Berlinspotter.de
Airline-News 21.3. - 20.4. 2010

Die Flugbereitschaft der Luftwaffe hat ihren ersten Airbus A319 CorporateJet erhalten.

EUROPA

Adria Airways hat ihre Flüge zwischen Ljubljana und Belgrad wieder aufgenommen. Täglich außer samstags kommen nun CRJ200 (48 Sitze) oder CRJ900 (86 Sitze) zum Einsatz. Adria Airways hatte Belgrad bis zum Ausbruch des Jugoslawienkriegs 1991 regelmäßig angeflogen. Die serbische Jat Airways unterbrach die Verbindung ebenfalls 1991, fliegt aber seit Ende 2002 wieder viermal wöchentlich mit ATR72 zwischen Belgrad und Ljubljana.

Aegean Airlines konnte im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftskrise einen Gewinn von 23 Millionen Euro erzielen. Gegenüber 2008 ist dies jedoch ein Rückgang von 22 Prozent. Die Airline macht dafür vor allem die Rezession in Griechenland verantwortlich. Aegean konnte die Einnahmen 2009 um zwei Prozent auf 622,7 Millionen Euro steigern. Dies sei vor allem auf den Ausbau des internationalen Netzes zurückzuführen, so Aegean Airlines. Die private griechische Fluglinie beförderte 2009 insgesamt 6,6 Millionen Passagieren und somit zehn Prozent mehr als im Jahr 2008. Im Inland stieg die Zahl um zwei Prozent auf 3,8 Millionen, während auf Auslandsflügen die Anzahl der Passagiere um 22 Prozent auf 2,8 Millionen zulegte. Angesichts der Griechenland-Krise warnte MD Dimitris Gerogiannis, dass die Lage im laufenden Jahr weitaus schwieriger werde, als 2009. Bis 2011 will Aegean Airlines mit Olympic Air fusionieren.

Aer Arann will ihr Flugangebot nach Großbritannien ausbauen und kündigte vier neue Flugrouten an. So sollen zum 20. Mai die Flüge von Kerry nach Manchester wieder anlaufen und viermal wöchentlich angeboten werden. Am gleichen Tag sollen auch zwei neue Routen von Derry nach Manchester und Edinburgh starten. Mit Beginn des Sommerflugplans am 28. März wurde die Route Donegal - Glasgow/Prestwick durch einen Direktflug nach Glasgow ersetzt. Hintergrund der neuen Strategie ist ein neues Abkommen mit Aer Lingus. Aer Arann kann insgesamt zwölf Routen zwischen Irland und Großbritannien unter der Marke Aer Lingus Regional anbieten.

Air Baltic hat ihre Flüge von Vilnius nach London-Gatwick wieder aufgenommen. Der baltische Billigflieger bedient die neue Route zweimal wöchentlich. Aer Lingus hatte die Route zu Anfang April aufgegeben. Indirekte Konkurrenz besteht durch die litauische Star1, die fünfmal wöchentlich nach London-Stansted fliegt sowie durch Ryanair, die von Kaunas zwölfmal wöchentlich nach London-Stansted und viermal wöchentlich nach London-Luton fliegt.

Air Baltic hat mit Beginn des Sommerflugplans 2010 neue Regionallinien eröffnet. So fliegt Air Baltic jetzt von Riga nach Kuusamo und Rovaniemi. Damit steuert die Günstig-Airline insgesamt neun Destinationen in Finnland an: Helsinki, Tampere, Turku, Oulu, Kuopio, Lappeenranta, Vaasa, Rovaniemi und Kuusamo. Außerdem kamen drei neue innerfinnische Routen dazu: Kuusamo - Lappeenranta, Rovaniemi - Tampere und Kuopio - Lappeenranta. Zudem bedient Air Baltic im Sommer Tampere und Oulu auch ab Tallin.

Air Baltic konnte im Februar rund 186.500 Passagiere und damit 27 Prozent mehr als im Vorjahresmonat befördern. Die Auslastung der Flugzeuge sank um einen Prozentpunkt auf 61 Prozent. Während der ersten zwei Monate 2010 stieg die Zahl der Fluggäste um 29 Prozent auf 386.000. Die Durchschnittsauslastung lag bei 59 Prozent.

Air Berlin beendet das Jahr 2009 mit einem Verlust von 9,5 Millionen Euro. 2008 waren es noch minus 83,5 Millionen Euro gewesen. Der Umsatz sank im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent auf 3,24 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 28,5 Millionen Euro und lag damit zwei Millionen Euro über dem EBIT von 2008. Die Ausgaben konnten um 6,2 Prozent auf 2,78 Milliarden Euro gesenkt werden. Im vergangenen Jahr flogen insgesamt 27,9 Millionen Passagiere mit Air Berlin. Das waren 3,9 Prozent weniger als 2008. Die Airline verknappte das Sitzplatzangebot um 2,6 Prozent.

Air Berlin hat ihr Angebot für Geschäftsreisende ausgebaut und bietet neben Firmenraten nun für kleine und mittelständische Unternehmen ein neues Kundenbindungsprogramm. Für jeden geschäftlichen Flug eines festangestellten Mitarbeiter kann sich das Unternehmen demnach "Business Points" gutschreiben lassen. Das Sammeln soll auf allen relevanten Geschäftsreisedestinationen von Air Berlin und Niki innerhalb Deutschlands und Europas möglich sein sowie auf den Mittel- und Langstrecken nach Tel Aviv, Kairo, Bangkok, Kapstadt, in die USA und nach Kanada. Die Höhe der Punkte richtet sich nach Entfernung, Tarif und Buchungsklasse.

Air Berlin hat mit zwei Leasingfirmen weitere Flugzeug-Transaktionen vereinbart. So erwirbt die in San Francisco ansässige Jackson Square Aviation LLC drei Boeing 737-800 von Air Berlin. Die Jets sind derzeit an die chinesische Shenzhen Airlines verleast. Zugleich erwirbt Jackson Square einen Airbus A319 und verleast ihn sofort wieder an Air Berlin zurück (Sale-and-lease-back). Ebenso verfahren beide Seiten mit vier neuen Boeing 737-800, die in der ersten Jahreshälfte 2011 bei Boeing zur Auslieferung gelangen. Die kanadische Lionhart Aviation Ltd kauft vier Airbus A320 von Air Berlin. Je zwei Jets sollen anschließend an den US-Billigflieger Virgin America sowie an Azerbaijan Airlines verleast werden. Alle genannten Transaktionen sollen voraussichtlich im April 2010 abgeschlossen werden.

Air Europa, spanisches Mitglied der SkyTeam-Allianz, hat das Erbe der insolventen Air Comet angetreten und Flüge von Madrid nach Lima eröffnet. Dreimal wöchentlich (Di, Mi, Fr) wird ein Airbus A330-200 nach Peru eingesetzt. Konkurrenz besteht durch täglichen Flüge der LAN Airlines sowie die zehn wöchentlichen Flugpaare der Iberia.

Air France hat bei der EU-Kommission Beschwerde gegen Ryanair eingelegt. Die französische Airline beanstandet, dass der Billigflieger durch mindestens 25 französische Regionalflughäfen Subventionen erhalten habe und somit gegen europäische Wettbewerbsregeln verstoßen. "Le Figaro" berichtete unter Berufung auf AF, die Hilfen für Ryanair hätten sich 2008 europaweit auf 660 Millionen Euro belaufen. Davon habe der Billigflieger 35 Millionen Euro in Frankreich bekommen. Ryanair wies den Vorwurf zurück und warf Air France seinerseits vor, von Subventionen in Form von reduzierten Flughafengebühren in Frankreich zu profitieren.

Air France und Aeroflot haben ihr seit 2002 bestehendes Codesharing erweitert. Seit Beginn des Sommerflugplans können Passagiere der französischen Airline unter AF-Flugnummer von Moskau-Sheremetyevo nach Chabarovsk, Novosibirsk, Krasnoyarsk, Irkutsk, Yekaterinburg und Nishnevartovsk fliegen. Umgekehrt setzt die russische Fluggesellschaft ihre Nummern auf die Air-France-Flüge von Paris-Charles de Gaulle nach Straßburg, Lyon, Marseille und Lissabon. Air France und Aeroflot gehören beide dem globalen Bündnis SkyTeam an.

Air France-KLM hat eine neue Strategie gegen die europäischen Billigflieger angekündigt. So will die französisch-niederländische Airline-Gruppe am Schalter nur noch eingeschränkten Service bieten. Trotzdem müsse der Kunde nicht für jede Kleinigkeit extra bezahlen, sagte Vorstandschef Pierre-Henri Gourgeon. "Air France wird nie ein Billigflieger sein."


