Airline-News -ÜBERSEE- vom 11. Januar 2007

(Red.schluss 10.1.07, enthält die Premium-Aussendungen seit dem 15.12.06)


NAHOST /GOLFREGION

Air Arabia wetleaste einen A320-200 von der bulgarischen BH Airlines.

Arkia wird zwei Boeing 787-9 erhalten. Die Order sowie Optionen auf zwei weitere Maschinen wurden von der Nakash Group of America plaziert. Die Flugzeuge sollen 2012 übergeben und nach Nordmamerika sowie Fernost eingesetzt werden.

Arkia bzw. deren Mutter Nakash Group of America wird als möglicher Investor für die bankrotte französische Axis Airways gehandelt. Diese hatte je eine 737-300QC und 737-400 betrieben.

Emirates strebt Berichten zufolge die Übernahme der British Airways an. Inzwischen soll ein viertes Angebot hinterlegt worden sein.

Emirates setzt ab dem 1. Juni auf der Strecke Dubai – Hamburg – New York JFK statt der Boeing 777 den A340-500 ein.

Emirates eröffnet am 1. Juli eine neue Verbindung von Dubai nach Venedig. Geflogen wird 5x wöchentlich mit A330-200.

Emirates will Rechte der 5. Freiheit wahrnehmen und plant Routen von Dubai über Los Angeles nach Auckland bzw von Dubai über San Francisco nach Sydney. Zum Einsatz soll der A340-500 kommen.

Emirates erhöht die Bedienung folgender Routen:
Dubai - Beirut: ab 25. März von 13x auf 14x wöch. (A330-200)
Dubai - Kuwait: ab 25. März von 16x auf 18x wöch. (A330-200)
Dubai - Damaskus: ab 1. Mai von 7x auf 9x wöch. (A330/777)

Iran Air Tours mietete zwei A300B4-204 (TC-OBB/C) von der türkischen Onur Air an.

Israir bestellte am 20. Dezember zwei Airbus A320 im Wert von 150 Mio. US$. Sie ist damit die erste israelische Airline, die Airbusse kauft. Außerdem hält man eine Option auf eine dritte Maschine. Die neuen Maschinen sollen 2010 übergeben werden.

Liwa Air (Dubai) plant die Anschaffung von drei Tupolev 204-120C und einem A310-300F.

Mahan Air leaste drei 747-400 und einen A310-300 von Blue Sky Airways

Oman Air plant die Anschaffung von drei Airbus A330.

Qatar Airways orderte bei Boeing zwei 777-Frachter zur Auslieferung 2009. Die Airline hat bereits 20 777 für rund 4,9 Mrd. US$ bestellt.

Royal Jordanian übernahm ihren ersten Embraer 195 JY-EME.

Royal Jordanian wählte die Boeing 787 als neues Rückgrat ihrer künftigen Langstreckenflotte. Royal Jordanian bedient 52 Ziele auf vier Kontinenten und wird 2007 der Oneworld-Allianz beitreten. Bisher führen die längsten Strecken von Amman nach Bangkok sowie in Richtung Westen nach New York, Chicago und Detroit. Zum Juni 2007 kommt Montreal hinzu.

Saudi Arabian wetleaste zwei A321-200 von Onur für die diesjährige Hadj-Saison.

Taban Air nennt sich ein iranischer Startup aus Mashad, wetleaste eine Tu-154M von der russischen Kolavia und eine BAE 146-300 von der bulgarischen Hemus Air.

ASIEN

Aero Asia Intl (Karachi) besorgte sich von der ukrainischen Khors Aircompany eine vierte MD-82 per Wetleasing.

AirAsia verstärkt zum 26. Dezember die Route Kuala Lumpur - Macau und fliegt dann 3x täglich (bisher 2x). Zum Einsatz kommen sowohl A320 als auch Boeing 737.

