Foto: ATR)


Wizz Air, Billigflieger aus Osteuropa, eröffnete am 1. Oktober eine zweite Route nach Skopje. Die mazedonische Hauptstadt wird nun zweimal wöchentlich mit einem 180-sitzigen Airbus A320 ab Venedig bedient. Da der Lowcost-Airport Treviso wegen Bauarbeiten geschlossen ist, starten die Flüge noch bis zum 4. Dezember ab Venedig/ Marco Polo.

Zest Air nahm am 15. Oktober eine innerphilippinische Verbindung zwischen Manila und Zamboanga City auf. Die Lowcostairline bedient die neue Strecke täglich mit einem Airbus A320 und macht damit der Cebu Pacific Konkurrenz, die hier 19 Mal wöchentlich fliegt. Weitere Konkurrenten sind Airphil Express (2x tägl.) und Philippine Airlines (tägl.).