AnadoluJet Boeing 737-700 (Foto: O.Pritzkow)

AnadoluJet, Lowcost-Tochter der Turkish Airlines für Inlandsverbindungen, hat eine erste internationale Flugverbindung eröffnet. Der Billigflieger operiert nun auch zwischen Ankara-Esenboga (ESB) und Damaskus. Es ist die erste Flugverbindung zwischen den beiden Hauptstädten, seit Swissair die Route 1983 aufgegeben hatte. AnadoluJet fliegt hier nun dreimal wöchentlich mit Boeing 737-700.

Augsburg Airways übernimmt die bisherige Cirrus-Airlines-Route Hannover - Brüssel und steigert zugleich die Anzahl der täglichen Frequenzen. So soll es ab 28. März werktags einen zusätzlichen dritten Flug geben. Zusätzlich gibt es dann auch am Samstagmorgen und Sonntagabend einen Flug. Zugleich kommen mit 72-sitzigen Bombardier Dash-8Q-400 größere Flugzeuge als bisher zum Einsatz. Die Flüge werden von Augsburg Airways durchgeführt.

Bmibaby hat neue Flüge zwischen East Midlands und Venedig (VCE) aufgenommen. Bis 30. Oktober steuert der Billigflieger die Lagunenstadt viermal wöchentlich (Mo, Mi, Fr, So) mit Boeing 737 an. EasyJet hatte die Route ganzjährig im Flugplan zu stehen, gab sie jedoch im Januar auf. Doch auch Ryanair will in die Lücke stoßen und hat Flüge zwischen East Midlands und Venedig-Treviso (TSF) ab 4. Mai angekündigt.

Bremenfly will ihr Chartergeschäft im Sommer ausbauen und hat bei der amerkanischen Leasingfirma ILFC eine weitere Boeing 737-400 angemietet. Der Jet wird im April übergeben und soll dann im Auftrag des Veranstalters "Sofia International" zwischen Berlin-Schönefeld und Sofia pendeln. Bei dem Flugzeug mit der Rumpfnummer msn 26281 handelt es sich um eine ehemalige Maschine der griechischen Olympic. Neben der bislang genutzten 737-400 D-ABRE steht in Saarbrücken noch eine dritte Maschine (D-AEFL). Sie ist im Besitz von Gunther Eheim, Eigentümer der ContactAir und des Businessjet-Anbieters Stuttgarter Flugdienst. Er hatte sie aus der Insolvenzmasse der spanischen Futura erworben. Der Jet soll nun ebenfalls für Bremenfly fliegen. Als mögliche Destinationen werden beliebte Ferienziele in der Türkei gehandelt.

Die EU und die USA haben sich im Grundsatz auf die zweite Stufe des Open-Sky-Abkommens geeinigt. Diese sieht vor, dass Investoren die Mehrheit an Fluggesellschaften auf der jeweils anderen Seite des Atlantiks erwerben können. Ausländische Investoren dürfen in den USA bislang maximal 24,9 Prozent der Stimmrechte einer Fluggesellschaft halten. Ohne zusätzliche Stimmrechte können sie bislang bis zu 49,9 Prozent erwerben.

easyJet hat drei neue Routen ab Mailand-Malpensa (MXP) eröffnet. Der Lowcoster fliegt nun sechsmal wöchentlich nach Casablanca und dreimal wöchentlich nach Agadir. Auf der Casablanca-Route gibt es Konkurrenz durch Royal Air Maroc (10x wöch.) und den marokkanischen Billigflieger Jet4you (6x wöch.). Agadir - Mailand MXP wird ebenfalls von Royal Air Maroc angeboten (2x wöch.). Außerdem eröffnete easyJet eine neue Route nach Porto. Es war die 500. easyJet-Verbindung. Hier verkehrt auch TAP Portugal einmal täglich.

easyJet hat weitere Routen eröffnet. Anbei eine Übersicht, in der auch einige bereits gemeldete Streckeneröffnungen enthalten sind. Auf der Verbindung Rom FCO - Düsseldorf konkurriert easyJet mit Air Berlin (7x wöch.) und Lufthansa (7x wöch.), auf der Route London LGW - Düsseldorf mit den 17 wöchentlichen Flügen der flybe. LGW - Hamburg ist dagegen ohne direkte Konkurrenz. Jedoch fliegen British Airways (27x wöch.) und Lufthansa (21x wöch.) ab London-Heathrow. EasyJets Hauptkonkurrent ab Paris CDG Air France bedient Helsinki nicht, sondern nur via Codeshare mit Finnair (35x wöch.).
Rom FCO - Düsseldorf: 7x wöch.
London LGW - Düsseldorf: 7x wöch.
London LGW - Hamburg: 14x wöch.
Paris CDG - Helsinki: 7x wöch.
Manchester - Helsinki: 4x wöch.
Paris CDG - Agadir: 4x wöch.
Paris CDG - Catania: 3x wöch.

Finnair fliegt im Sommer neu nach Florenz. Die neue Nonstop-Verbindung wird in Kooperation mit der italienischen Meridiana zweimal pro Woche bedient. Zudem sollen im Sommer auch wieder Krakau, Venedig, Lubljana und Bergen saisonal bedient werden. Finnair erhöht außerdem die Frequenzen nach Manchester, Warschau und Nizza und reagiert damit auf eine erhöhte Nachfrage. Im Langstreckennetz gibt es auch einige Neuerungen. So startet Finnair ab Anfang Juni täglich nach Tokio. Nach Nagoya, Seoul und Toronto gibt es zusätzliche Flüge. Darüber hinaus verlegt Finnair die Abflüge nach Hongkong vom Abend in die Nacht, um so die Verbindungen nach und von China zu verbessern.


Germania hat mit der Neugestaltung ihrer Flugzeuge begonnen (Foto: J.Brömmer für Berlinspotter.de)

Germanwings baut die Strecke Köln/Bonn - Rostock aus. Ab 10. Mai bedient der Billigflieger auch montags diese Route und hat damit pro Woche vier Flüge im Plan zu stehen Der zusätzliche Flug hebt um 6.35 Uhr in Köln/Bonn ab und erreicht Rostock um 7.50 Uhr. Zurück geht es um 8.20 Uhr mit Ankunft in Köln/Bonn um 9.30 Uhr. Bislang fliegt Germanwings auf dieser Verbindung immer donnerstags, freitags und sonntags. Mit dem zusätzlichen Flugpaar richtet sich die Airline speziell an Kurzurlauber, die auf ein verlängertes Wochenende an der Ostsee aus sind. Die Nachfrage danach sei sehr groß und man komme den Wünschen nun nach, teilte Germanwings mit.

Germanwings hat eine neue Tarifstruktur eingeführt. Neben den Angeboten "Basic" und "Flex" gibt es nun auch "Best". Der Billigflieger bündelte hierbei einige Zusatzleistungen zu einem Gesamtpaket, das 25 Prozent günstiger sein soll als die Summe aller Einzelleistungen, teilte Germanwings mit. Im neuen Tarif sind Flugticket, Sitzplatzreservierung, Aufgabe des ersten Gepäckstücks und ein Snack an Bord plus Getränk enthalten. Auch bei "Flex" wurde aufgewertet: Hier gibt es nun ebenfalls noch einen Snack plus Getränk.

Highland Airways hat am 25. März Insolvenz beantragt, berichtet die britische Civil Aviation Authority (CAA). Als Insolvenzverwalter wurde PricewaterhouseCoopers am Abend des 24. März eingesetzt und der Flugbetrieb eingestellt. Die in Inverness (Schottland) beheimatete Regionalairline hatte Flüge auf die Scottish Western Isles sowie Cardiff und Anglesey angeboten. Die BBC berichtete, dass Highland Airways seit Jahresbeginn Probleme hat, nachdem wegen des heftigen Winterwetters Flüge gestrichen werden mussten. Die Flotte bestand zum Schluss aus neun Flugzeugen der Typen Jetstream 31, Jetstream 41 und Britten-Norman Islander. Zwischenzeitlich waren auch zwei ATR42-300 für Highland Airways unterwegs.

KLM fliegt ab 8. Mai zwischen Amsterdam und Hangzhou. Das Destination an der Ostküste Chinas wird damit das sechste Ziel der KLM im Reich der Mitte. Geflogen wird dreimal wöchentlich: montags, mittwochs und samstags. Die niederländische Airline setzt hierfür eine Boeing 777-200ER ein. Sie bietet 35 Passagieren in der World Business Class und 283 Passagieren in der Economy Class Platz.

Lufthansa hat die Aufnahme von Flügen zwischen Düsseldorf und Lissabon angekündigt. Ab dem 12. April will der Kranich beide Städte einmal täglich miteinander verbinden. Zum Einsatz gelangt dabei ein Bombardier CRJ900 der Eurowings. Dieser startet in Düsseldorf täglich um 08:10 Uhr und landet in Lissabon um 10:10 Uhr. Der Rückflug findet um 10:45 Uhr statt, die Ankunft in Düsseldorf ist um 14:45 Uhr. Keine andere Airline bietet Flüge zwischen Düsseldorf und Lissabon. Ab 26. April fliegt Lufthansa darüber hinaus von Düsseldorf nach Edinburgh. Sechsmal wöchentlich wird dann ein CRJ700 der Lufthansa CityLine eingesetzt. Der Jet startet um 15:45 Uhr und landet um 16:25 Uhr in Edinburgh; der Rückflug findet um 17:05 Uhr statt, die Landung in Düsseldorf ist um 19:45 Uhr. Die Verbindung Nürnberg - Düsseldorf wird auf bis zu 5x täglich aufgestockt.