AirAsia und die ebenfalls malaysische FAX (Fly Asia Express) wollen gemeinsam Langstrecken-Lowcost-Flüge ab Kuala Lumpur etablieren. Bereits zum Juli sollen Boeing 777 oder Airbus A330 in Kuala Lumpur zum wahrscheinlich ersten Ziel London starten. Man legt Wert darauf, dass dies eine Ergänzung zu den bisherigen Flügen der Malaysia Airlines sein soll. Die Maschinen kommen eventuell sogar von MAS. Folgende Routen sollen sich im Planungsstadium befinden:
Kuala Lumpur - Manchester
Kuala Lumpur - Sharjah
Kuala Lumpur - Amritsar (Indien)
Kuala Lumpur - Hangzhou (nahe Shanghai)
Kuala Lumpur - Tianjin (nahe Peking)

Die malaysische Zeitung "The Star" berichtetete, dass easyJet und Virgin Atlantic in die Planungen einbezogen seien und sogar im Joint Venture beteiligt seien. Dies wurde von den Europäern einen Tag später dementiert.

AirAsia gab am 5. Januar bekannt, dass man die A320-Flotte auf 200 Einheiten verdoppeln will. Die im Dezember 2001 gegründete Billigairline hatte ursprünglich Festbestellungen auf 100 Maschinen sowie Optionen auf 30 weitere getätigt. Die 70 weiteren Maschinen haben einen Listenwert von 4,55 Mrd. US$. AirAsia hat derzeit einen Marktwert von 1,1 Mrd. US$. Laut CEO Tony Fernandes will man in fünf Jahren die größte asiatische Airline sein. An FAX, die bald Langstrecke fliegt, hält man zudem 50 % Anteile.

Air Astana baut die Route Almaty - London LHR zum 25. Januar von 2x auf 3x wöchentlich aus. Geflogen wird mit 757-200. Außerdem nahm die kasachische Airline einen neuen A320-200 (P4-UAS) in Empfang und will von ILFC zwei ehemalige KLM 767-300ER anmieten.

Air China eröffnet im Juni die Route Peking - St Petersburg und bedient diese 4x wöchentlich mit Boeing 777.

Air China baut Peking - San Francisco zum 1. April aus und fliegt dann 7x wöchentlich (bisher 5x) mit 747-400.

Air Deccan, SpiceJet und GoAir wollen ins Frachtgeschäft einsteigen, um ihre Finanzsituation zu verbessern. Im ersten Jahr sollen mindestens 10 % der Einnahmen aus dem Frachtsektor stammen. GoAir nahm erst kürzlich solche Dienste auf, Air Deccan plant dies zum Februar 2007 und auch SpiceJet will in der zweiten Jahreshälfte 2007 dazustoßen. Deccan Aviation wies in den ersten 15 Monaten des betriebs bis Juni 2006 einen Verlust von 76 Mio. US$ aus; bei SpiceJet waren es 2005/6 9,3 Mio. US$.
Bisher bieten nur die Vollservice-Airlines Jet Airways und Indian sowie die Frachtairline Blue Dart die Mitnahme von Frachtgütern. Ein Problem ergibt sich auch aus der mangelh
aften Infrastruktur der indischen Flughäfen. Turn-around-Zeiten von 25 min, wie sie Billigflieger anstreben, sind kaum möglich. Oft werden es 45 min. Die zusätzliche Standzeit will man nun zum Be- und Entladen von Fracht in den Unterflurräumen nutzen. Außerdem haben die Billigflieger ein sehr weit gefächertes Inlandsnetz erschlossen und bedienen auch Nischenmärkte.

AirGloria nennt sich eine neue Frachtairline mit Sitz in Jerewan. Die Dienste sollen mit einer Antonov 26 anlaufen, die zuvor bei der moldawischen Pecotox Air flog.