Lufthansa hat die Aufnahme von Irak-Flügen angekündigt. Ab 25. April will die deutsche Airline die nordirakische Stadt Erbil ab Frankfurt/M. bedienen. Pro Woche soll es vier Flüge mit einem Airbus A319 in einer Zwei-Klassen-Konfiguration geben. Die Flugzeit beträgt rund viereinhalb Stunden. Ab Sommer will Lufthansa auch Bagdad wieder in das Streckennetz integrieren. Die irakische Hauptstadt gehörte von 1956 bis 1990 zu den Lufthansa-Zielen im Nahen Osten. Die Tochter Austrian Airlines bedient Wien - Erbil bereits seit 2006. Lufthansa fliegt hier im Codesharing mit.Air Berlin steuert Erbil seit Februar ab München an. Zudem fliegt Iraqi Airways seit Ende März von Bagdad und Erbil nach Frankfurt.

Lufthansa lässt im Sommerflugplan 74 innerdeutsche und europäische Verbindungen entfallen. Demgegenüber stehen jedoch 67 zusätzliche Interkontinentalverbindungen. Unter dem Strich bleibt die Flugzahl bei wöchentlich 12.853 nahezu gleich. Bei 11.445 innerdeutschen und europäischen Flügen pro Woche verringerte sich das Flugangebot in Europa. Dagegen ist das Fernstreckenangebot mit 1.408 wöchentlichen, interkontinentalen Flügen gewachsen. Da Lufthansa zunehmend größere Flugzeuge einsetzt, steigt das Kapazitätsangebot um 3,6 Prozent.

Lufthansa wird mit ihrem ersten Airbus A380 (D-AIMA) am 1. Juni Piloten-Trainings auf dem Flughafen Leipzig/Halle abhalten. Insgesamt sollen an drei Tagen Touch-And-Go-Flüge durchgeführt werden. Die beiden anderen Trainings finden Mitte beziehungsweise Ende Juni statt. An welchen Flughäfen sie dann durchgeführt werden, blieb offen. Möglich ist, dass auch sie am Flughafen Leipzig/Halle stattfinden werden. Airbus führte am 7. April mit der Werksmaschine msn 004 Boden- und Abfertigungstests in Frankfurt durch. Dabei wurde der A380 auch erstmalsin den neuen A380-Wartungshangar der Lufthansa Technik gerollt. Eigentlich sollten diese Tests schon vor Wochen stattfinden, wurden jedoch aufgrund des angekündigten Lufthansa-Pilotenstreiks verschoben.

MapJet hat die Aufnahme des Flugbetriebs vom 28. März auf den 28. April verschoben. Das österreichische Unternehmen begründete die Verzögerung damit, dass die endgültige Bestätigung der EU-Kommission zur Slotübertragung von Austrian Airlines erst am 25. Februar eingetroffen sei. Ohne diese Bestätigung konnte MapJet jedoch kein Fluggerät besorgen. Geplant ist der Einsatz von Embraer 190 und Bombardier DHC-8Q-400 auf nachfragestarken Routen wie Wien - Frankfurt und Wien - München. Die Frankfurt-Verbindung soll vom Start weg zweimal täglich am Tagesrand bedient werden. Flug AQ1001 verlässt Wien um 06:35 Uhr und landet um 07:55 Uhr in Frankfurt. Der Rückflug mit der Nummer AQ1002 hebt in Frankfurt um 09:05 Uhr ab und landet um 10:30 Uhr in Wien. Der zweite tägliche Flug (AQ1003) startet in Wien um 18:05 Uhr, die Landung in Frankfurt ist für 19:30 Uhr vorgesehen. Der Rückflug (AQ1004) erfolgt um 20:55 Uhr mit Landung in Wien um 22:20 Uhr. München soll dagegen nur wochentags zweimal angeflogen werden. Flug AQ2001 verlässt Wien um 06:10 Uhr und landet in München um 07:10 Uhr. Der Rückflug (AQ2002) hebt in München um 08:10 Uhr ab und erreicht Wien um 09:05 Uhr. Der Abendflug mit der Nummer AQ2003 startet in Wien um 18:00 Uhr und landet in München um 19:10 Uhr. Der Rückflug (AQ2004) ist für 19:50 Uhr vorgesehen, die Landung in Wien um 21:00 Uhr. Laut eigenen Angaben bereit MapJet auch Flüge nach Bagdad vor.

Montenegro Airlines hat Flüge zwischen der Hauptstadt Podgorica und Niš im benachbarten Serbien aufgenommen. Die neue Nonstop-Verbindung wird sechsmal wöchentlich bedient. Montenegro Airlines setzt hierbei ihre Fokker 100 ein. Während der Sommermonate bietet die Airline auch von der Basis Tivat Flüge nach Niš an.


SunExpress hat ihr 21. Flugzeug, eine Boeing 737-800, übernommen (Foto: SunExpress)

Norwegian hat die Operationen ab Billund ausgebaut und setzt so den Lokalmatador Cimber Sterling weiter unter Druck. Der norwegische Billigflieger verbindet nun den dänischen Flughafen mit der eigenen Heimatbasis Oslo-Gardemoen. Täglich außer samstags wird eine Boeing 737-800 eingesetzt. Cimber Sterling fliegt auf dieser Verbindung an den gleichen Tagen insgesamt zwölfmal wöchentlich, setzt jedoch siebenmal die 50-sitzige CRJ200 und fünfmal eine Boeing 737-700 ein. Norwegian bietet damit wöchentlich etwas mehr Sitze zwischen beiden Destinationen an.

Norwegian setzt der dänischen Cimber Sterling weiter zu. So hat der norwegische Billigflieger nun ebenfalls Saisonflüge von Billund nach Las Palmas und Malaga im Angebot. Beide Strecken werden jeweils einmal wöchentlich mit Boeing 737 bedient.

OLT Ostfriesische Lufttransport und SAS Scandinavian Airlines kooperieren auf den Flügen zwischen Bremen und Kopenhagen. Beide Fluglinien haben dazu ein Codesharing unterzeichnet. Im Rahmen dieses Vertrags vermarktet SAS die 22 wöchentlichen Flüge der norddeutschen Regionalfluggesellschaft unter eigener SK-Flugnummer. Ähnlich verfährt auch Swiss: Seit Februar kann sie die OLT-Flüge zwischen Bremen und Zürich vermarkten. OLT profitiert von den Codesharings, da ihre Flüge so in den weltweiten Flugbuchungsystemen der Airlines erscheinen.

Ryanair hat weitere Spanienflüge in ihr Streckennetz integriert. So bekam Bristol eine neue Verbindung nach Valencia, die nun dreimal wöchentlich angeboten wird. Für Ryanair ist dies die zweite Valencia-Route ab Großbritannien, denn der irische Billigflieger steuert das spanische Ziel auch ab London-Stansted an. Die Flüge ab Liverpool und East Midlands wurden dagegen 2009 eingestellt. Bristol - Valencia hatte auch easyJet bis Oktober 2009 im Flugplan zu stehen. Die zweite neue Spanienroute der Ryanair ist eine Inlandsverbindung: der Billigflieger verbindet viermal wöchentlich nun Alicante mit Sevilla und konkurriert hier mit dem Iberia-Regionalpartner Air Nostrum, der elfmal wöchentlich mit CRJ200 fliegt.

Ryanair hat in Brindisi eine weitere Basis eröffnet und von dort fünf neue Routen eröffnet. Die davor eröffnete Niederlassung Bari hat vier neue Routen erhalten. Anbei ein Überblick der Neuheiten der letzten Wochen:
Bari - Valencia: 3x wöch.
Bari - Weeze: 3x wöch.
Bari - Cagliari: 4x wöch.
Bari - Trapani: 4x wöch.
Brindisi - Trapani: 3x wöch.
Brindisi - Turin: 3x wöch.
Brindisi - Venedig/Treviso: 4x wöch.
Brindisi - Eindhoven: 2x wöch.
Brindisi - Barcelona/Girona: 2x wöch.

Spanair will erstmals eine Basis in Großbritannien eröffnen, um so ein zweites Standbein zu etablieren. Die spanische Gesellschaft will ab Mai Flüge von Birmingham anbieten. Erste Liniendienste sollen dann ab 20. Mai nach Barcelona und ab 25. Mai nach Madrid führen. Auf beiden Nonstopflügen werden Airbus A320-200 eingesetzt, in denen jeweils 168 Passagiere in einer Zwei-Klassen-Konfiguration Platz finden. Birmingham-Barcelona wird derzeit noch vom Billigflieger bmi baby bedient. Dieser streicht die Verbindung jedoch zum 7. Juni. Birmingham - Madrid hat keine andere Airline im Flugplan zu stehen.

Swiss hat einen Ausbau ihres Streckennetzes mit Beginn des Sommerflugplans bekannt gegeben. In Nordamerika kommt San Francisco zum 2. Juni als neues Ziel hinzu, dass sechsmal wöchentlich ab Zürich angeflogen wird. Zugleich werden die Flugfrequenzen nach New York JFK, Newark und Montreal wieder hochgefahren. In Asien wird Shanghai wieder täglich bedient. Dafür gibt es jedoch weniger Flüge nach Delhi und Bangkok. Auch Flüge nach Kairo sind im Sommerflugplan 2010 nicht so häufig vertreten wie noch vor einem Jahr. Das Europanetz wird weiter verdichtet. So führt Swiss fünf weitere Flüge nach Malaga ein und kann dank neuer Codesharings auch Flüge von Zürich nach Bremen (OLT) und Edinburgh (bmi) vermarkten. Mit Turkish Airlines vereinbarte Swiss eine derartige Kooperation für die Routen Genf - Istanbul und Basel - Istanbul, die beide vom türkischen Star-Alliance-Partner durchgeführt werden.

TAP Portugal hat eine neue Langstreckenverbindung nach Brasilien angekündigt: Ab 3. Juli will die südeuropäische Fluglinie den Flughafen der Stadt Campinas, Viracopos, ab Lissabon anfliegen. Der Airport liegt rund 100 Kilometer nordwestlich von São Paulo. TAP Portugal will auf der neuen Route einen Airbus A330-200 einsetzen. Geflogen wird immer dienstags, donnerstags und samstags. Die Flugdauer beträgt rund zehn Stunden. Die Passagiere erreichen Viracopos abends um 21.05 Uhr. Der nächtliche Rückflug startet dann um 22:35 Uhr und erreicht Lissabon am nächsten Tag um 12:35 Uhr. TAP Portugal steuert in Brasilien bereits die Ziele São Paulo-Guarulhos, Brasília, Belo Horizonte, Fortaleza, Natal, Recife, Rio de Janeiro und Salvador da Bahía an.

TAP Portugal wird zum 1. Juni neue Flüge zwischen Lissabon und Algier anbieten. Die neue Route soll dreimal wöchentlich bedient werden. TAP hatte ursprünglich geplant, die Verbindung bereits im November aufzunehmen, doch die algerische Seite genehmigte dies erst zum Sommer 2010. Algier wird dann das elfte Ziel der TAP auf dem afrikanischen Kontinent.

Turkish Airlines hat tägliche Flüge zwischen Istanbul-Atatürk und Bologna aufgenommen. Zum Einsatz gelangen zumeist Boeing 737-800. Für die türkische Fluggesellschaft ist Bologna bereits das vierte Ziel in Italien, denn auch Mailand-Malpensa, Rom-Fiumicino und Venedig sind im Flugplan zu finden.


Boeing 737-800 der Turkish Airlines bewirbt in Manchester-United-Sponsorlackierung (Foto: Stephan für Berlinspotter.de)

Turkish Airlines möchte ihr Sport-Sponsoring auch auf Deutschland ausweiten und einen Bundesliga-Club sponsern. Bislang unterstützt die Airline die europäischen Spitzenclubs Manchester United und FC Barcelona.

Turkish Airlines wies Medienberichte zurück, wonach sie bei der polnischen LOT investieren wolle. Vorausgegangen waren Spekulationen, Turkish Airlines könnte sich im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie beim Star-Alliance-Partner finanziell engagieren. LOT gehört zu 68 Prozent der polnischen Regierung. Der favorisierte Partner Lufthansa unternimmt keine Schritte zur Übernahme. Turkish Airlines will dagegen die Präsenz in Südostasien ausbauen und strebt eine Partnerschaft mit Thai Airways an.

Viking Hellas, griechische Tochter der schwedischen Viking Airlines, hat den Flugbetrieb aufgenommen und bietet dreimal wöchentlich Flüge von Manchester via Athen nach Erbil (Irak). Bagdad und Sulaymaniyah wurden kurz darauf in das Streckennetz integriert und ebenfalls wöchentlich bedient. Die Muttergesellschaft Viking Airlines operiert ebenfalls zwischen Großbritannien und dem Irak. Die Flüge von London-Gatwick führen via Stockholm-Arlanda nach Erbil, Sulaymaniyah, Bagdad und Najaf. Flüge von Birmingham werden via Malmö nach Erbil und Sulaymaniyah geroutet. Das einzige Flugzeug, das auf Viking Hellas zugelassen ist, ist eine ex-Viking Airlines MD-83. Die in Athen stationierte Maschine dient jedoch nur als Back-up. Viking Hellas greift während der Startphase auf die schwedisch-registrierten Boeing 737-300 und 737-800 der Mutter zurück, die in Manchester stehen. Jedoch versucht die Fluglinie zwei Airbus A320-200 zu erwerben. Eine der Maschinen soll die Liniendienste übernehmen, während die andere für Charteroperationen ab Heraklion (Kreta) genutzt werden soll. Die irakische Gemeinde in Großbritannien umfasst zwischen 300.000 und 400.000 Mitglieder. Im Jahr 2009 gab es jedoch nur vier direkte Charterflüge zwischen dem Vereinigten Königreich und dem Irak; alle führten nach Erbil (drei ab London-Stansted und einer ab London-Luton). 2008 gab es laut der Luftaufsichtsbehörde CAA gar keine Direktflüge zwischen beiden Ländern. Der Abschnitt Manchester - Athen wird auch von easyJet angeboten. Hier wurden 2009 rund 35.000 Passagiere befördert. Bald könnte jedoch ernsthafte Konkurrenz durch die wieder auferstandene Iraqi Airways entstehen, die Bagdad - London eröffnen will. Die Route sollte bereits im August 2009 anlaufen, wurde jedoch mehrmals verschoben.

Vueling Airlines meldete für das Jahr 2009 einen Nettogewinn von 27,7 Euro. Damit verdreifachte der spanische Billigflieger den Vorjahresgewinn. Der Umsatz stieg um 36,3 Prozent auf 601,6 Millionen Euro. Der operative Gewinn betrug 71,4 Millionen Euro. Vueling beförderte 2009 rund 8,2 Millionen Passagiere. Das waren 39,9 Prozent mehr als 2008. Im Angebot waren 10,2 Milliarden verfügbare Sitzkilometer (+ 28,1 Prozent), von denen 7,5 Milliarden am Markt verkauft werden konnten (+ 34,3 Prozent). Die Auslastung kletterte um 3,4 Prozentpunkte auf 73,7 Prozent. Im vierten Quartal 2009 machte Vueling jedoch einen Verlust von 13 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies trotzdem eine Verbesserung von 23 Prozent. Die Einnahmen stiegen zugleich um 84 Prozent auf 160 Millionen Euro.


Boeing 737-800 der XL Airways Germany in Sunweb-Lackierung (Grafik: Sunweb)

XL Airways Germany betreibt im Sommer eine Boeing 737-800 (D-AXLD) im Vollcharter für den deutschen Reiseveranstalter Sunweb.com. Die 189-sitzige Maschine soll Urlauber ab Weeze zu beliebten Feriendestinationen rund ums Mittelmeer fliegen. Dazu zählen Mallorca, Antalya, Rhodos, Kreta, Kos, Korfu, Kefalonia, Zakynthos, Preveza, Gerona, Hurghada und Bodrum.

RUSSLAND / GUS

Avianova, schnellwachsender Billigflieger aus Russland, hat zwei neue Inlandsrouten eröffnet. Der Lowcost-Anbieter fliegt nun von der Basis Moskau-Vnukovo nach Ufa und Perm. Beide Routen werden jeweils dreimal wöchentlich bedient. Avianova zieht in Kürze nach Moskau-Sheremetyevo um, wo sie ein eigenes Terminal erhält.

NAHOST / GOLFREGION

Emirates bekommt in Kanada Gegenwind zu spüren. Ähnlich wie in Deutschland will die arabische Airline im kanadischen Markt expandieren. Emirates will ihre Toronto-Verbindung auf tägliche Flüge aufstocken und neue Ziele wie Vancouver oder Calgary anfliegen. Dies rief bei Air Canada Unmut aus, die nun versucht zu mauern. Air-Canada-CEO Calvin Rovinescu monierte, Emirates wolle den kanadischen Markt mit neuen Kapazitäten "überfluten" und somit Langstreckenpassagiere abwerben und auf Verbindungen über Dubai umleiten.