Alliance Air, regionaler Arm der Indian, sucht derzeit Dry-Leasingmöglichkeiten für sechs Jets im 70-Sitze-Segment sowie die dazugehörigen 20 Piloten und 20 Ingenieure. Die Maschinen sollen ab April für 3-7 Jahre eingesetzt werden. Mutter und Tochter haben derzeit keine Regionaljets in der Flotte. Im gesuchten Segment sind Bombardier mit CRJ-700 und Embraer mit E-170 vertreten.

Armavia nahm wöchentliche Flüge mit A319 zwischen Jerewan und Minsk Intl 2 auf.

Asiana gab am 4. Januar bekannt, dass man zwei Boeing 777-200ER und einen A330-300 erwerben wird, um dem steigenden Passagieraufkommen gerecht zu werden. Fünf weitere Maschinen sollen angemietet werden. Für zwei A321-200 und einen A320 wurde dies schon vereinbart. Bei den anderen soll es sich auch um Airbusse handeln.

AZAL Azerbaijan Airlines prüft derzeit, ob man einige ATR-Maschinen anmietet, um die gegroundeten Antonov 140 zu ersetzen.

BAL - Bashkirian Airlines konnte den Betriebt mit zwei Tu-154M wieder aufnehmen.

Bangkok Airways fliegt ab 1. März 3x wöchentlich zwischen Bangkok und Ho-Chi-Minh-City. Zum Einsatz kommt ein Mix aus A320 und Boeing 717.

China Airlines Cargo nahm am 6. Dezember Frachtflüge zwischen Taipeh und Stockholm auf. Auf dem Hinweg legt die eingesetzte 747-400F Zwischenstopps in Abu Dhabi und Luxemburg und auf dem Rückflug in Abu Dhabi und Bangkok ein. Geflogen wird 2x wöchentlich.

China Cargo Airlines wetleaste von der türkischen Kuzu Airlines zwei A300B4-200-Frachter.

China Eastern Airlines versucht, Singapore Airlines als strategischen Investor zu gewinnen.

China Southern Airlines nahm am Neujahrstag die erste Verbindung zwischen China und Afrika auf. Die neue Route Peking - Dubai - Lagos wird 3x wöchentlich bedient. Der eingesetzte Airbus A330 hebt Mo,Mi,Sa in Peking ab und tritt jeweils einen Tag später die Heimreise ab Lagos an. Ankunft ist hier dann wieder Mo,Mi,Fr.

Destination Air Shuttle will zum 1. Februar 2007 in Thailand an den Start schwimmen - man setzt als erste Airline des Landes Amphibienflugzeuge des Typs Cessna 208 und 206 von Phuket in die Andaman-See ein. Angeflogen werden: Phi Phi Island, Krabi und Koh Lanta. In Planung sind außerdem Similans, Koh Racha, und Khao Lak. Auf diese Weise schrumpfen die halbtägigen Überland-Trips auf 13-30 min. Die eingesetzten Flugzeuge landen dabei direkt am Strand der Ferienhotels.
Destination Air Shuttle gehört zur Destination Air Co. Ltd. Als CEO wurde Capt. Nihit Kesangan eingesetzt. Die Website lautet
www.destinationair.com.

FlyAsianXpress (FAX) erhielt am 4. Januar die Genehmigung von der malaysischen Regierung, einen Billig-Langstreckenflieger unter dem Namen AirAsia X auf die Beine zu stellen. Gesucht werden nun 20 Maschinen der Kategorie Airbus A330-300 (400 Sitze inkl. 14-21 Super-Economy) oder Boeing 777-300. Perfekt wäre allerdings der A350XWB als A330-Ersatz, so Fernandes. Schon im ersten Betriebsjahr will AirAsia X 500.000 Passagiere befördern. Verpflegung und Getränke sind aufpreispflichtig.
FAX war bisher eine Inlandsairline, die von den Mehrheitseignern des Billigfliegers AirAsia kontrolliert wird. AirAsia-Chef und Mitgründer Tony Fernandes hält 50 %, während Kamarudin Meranun, ein weiterer AirAsia-Mitgründer und heute AirAsia-Vorstand 30 % hält. Die restlichen 20 % an FAX sind im Besitz von Raja Mohd Azmi. Er war bei AirAsia Chief Financial Officer und ist Vorstand der FAX. FAX darf nun Billigflüge zwischen Asien, Australien und Europa aufnehmen. Allianzgerüchte mit easyJet und Virgin Atlantic wurden von den jeweiligen Airlines zurückgewiesen. Erste Routen sollen von Kuala Lumpur nach Tianjin und Hangzhou sowie nach Großbritannien führen. AirAsia X hat hier von der malaysischen regierung Verkehrsrechte für Flüge nach Birmingham und Manchester erhalten - um London bemüht man sich noch.

Go Air (Mumbai) mietete für die Wintersaison drei A320-200 von Iberworld Airlines an.

Great Wall Airlines erhielt einen neuen Eigner, damit die gegroundete Airline nicht mehr von den US-Sanktionen betroffen ist. Die Great Wall Industries transferierte ihren 51-prozentigen Anteil an die Beijing Aerospace Satellite Applications. Die US-Regierung warf im August 2006 der chinesischen Firma vor, an der Verbreitung von Waffentechnologie beteiligt zu sein (Proliferation). U.a. soll man Raketen an den Iran geliefert haben. Der neue Eigner soll in keiner Beziehung zu Great Wall Industries stehen. Trotzdem will die Airline den Namen beibehalten und so rasch wie möglich von Shanghai aus wieder nach Amsterdam und Seoul fliegen. Indien und Singapur sollen dann bald folgen. Zum Einsatz kommen zwei 747-400-Frachter, die man von SIA geleast hatte.

Hainan Airlines plant den Verkauf von vier 737-800 an die Leasingtochter Changjiang Leasing Company für 220 Mio. US$ und die sofortige Rückmietung für 630.000-770.000 pro Maschine pro Jahr für einen Zeitraum von sechs Jahren. Eine Maschine wird 2008 übergeben, drei weitere in 2009. Mit den Einnahmen will man Schulden abbauen. Aus dem gleichen Grund sollen auch die fünf Dornier 328 samt der 230 Crewmitglieder an eine Tochter ausgliedern. Hier erhält man pro Dornier monatlich 156.000 US$ sowie 19,2 Mio für die Besatzungen. Die Genehmigung des Vorstands steht noch aus - er trifft sich am 29. Dezember.
Hainan Airlines hatte erst im Juni Anteile verkauft und nahm 700 Mio. US$ ein. Mit den Einnahmen soll die Flotte ausgebaut werden, um gegen die Konkurrenten Air China und China Southern bestehen zu können. Gleichzeitig fiel die Kontrolle an Grand China Airlines, eine Firma der Provinzregierung. Finanzier George Soros ist somit nicht mehr größter Teilhaber.

Jet Airways gab am 2. Januar den Erwerb von 10 Boeing 787-8 zum Ausbau der internationalen Dienste bekannt. Die Dreamliner sollen zwischen Juli 2011 und Dezember 2012 übergeben werden. Die Order wurde bereits Ende 2006 in die Wege geleitet. Der Auftrag hat laut Liste einen Wert um die 1,55 Mrd. US$. Jet Airways ist hauptsächlich im südasiatischen Raum vertreten, unterhält aber auch eine Route nach Großbritannien. Im August soll New York als neues Ziel hinzukommen. Weitere Ziele in China, dem Mittleren Osten sowie Europa sollen bald folgen. Bereits zum März 2009 soll die Hälfte der Einnahmen aus dem internationalen Fluggeschäft kommen.

Kam Air (Kabul) wetleaste eine 737-800 von der türkischen Pegasus Airlines.