Oman Air hat eine Steigerung der Flugfrequenzen zwischen Muscat und München bekannt gegeben. Ab 1. Juni fliegt die arabische Airline dann viermal wöchentlich. Der Airbus A330 startet dienstags und mittwochs um 1.20 Uhr in Muscat und erreicht München um 6.20 Uhr Ortszeit. Zurück geht es dann um 13.30 Uhr mit Landung in Muscat um 22.00 Uhr. Am Freitag und Samstag startet der Airbus um 13.30 Uhr nach München und landet dort um 18.25 Uhr. Der Rückflug verlässt die bayerische Landeshauptstadt an diesen Tagen um 22.00 Uhr und erreicht Muscat am folgenden Morgen um 6.30 Uhr.

Qatar Airways hat die wöchentlichen Flugfrequenzen auf der Verbindung Doha - Rom/Fiumicino von viermal wöchentlich auf tägliche Bedienung erhöht. Die arabische Fluggesellschaft setzt auf der Verbindung sowohl Airbus A330-300 als auch A330-200 ein.

AFRIKA

Air Namibia hat die angekündigte Frequenzaufstockung nach Frankfurt gestrichen. Die saisonale Nachfrage zog zwar an, jedoch nicht in dem Umfang, um einen siebten Flug wirtschaftlich zu rechtfertigen. Die afrikanische Fluglinie wollte ab 1. Juni täglich zwischen Windhoek und Frankfurt fliegen. Nun bleibt es bei sechs wöchentlichen Verbindungen (täglich außer mittwochs).

Atlas Blue, Billigflieger der Royal Air Maroc, hat im Auftrag der Mutter Flüge zwischen Agadir und Lyon aufgenommen. Die neue Verbindung wird einmal wöchentlich mit einer Boeing 737-800 bedient. Bislang gibt es hier keinerlei Konkurrenz. Royal Air Maroc bedient Lyon bereits ab Casablanca, Marrakesch und Fez.


Bombardier Dash-8Q-400 (Foto: Ethiopian Airlines)

Ethiopian Airlines hat ihre erste Bombardier Dash-8Q-400 NextGen in Empfang genommen. Die ostafrikanische Fluggesellschaft hat insgesamt acht Maschinen dieses Typs bestellt. Die anderen sieben sollen im Laufe der nächsten Monate in Addis Abeba eintreffen. Ethiopian Airlines wird die Q400 hauptsächlich im Inland einsetzen. CEO Girma Wake will zudem das Inlandsnetz erweitern. Derzeit steuert Ethiopian Airlines hier 17 Ziele mit Boeing 737 und Fokker 50 an.

RwandAir, die rasch expandierende Nationalairlne Ruandas, hat zwei neue Flugrouten ab Kigali eröffnet. So reaktivierte die Airline nach zweimonatiger Unterbrechung die Flüge nach Johannesburg und operiert hier nun 4x wöchentlich (Mo, Mi, Fr, So) mit einem ehemaligen Lufthansa CRJ200. RwandAir musste die Strecke zuvor unterbrechen, nachdem der vorherige Jet in einem Unfall verwickelt war. Außerdem nahm RwandAir Flüge zwischen Kigali und Dar-es-Salaam auf. Diese Strecke wird dreimal wöchentlich bedient (Di, Fr, So) und via Bujumbura, Hauptstadt von Burundi, geführt.

SÜDASIEN / FERNOST

AirAsia konnte das schwierige Luftfahrtjahr 2009 mit einem neuen Rekordumsatz in Höhe von 940 Millionen US-Dollar. Gegenüber 2008 ist dies eine Steigerung um 11,5 Prozent. Der Nettogewinn für das gesamte Jahr betrug 161,4 Millionen Dollar. AirAsia, AirAsia Indonesia und Thai AirAsia beförderten 2009 rund 22,4 Millionen Passagiere und somit 24 Prozent mehr als 2008. Im vierten Quartal belief sich der Umsatz auf 262,8 Millionen Dollar. Befördert wurden 4,0 Millionen Passagiere (+ 19 Prozent). Die Auslastung stieg um einen Prozentpunkt auf 79,4 Prozent.

Air China hat ihre zweite Flugroute nach Indien eröffnet. Neben Peking - Delhi fliegt die chinesische Airline nun auch zweimal wöchentlich zwischen Chengdu und dem indischen IT-Zentrum Bangalore. Anfangs werden Boeing 757 eingesetzt. Zum Sommer wird auf Airbus A319 umgestellt.

Air China will weitere Anteile an Shenzhen Airlines erwerben, um so zum Mehrheitseigentümer aufzusteigen. Laut Medienberichten will Air China rund 682 Mio. Yuan (74,1 Mio Euro) investieren, um so die Beteiligung von 25 auf 51 Prozent zu erhöhen. Zeitgleich will auch die staatliche Total Logistics ihren Shenzhen-Anteil von zehn auf 25 Prozent aufstocken. Durch die Aktionen wird der Anteil des bisherigen Mehrheitseigners Li Zeyuan von 65 auf 24 Prozent sinken. Air China will mit der Aufstockung ihre Position am Perlfluss-Delta ausbauen.

ANA All Nippon Airways ist mit einer strategischen Neuausrichtung in das neue Geschäftsjahr 2010/2011 gestartet, das beim japanischen Star-Alliance-Mitglied am 1. April beginnt. ANA setzt nun verstärkt auf das internationale Geschäft und führt an den Flughäfen Tokio-Narita und Tokio-Haneda ein duales Hubkonzept ein. Mit neuen Partnerschaftsabkommen und Codesharings soll das Streckennetz erweitert werden. Intern wird die Trennung zwischen nationalem und internationalem Passagierverkehr aufgehoben und das Unternehmen dafür in die beiden Bereiche Langstrecke (Nordamerika, Europa) und Kurzstrecke (Inland, Nachbarschaftsverkehr) neu gegliedert.

ANA und Continental Airlines setzen mit Beginn des Sommerflugplans am 28. März ein umfangreiches Codeshare-Abkommen um. So werden zahlreiche Flugverbindungen zwischen Japan und den USA die Flugnummern beider Airlines tragen. Mit eingeschlossen sind zudem die Zubringerflüge innerhalb Japans bzw. den USA. Da Continental erst kürzlich von SkyTeam zu Star Alliance wechselte, ist dies die erste Kooperation der beiden Fluggesellschaften. Beide Unternehmen wollen die Zusammenarbeit aber ausbauen.

Cathay Pacific konnte das Jahr 2009 mit einem Gewinn von rund 4,7 Milliarden HK$ (445,1 Mio. Euro) beenden. 2008 hatte die Gruppe einen Verlust von 8,7 Milliarden HK$ melden müssen. Der Umsatz fiel 2009 um 22,6 Prozent auf 66,9 Milliarden HK$ (6,4 Mrd. Euro). Ohne Anrechnung des Gewinns durch Fuel Hedging in Höhe von 2,8 Milliarden HK$, dem Verkauf von HAECO-Anteilen für einmalig 1,3 Milliarden HK$ sowie dem Beitrag von Tochter- und Beteiligungsgesellschaften erzielte Cathay Pacific Airlines einen operativen Gewinn von 285 Millionen HK$ (27 Mio. Euro). Insgesamt stiegen bei Cathay Pacific und Dragonair 24,6 Millionen Passagiere ein (- 1,6 Prozent). Das Angebot wurde um 3,7 Prozent gekürzt. Dadurch stieg die Auslastung um 1,7 Prozentpunkte auf 80,5 Prozent bei.

China Eastern Airlines verhandelt laut eigenen Angaben mit allen drei großen Airline-Bündnissen (Star Alliance, Oneworld, SkyTeam) über einen Beitritt. Bislang gebe es aber noch keinen Favoriten, wird ein Mitglied der Geschäftsleitung zitiert. American Airlines CFO Tom Horton bestätigte entsprechende Verhandlungen mit Oneworld. Die im Februar von China Eastern übernommene Shanghai Airlines ist bereits Mitglied der Star Alliance. Dies habe jedoch keine beeinflussende Bedeutung hieß es aus Verhandlungskreisen. Der Konkurrent China Southern gehört der SkyTeam-Allianz an.

EVA Air Cargo hat die Route Taipeh - Wien wieder aufgenommen. Seit 18. März bedient sie die Route immer donnerstags und samstags mit Boeing 747-400F via Delhi. Dabei führt der Rückweg über Brüssel und Delhi. Bislang hatte EVA Air die Unterflurkapazitäten auf den drei wöchentlichen Passagierflügen nach Wien vermarkten können. Durch die zwei neuen Frachtkurse pro Woche steigen die Frachtkapazitäten am Markt um das Doppelte.

JAL Japan Airlines hat das Aus aller Nurfrachtflugzeuge bei JAL Cargo beschlossen. Die Frachttochter wird künftig nur noch die Unterflurkapazitäten der Passagiermaschinen vermarkten. Die sieben Boeing 747-400BCF und drei 767-300ERF sollen nur noch bis Oktober in der Flotte verbleiben.


Airbus A330-200 der Jet Airways (Foto: O.Pritzkow)

Jet Airways steuert ab 28. März mit Dehradun ihr 45. Ziel innerhalb Indiens an. Das Ziel im Norden des Landes wird künftig durch tägliche Flüge mit Delhi verbunden. Eingesetzt werden ATR72-500. Jet Airways bietet hier in der Economy Class Lowcost-Tickets unter dem Namen "Jet Airways Konnect" an. Ebenfalls am 28. März läuft die Verbindung Thiruvananthapuram - Damman an. Dies ist nach Riyad und Jeddah das dritte Ziel in Saudi Arabien, das Jet Airways ansteuert. Hier fliegt täglich eine Boeing 737-800. Zum 14. April läuft eine weitere international Route an: Jet Airways fliegt mit Johannesburg erstmals ein Ziel in Afrika an. Die Route soll täglich mit A330-200 ab Mumbai bedient werden.

JetLite, die Billigflug-Tochter der Jet Airways, steuert mit Agartala eines der östlichsten Ziele Indiens an. Das Ziel an der Grenze zu Bangladesh wird nun fünfmal wöchentlich mit einer Boeing 737-700 ab Kolkata angeflogen. Auf der Verbindung herrscht jedoch große Konkurrenz. So bietet Indian Airlines 14 Flüge pro Woche, der Billigflieger IndiGo Airlines elf Flüge, während Kingfisher, Jet Airways und Paramount Airways jeweils täglich zwischen Kolkata und Agartala fliegen.

Juneyao Airlines hat Flüge zwischen der Basis Shanghai Pudong und Nanchang eröffnet. Die neue 620 Kilometer lange Verbindung wird einmal täglich mit Airbus A320 bedient. Doch auch China Eastern fliegt hier täglich, während vier weitere Fluggesellschaften - China Eastern, Xiamen Airlines, Shanghai Airlines und Spring Airlines - indirekt Konkurrenz ab Shanghai Hongqiao machen.

Lao Airlines verhandelt mit der Landesregierung über die Bestellung von zwei weiteren ATR72-500. Mit ihnen will die Fluglinie zwei ältere Turbopropmaschinen des Typs ATR72-200 ablösen. Derzeit besteht die Flotte aus zwei ATR72-200, zwei ATR72-500 und fünf Xian MA60. Die Regierung stimmte bereits dem Kauf von zwei chinesischen Regionaljets des Typs ARJ21 zu, die 2012 geliefert werden sollen.

Shandong Airlines nahm Nonstop-Flüge zwischen der Heimatbasis Jinan und Osaka-Kansai auf. Für die Sechs-Millionen-Metropole zwischen Peking und Shanghai ist dies die erste Flugverbindung nach Japan. Shandong Airlines setzt auf der Route eine Boeing 737-800 mit insgesamt 166 Sitzplätzen ein. Geflogen wird jeweils am Donnerstag und Samstag.

Singapore Airlines hat mit Beginn des Sommerflugplans die Route Singapur - Zürich auf Airbus A380 umgestellt. Zürich ist damit neben Paris-Charles de Gaulle und London-Heathrow der dritte Flughafen Europas, der von einem Airbus A380 regelmäßig im Linienverkehr angeflogen wird. Der doppelstöckige Airbus hebt täglich um 1:10 Uhr nachts in Singapur-Changi ab und landet um 8:00 Uhr Ortszeit in Zürich. Zurück geht es um 12:00 Uhr mit Ankunft in Singapur am darauf folgenden Tag um 6:05 Uhr Ortszeit. Bislang verkehrte zwölfmal wöchentlich eine Boeing 777-300ER auf dieser Route.

Skymark, japanischer Billigflieger, hat eine weitere Route ab Kobe eröffnet. Die Airline bietet nun zweimal täglich Nonstopflüge mit Boeing 737-800 nach Fukuoka an.

Spring Airlines eröffnete eine neue Flugverbindung zwischen Shanghai-Hongqiao und Shantou. Der chinesische Billigflieger bedient die Route einmal täglich mit einem ihrer Airbus A320-200. Die Route ist heiß umkämpft, denn China Southern und China Eastern fliegen hier ebefalls täglich, während Shanghai Airlines zweimal wöchentlich zwischen Shanghai-Hongqiao und Shantou fliegt. China Southern bietet zudem auch tägliche Flüge von Shanghai-Pudong nach Shantou.

Thai Airways konnte im vierten Quartal 2009 wieder schwarze Zahlen schreiben. Zwischen Oktober und Dezember erwirtschaftete die südostasiatische Airline dank höherer Einnahmen einen Nettogewinn von 269 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum war ein Verlust von 449,6 Millionen Dollar entstanden. Das dritte Quartal hatte Thai Airways mit einem Minus von 122,4 Millionen Dollar beendet. Für das Gesamtjahr meldete Thai einen Gewinn von 223 Millionen Dollar.

Tianjin Airlines offeriert jetzt Flüge zwischen ihrem Hub Tianjin und Wuxi nahe Shanghai. Die Strecke wird dreimal wöchentlich bedient. Keine andere Airline hat diese Verbindung in ihrem Flugplan zu stehen. Tianjin Airlines setzt Embraer 190 ein.

Tiger Airways, Lowcost-Carrier aus Singapur, hat Flüge nach Hongkong aufgenommen und bedient die neue Route zweimal täglich mit A320. Der Billigflieger steuert bereits Macau seit März 2005 und Shenzhen (nahe Hongkong) seit April 2006 an. Der lokale Rivale JetStar Asia war der einzige Lowcoster, der Singapur - Hongkong bislang fliegt (2x täglich, A320). Daneben fliegen die Full-Service-Airlines Cathay Pacific und Singapore Airlines (beide jeweils 35x wöchentlich. Auch United Airlines verbindet beide Metropolen einmal täglich mit einem Widebody.

TransAsia Airways (Taiwan) hat zwei neue Routen von Taizhong nach Festland-China eröffnet. Taiwans drittgrößte Fluggesellschaft steuert nun zweimal wöchentlich Xiamen an und konkurriert hierbei mit Uni Airways, die einmal wöchentlich auf dieser Route fliegt. Zudem fliegt TransAsia Airways neu einmal wöchentlich von Taizhong nach Fuzhou. Auf beiden Strecken gelangen Airbus A321 zum Einsatz. Bislang flog die Airline von Taizhou international nur nach Shanghai-Pudong.

Vietnam Airlines hat für den kommenden Winter eine weitere Aufstockung der Flugfrequenzen von und nach Frankfurt bekannt gegeben. Im Winterflugplan 2010/11 wird es auch einen Flug am Mittwoch nach Hanoi geben. Dann fliegt der Nationalcarrier täglich zwischen Deutschland und Vietnam. Am Montag wird dann statt Hanoi die Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt (SGN) in Südvietnam angeflogen. Somit können Reisende nach Vietnam ab November zwischen wöchentlich drei Flügen nach Ho-Chi-Minh-Stadt sowie vier Flügen nach Hanoi wählen.


Boeing 767-200 der Viva Macau (Foto: Ipchan/CC)

Viva Macau hat ein zweites vietnamesisches Ziel in ihr Streckennetz integriert. Die südchinesische Fluggesellschaft bedient nun dreimal wöchentlich (Di, Do, Sa) Hanoi mit Boeing 767. Seit Dezember 2007 offeriert Viva Macau Flüge nach Ho-Chi-Minh-City.

Viva Macau wurde am 28. März die Flugbetriebslizenz (AOC) von der Luftfahrtbehörde MCAA entzogen. Der südchinesische Billigflieger hat seit längerem finanzielle Probleme und kann seine Treibstoffrechnungen nur mit Verzögerung zahlen. Da Viva Macau daher auch nur zögerlich beliefert wurde, mussten in den letzten Tagen mehrere Flüge gestrichen werden. Hunderte Passagiere saßen am Flughafen Macau fest, denn auch der Informationsfluss war zäh, wie die MCAA beklagte. Dies brachte anscheinend das Fass zum Überlaufen und die Lizenz wurde eingezogen. Viva Macau hatte mit drei Boeing 767-200/300 einige Routen im Auftrag der Air Macau übernommen. Die MCAA forderte Air Macau auf, diese Konzessionsverträge zu kündigen. 2008 und 2009 hatte Viva Macau zur Stützung Kredite in Höhe von umgerechnet 18,3 Millionen Euro von der MCAA erhalten.

NORDAMERIKA

Air Canada akzeptiert ab Mai auf ihren Flügen kein Bargeld mehr beim Bordverkauf. Wer dann das "OnBoard Café"-Angebots nutzen oder Duty-free-Artikel während des Fluges erwerben will, muss mit Kreditkarte bezahlen. Zudem hat Air Canada eine Prepaid-Variante geschaffen, bei der Fluggäste bis eine Stunde vor Abflug online Gutscheine erwerben können. Dieses Angebot richtet sich an alle, die nicht mit Kreditkarte zahlen können oder wollen.