Korean Air orderte am 29. Dezember bei Boeing 25 Flugzeuge zum Listenpreis von rund 5,8 Mrd. US$. Die Bestellung umfasst 10 777-300ER, 5 747-8-Frachter, 5 777-Frachter und 5 737NG. Hinzu kommen Optionen auf acht weitere Flugzeuge (4 777-300ER, 2 747-8F, 2 737-900ER). Die 777-300ER werden einige 747-400 ersetzen, die Korean Air zu Frachtern (747-400BCF) umrüsten lässt. Die 777- und 747-8-Frachter sollen die Expansion vorantreiben. Die 737 sind zur Kapazitätssteigerung auf Inlands- und Regionalrouten gedacht.

Korean Air Cargo fliegt ab 25. Januar mit 747-400F 2x wöchentlich das Routing Seoul - Anchorage - Atlanta - Houston - Seoul.

Philippine Airlines bestellte zwei 777-300ER zur Ablieferung in 2009 und 2010. Zusätzlich zeichnete man Optionen auf zwei weitere Maschinen für 2011 und 2012. Außerdem unterschrieb PAL beim Leasingspezialisten GECAS eine Absichtserklärung zur Anmietung von zwei weiteren 777-300ER.

PIA Pakistan übernahm am 22. Dezember die erste von drei bestellten Boeing 777-300ER. PIA betreibt damit als einer der ersten Airlines drei Varianten der 777: die 777-200LR, 777-200ER und nun 777-300ER.

PIA - Pakistan mietete für die Hadj einen A310-300 von der türkischen Saga Airlines und zwei Lockheed TriStar 500 von portugiesischen LuzAir an.

Royal Khmer Airlines verdoppelte durch Indienststellung einer 22 Jahre alten 737-200 (ex Delta) ihre Flotte.

Royal Nepal Airlines sucht derzeit für ihre Europarouten einen Widebody sowie eine mittelgroße Maschine für die Regionalrouten. Die Airline des Himalaya-Staates betreibt derzeit zwei 757-200.

Sriwijaya Air nahm Flüge von Manado nach Davao auf. Geflogen wird 2x wöchentlich (Mo,Do) mit 737-200.

Sichuan Airlines orderte drei neue Airbus A319-100.

Shenzhen Airlines vereinbarte mit der Mesa Air Group die Gründung einer chinesischen Regionalairline. Innerhalb von 12 Monaten soll die Airline den Betrieb mit 50-sitzigen Regionaljets im Inland aufnehmen. Anvisiert werden Routen zwischen Shenzhen, Peking, Nanking und Zhengzhou.

Silkair bestellte im Kielwasser der Singapore Airlines, Mutterkonzern der SilkAir, elf weitere Airbus A320 und zeichnete Optionen auf neun weitere Optionen. Mit den neuen Maschinen sollen die Wachstumsanforderungen bis 2012 erfüllt werden. SilkAir betreibt derzeit fünf A319 und acht A320 und erhält noch zwei A320 aus einem Auftrag von 2002.

Singapore Airlines bestellte am 20. Dezember neun weitere Airbus A380 und nahm Optionen auf sechs weitere Superjumbos. Der Auftrag war bereits im Juli angekündigt worden. SIA hielt noch vom Ursprungsauftrag über 10 Maschinen entsprechende Optionen und somit auch Lieferslots.

Singapore Airlines erhielt am 15. Dezember von Boeing die 600. fertiggestellte 777. Nach 11 Jahren Produktion ist damit ein neuer Meilenstein erreicht.

Spring Airlines muss Strafe wegen Dumpings bezahlen
Spring Airlines erhielt eine Zahlungsaufforderung über 20.000 US$, da die Billigairline 400 Tickets zur Routeneröffnung Shanghai - Jinan für 1 Yuan (umgerechnet 0,13 US$) verkauft hat. Laut eines Gesetzes von 2004 darf solch ein Ticket maximal 45 % unter dem von der Regierung festgelegten Preis liegen. Der normale Tarif beträgt 760 Yuan (97 US$) plus Steueren und Kerosinzuschlag.