Air Canada hat eine weitere Ferienverbindung ab Halifax aufgelegt. So steuert die kanadische Airline wöchentlich Samaná in der Dominikanischen Republik mit Airbus A319 an. Air Canada fliegt die Destination bereits ab Montreal und Toronto an. Ab Halifax bietet die Airline zwei weitere Ziele in der Dominikanischen Republik an: Puerto Plata und Punta Cana.

AirTran Airways konnte die Verkehrsleistung im Februar um 5,4 Prozent auf 1,29 Milliarden Passagiermeilen steigern. Der Billigflieger erhöhte zugleich das Angebot um 4,2 Prozent auf 1,7 Milliarden verfügbare Sitzmeilen. Die Auslastung verbesserte sich um 0,9 Prozentpunkte auf 75,1 Prozent. Insgesamt beförderte AirTran 1,6 Millionen Passagiere. Das sind 0,4 Prozent mehr als im Februar 2009.

AirTran hat eine neue Flugverbindung zwischen Orlando, FL und Des Moines, IA eröffnet. Der Billigflieger bedient die neue Route immer samstags und sonntags mit einer Boeing 717-200. AirTran konkurriert auf der Verbindung mit Allegiant Air.

AirTran hat sieben neue Verbindungen in ihren Flugplan integriert:
Atlanta - Montego Bay: 7x wöch., 737-700
Baltimore - Montego Bay: 7x wöch., 737-700
Fort Lauderdale - Lexington: 3x wöch., 717-200
Orlando - Lexington: 4x wöch., 717-200
Orlando - Montego Bay: 4x wöch., 737-700
Milwaukee - Des Moines: 21x wöch., CRJ200 (SkyWest)
Milwaukee - Omaha: 20x wöch., CRJ200 (SkyWest)

Air Transat baut ihr Angebot zwischen Toronto und Frankfurt zum Sommer aus: Zwischen dem 1. Juli und 2. September gibt es einen vierten Nonstop-Flug. Der kanadische Ferienflieger startet dann auch am Donnerstag in Richtung Frankfurt. Die Hessenmetropole wird am Freitag erreicht. Air Transat setzt auf den Flügen ihre Airbus A310-300 ein, die jeweils 249 Passagiere befördern können - davon 20 in der Club Class.

Alaska Airlines beförderte im Februar 1,09 Millionen Passagiere und damit 0,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Nachfrage kletterte von 1,27 Milliarden verkaufte Passagiermeilen auf nunmehr 1,35 Milliarden Meilen. Alaska Airlines reduzierte im Februar das Angebot um 2,4 Prozent auf 1,69 Milliarden verfügbare Sitzmeilen. Dadurch stieg die durchschnittliche Auslastung der Maschinen um 6,3 Prozentpunkte auf 79,8 Prozent. Bei der Regionaltochter Horizon Air stieg die Verkehrsleistung um 7,3 Prozent auf 178 Millionen verkaufte Passagiermeilen. Das Angebot wurde gegenüber Februar 2009 beibehalten. Die Auslastung kletterte um fünf Prozentpunkte auf 72,2 Prozent. Befördert wurden 496.000 Fluggäste - ein Plus von 1,7 Prozent.

Allegiant Air hat nun auch die beiden letzten Flüge von Orlando Sanford nach Orlando International (MCO) verlegt. Letzterer verfügt damit über eine Anbindung nach Youngstown, OH. Allegiant Air fliegt hier zweimal wöchentlich ohne jede Konkurrenz. Auf der anderen Route nach Des Moines (viermal wöchentlich) verkehrt neu auch AirTran (zweimal wöchentlich).

Allegiant Air hat weitere Flüge von Orlando Sanford nach Orlando International verlegt. So starten nun auch die Flüge nach Grand Rapids, MI (6x wöch.), Springfield, MO (4x wöch.) und Tri-Cities, TN/VA (3x wöch.) in Orlando International (MCO).

Allegiant Air hat weitere Flüge von Orlando Sanford nach Orlando International verlegt. So starten nun auch die fünf wöchentlichen Flüge nach Huntingdon vom größeren Airport. Der Billigflieger hatte die Route ab Sanford im November 2006 erstmals bedient.

Atlas Air und das Schwesterunternehmen Polar Air Cargo haben 2009 einen Gewinn von 77,8 Millionen erwirtschaftet. Gegenüber 2008 ist das ein Anstieg von 22,1 Prozent. Hauptgründe waren die Wandlung der Polar Air zu einer DHL Express Airline sowie die Ausmusterung von 14 älteren Boeing 747-200F in den Jahren 2007 und 2008. Ende 2009 wurden zudem weitere Maschinen stillgelegt. Atlas Air Holding nahm 2009 rund 1,06 Milliarden Dollar ein. Der Betriebsgewinn betrug 150 Millionen Dollar. Atlas Air verfügt derzeit über 22 Boeing 747-400F und erwartet 2012 zwölf 747-8F.

Continental Airlines hat drei neue Flüge von Kalifornien nach Hawaii aufgenommen. So wird Kahului/Maui jetzt täglich ab Los Angeles und viermal wöchentlich (Do-So) von Santa Ana aus angesteuert. Der Orange-County-Airport erhielt zudem eine tägliche Anbindung an Honolulu. Die Flüge ab Los Angeles konkurrieren mit United Airlines (dreimal täglich), Delta und American (beide zweimal täglich). Auf den Routen ab Santa Ana gibt es keine Mitbewerber. Continental setzt ab Los Angeles eine Boeing 737-800 und ab Santa Ana die kleinere 737-700 ein.


Boeing 757-200 der Continental Airlines in Star-Alliance-Lackierung (Foto: U.Krause für Berlinspotter.de)

Continental Airlines rechnet im Herbst 2011 mit der Auslieferung der ersten Boeing 787 Dreamliner. Insgesamt sollen nach derzeitiger Planung im dritten Quartal 2011 vier 787-800 und im vierten Quartal zwei weitere Maschinen zur Flotte der amerikanischen Airline stoßen. Geordert hatte Continental elf 787-800 und 14 787-900. 2011 übernimmt Continental zudem vier Boeing 737-900ER und drei 737-800. Bereits 2010 nimmt die Airline zwei 777-200ER, drei 757-300, zwei 737-900ER, zehn 737-800 und drei 737-500 in Empfang und stellt je drei ältere 737-300 und 737-500 außer Dienst. Die Regionalflotte erhält in diesem Jahr sechs Q-400. Zugleich verlassen aber sechs ERJ-145 und sieben CRJ200 den Flottenpark.

Continental Airlines schafft das kostenlose Essen in der Economy Class teilweise ab. Die Regelung gilt ab Herbst innerhalb Nordamerikas sowie auf Flügen nach Lateinamerika unter sechs Stunden. Stattdessen soll "eine Auswahl an qualitativ hochwertigen, gesunden Verpflegungsangeboten gegen Bezahlung" zur Verfügung stehen, wie die Airline mitteilte. Alkoholfreie Getränke und Snacks soll es weiterhin kostenlos auf allen Continental-Flügen geben.

Delta Air Lines hat zwei neue Flugverbindungen eröffnet, die beide mit Bombardier CRJ200 bedient werden. So hat New York JFK jetzt eine tägliche Verbindung nach Halifax. Dafür war die Route ab Boston nach Halifax am Jahresanfang entfallen. Die neue Route bedient Comair-Delta Connection und konkurriert dabei mit American Airlines (2x tägl.) und indirekt mit Continental Airlines' Flügen ab Newark (3x tägl.). Die zweite neue Route ist Los Angeles (LAX) - San Diego. Die 175 Kilometer lange Strecke wird 5x täglich von SkyWest beflogen und konkurriert mit American Airlines (17x tägl.) und United Airlines (14x tägl.).

Delta Air Lines und US Airways wollen im Zuge des geplanten Slottauschs einige der begehrten Start- und Landefenster auch an Mitbewerber abtreten. Beide Airlines müssen Zugeständnisse machen, um so die Genehmigung für das Geschäft zu erhalten. Delta will von US Airways 125 Slot-Paare für New York-LaGuardia (LGA) übernehmen. Laut Medienberichten habe sie nun jeweils fünf Paare der AirTran, Spirit Airlines und WestJet angeboten. US Airways will von Delta 42 Slot-Paare für Washington-Reagan National (DCA) von Delta übernehmen. Sie sei bereit fünf Paare an JetBlue abzugeben, hieß es. Die freiwilligen Zugeständnisse fallen damit geringer aus, als die Luftfahrtbehörde FAA noch im Februar gefordert hatte. Damals hieß es, dass Delta 40 und US Airways 20 Paare abgeben sollen. Der Billigflieger Southwest Airlines, der leer ausgeht, forderte zudem eine öffentliche Versteigerung der Slots.

JetBlue Airways hat eine neue Route zwischen zwei Feriendestinationen eröffnet. So verbindet der Billigflieger aus New York Montego Bay (Jamaika) täglich mit Orlando (Florida). JetBlue bedient die Verbindung in Konkurrenz zu Air Jamaica, die hier viermal wöchentlich fliegt. Zudem ist es die dritte MOntego-Route der JetBlue, denn sie fliegt den Karibikort bereits ab New York JFK und Boston an. Für Orlando ist es das 23. Nonstop-Flugziel.

Porter Airlines hat eine neue Saisonverbindung eingerichtet. Die kanadische Regionalairline bietet nun Flüge von der Heimatbasis Toronto-City nach Myrtle Beach, SC. Porter Airlines fliegt bis 30. Mai zweimal wöchentlich mit ihren 76-sitzigen Dash 8Q-400. Für den US-Flughafen ist dies die erste internationale Verbindung seit 2006, als die Nassau-Route von Hooters Air entfiel. Auch Torontoflüge gab es einst ab Myrtle Beach: Delta hatte im Jahr 2000 Flüge nach Toronto-Pearson im Angebot.

Sun Country Airlines hat eine saisonale Flugverbindung zwischen den USA und Großbritannien angekündigt. Zwischen dem 11. Juni und 15. August will der Ferienflieger immer freitags von Minneapolis/St. Paul nach London-Stansted fliegen. Dabei setzt die Fluggesellschaft eine Boeing 737-800 in einer Zwei-Klassen-Konfiguration ein. Der Jet muss in beiden Richtungen einen technischen Zwischenstopp einlegen.

United Airlines hat ihr Regionalnetz ab Chicago O'Hare (ORD) weiter ausgebaut. Der Zubringer SkyWest nahm zwei weitere Verbindungen auf, die beide zweimal täglich mit Bombardier CRJ200 bedient werden. Die neuen Ziele sind Chippewa Valley Regional Airport/Eau Claire, WI (EAU) und Houghton County Memorial Airport/Hancock, MI (CMX). Beide Airports wurden zuvor von Delta Connection im Rahmen des "Essential Air Service Program" an Minneapolis/St. Paul angebunden. Die Ausschreibungen hat nun aber United gewonnen.

United Airlines hat fünf neue Inlandsverbindungen aufgenommen. So bietet sie als einzige Airline Linienflüge nach Muskegon, MI und Paduacah, KY. Delta hatte sich zuvor aus den Märkten zurückziehen müssen, nachdem die Ausschreibungen der "Routen im öffentlichen Interesse" von United gewonnen wurden. Beide Strecken sind subventioniert.
San Francisco SFO - St. Louis: 7x wöch., A319
Washington IAD - Pensacola: 14x wöch., CRJ200
Chicago ORD - Muskegon: 21x wöch., CRJ200
Chicago ORD - Paducah: 14x wöch., CRJ200
Denver - Dayton: 7x wöch., CRJ700

US Airways Group hat im Februar rund 3,61 Millionen Passagiere gezählt. Im Vorjahresmonat waren es 3,84 Millionen gewesen und damit 6,1 Prozent mehr gewesen. US Airways senkte das Angebot um 5,3 Prozent auf fünf Milliarden verfügbare Sitzmeilen. Die Nachfrage sank um 4,7 Prozent auf 3,85 Milliarden verkaufte Passagiermeilen. Dadurch zog die Auslastung der Flugzeuge um 0,4 Prozentpunkte an und betrug 77,6 Prozent.

US Airways hat Flüge vom Hub Charlotte, NC nach Melbourne, FL aufgenommen. Die Airline bedient Floridas "Space Coast" dreimal täglich mit 70-sitzigen Bombardier CRJ700. Damit ist US Airways bereits die zweite Major-Airline in Melbourne, denn auch Delta fliegt hier 43x wöchentlich ab Atlanta.

WestJet Airlines baute ihr Angebot im Februar um 9,3 Prozent aus, während die Nachfrage im zweiten Monat des Jahres um neun Prozent anzog. Die Auslastung gab dadurch um 0,1 Prozentpunkte nach und betrug beim kanadischen Billigflieger 82,5 Prozent.


Boeing hat mittlerweile drei 747-8F in der Testflotte (Foto: Boeing)

MITTEL-/ SÜDAMERIKA

LAN Airlines will erste Langstreckenmaschinen vom Typ Boeing 787 Dreamliner früher einsetzen und verständigte sich mit dem US-Flugzeugbauer über eine Vorverlegung von zehn Lieferslots. Statt 2014 erhält die chilenische Fluggesellschaft nun schon im ersten Halbjahr 2011 die erste Boeing 787. Damit wird LAN Airlines zum Erstbetreiber in der westlichen Hemisphäre. Weltweiter Erstkunde ist die japanische ANA. LAN hat insgesamt 32 Dreamliner geordert. Davon werden 26 direkt bei Boeing gekauft.

Pluna, Nationalcarrier von Uruguay, hat Flüge von Montevideo nach Buenos Aires-Ezeiza (EZE) aufgenommen. Pluna bedient die 230 Kilometer lange Route täglich mit Bombardier CRJ900. Die Airline bedient bereits den Aeroparque Jorge Newbery (AEP), City-Airport von Buenos Aires. Er liegt im Stadtteil Palermo direkt am Ufer des Rio de la Plata.

VivaAerobus hat eine neue Billigflug-Route zwischen Guadelajara und Chihuahua eröffnet. Die mexikanische Lowcost-Airline bedient die neue Verbindung einmal täglich und konkurriert dabei mit AeroMexico (12x wöch.) und Mexicana (13x wöch.). Für VivaAerobus ist dies bereits die zweite Route nach Chihuahua, denn sie bedient die Stadt auch ab der Heimatbasis Monterrey.

VivaAeroBus setzt die Expansion ab Guadalajara fort. Der mexikanische Billigflieger bedient nun auch Ciudad Juarez nahe der US-Grenze. Geflogen wird täglich mit einer Boeing 737-300 in Konkurrenz zu AeroMéxico Connect, die hier sechsmal wöchentlich mit Embraer 145 fliegt.

AUSTRALIEN / PAZIFIK

Qantas hat eine neue Flugverbindung zwischen der Hauptstadt Canberra und Darwin eingerichtet. Die Route wird jeweils montags, mittwochs und freitags mit einer 168-sitzigen Boeing 737-800 bedient. Die Flugzeiten sind laut Qantas so getaktet, dass gute Anschlussmöglichkeiten nach Melbourne bestehen.

QantasLink bietet jetzt Flüge zwischen Adelaide und dem 250 Kilometer entfernten Port Lincoln. Der Regionalflieger bedient die neue Route 23x wöchentlich mit einer 74-sitzigen Bombardier Dash-8Q-400. Port Lincolns einzige andere Flugverbindung führt ebenfalls nach Adelaide und wird von REX Regional Express 60x wöchentlich mit Saab 340 bedient. Adelaide und Port Lincoln sind durch den Spencer-Golf getrennt. Eine Autofahrt ist rund 650 Kilometer lang. Eine Fährverbindung wurde unlängst eingestellt. Das hat QantasLink bewogen, in diesen Markt einzutreten, erklärte Narendra Kumar, QantasLink Executive Manager.

REX Regional Express bedient neu die Minenstadt Mount Isa. Die australische Regionalairline bietet achtmal wöchentlich Nonstopflüge mit Saab 340 ab Townsville. Beide Destinationen im Bundesstaat Queensland wurden auf Initiative der Lokalregierung miteinander verbunden, teilte REX mit. Qantas fliegt ebenfalls auf der Route (9x wöchentlich mit Dash-8Q-300/-400.

Skywest Airlines hat wieder Flüge zwischen Kalgoorlie und Melbourne in ihren Flugplan aufgenommen. Einmal wöchentlich wird eine Fokker 100 eingesetzt. Skywest hatte diese 2.300 Kilometer lange Verbindung zwischen November 2007 und Oktober 2008 bereits bedient. Die Region Kalgoorlie-Boulder profitiert vom anziehenden Tourismus in die Golden Outback Tourism Zone. 1803 brach hier Australiens großer Goldrausch aus.

Virgin Blue konnte in den ersten sechs Monaten ihres Geschäftsjahres einen Gewinn von 55,5 Mio. US-Dollar erwirtschaften. Im Vorjahreszeitraum war ein Verlust von 90 Mio. US-Dollar aufgelaufen. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 1,34 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr rechnet die Geschäftsleitung mit einem Überschuss von 71-88 Mio. US-Dollar. Virgin Blue kündigte bei Vorstellung der Halbjahreszahlen die Bestellung von bis zu 50 neuen Boeing 737NG an. CEO Brett Godfrey sagte, die Zeit dafür sei jetzt günstig. Der australische Billigflieger hat vor allem Interesse an Boeing 737-900ER, die bis zu 215 Passagiere transportieren können.