Spring Airlines will über eine noch zu nennende Leasingfirma zwei A320-200 in die Flotte integrieren.

Spring Airlines sucht Geldgeber, um die weitere Expansion finanzieren zu können. Die 17 Monate alte private Billigairline erhielt von der chinesischen Regierung die Genehmigung, 10 Airbus A320 zu kaufen. Nun will man umgerechnet 384 Mio. US$ durch Anteilsverkäufe und evtl. einen Börsengang 2009 auftreiben. Mehr als 20 % sollen an einen oder mehrere Investoren gehen. Gespräche mit der Citigroup sind nach eigenen Angaben bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Tatarstan Air prüft eine Bestellung über bis zu sechs Bombardier CRJ-900.

Tiger Airways (Singapur) will das eigene Geschäftsmodell per Franchiselizenzen ausbauen. Airlines aus Schwellenländern könnten so als Franchisenehmer vom etablierten Markennamen und den Organisationskonzepten profitieren. Für die Gesamtorganisation würde eine Dachgesellschaft aufgestellt werden. Die erste Lizenz soll bereits 2006 an eine philippinische Airline vergeben worden sein. Die im Dezember 2003 gegründete Tiger Airways gehört zu 49 % der Singapore Airlines. Weitere Eigner sind mit 16 % Irlandia Investments (Beteiligungsgesellschaft des Ryanair-Gründers Tony Ryan) und mit 24 % Indigo Partners mit David Bonderman (Gründer der Texas Pacific Group).

Vietnam Airlines könnte in naher Zukunft privatisiert werden. Die kommunistische Regierung will laut Ankündigung vom 2. Januar in den nächsten drei Jahren gut 50 Staatsbetriebe teils oder vollständig privatisieren. Der Staat will aber die Mehrheitskontrolle behalten. Vietnam Airlines trat erst im Dezember der IATA bei.

Viva Macau erhielt in der 48. Kalenderwoche ihre Betriebserlaubnis (AOC) und will nun zum 16. Dezember an den Start rollen. Die Flotte besteht aus je einer 767-200ER und 767-300. Sie sollen drei Routen ab Macau abfliegen:
Djakarta: ab 18.12.06, 3x wöch. (Mo,Mi,Fr), 767-300
Male: ab 21.12., 2x wöch. (Do,So), 767-300
Phuket: ab 16.12., 4x wöch. (Di,Do,Sa,So), 767-200ER

 

KANADA/ USA

Air Canada fliegt ab 4. Mai 1x täglich zwischen Toronto und Deer Lake. Zum 15. Juni folgt, ebenfalls 1x täglich, Halifax - Edmonton. Zum Einsatz kommt auf beiden Routen ein A319.

Air Canada jazz fliegt ab 1. April 1x täglich die Verbindung Halifax - New York LGA mit CRJ-200.

AirTran plant Übernahme der Midwest Air Group
AirTran Airways’ Mutterkonzern plant die Übernahme der Midwest Air Group, die die Midwest Airlines und Midwest Express kontrolliert. Der Wert beläuft sich auf rund 290 Mio. US$ und soll in bar und AirTran-Aktien bezahlt werden.

Alaska Airlines fliegt ab 9. September täglich nonstop von Portland Intl nach Boston und Orlando. Es ist die erste Transkontinental-Nonstoproute der Alaska Airlines. Eingesetzt wird eine 737-700 (112 Standard + 12 First Class).

Allegiant Air stellt ihre Flüge ab Newburgh Stewart Intl. nach dem 11. Januar ein. Bislang fliegt man 4x wöch. nach Orlando Sanford und wollte zum Januar St Petersburg bedienen.

Allegiant Air fliegt ab 16. Februar nonstop von St Petersburg nach Fort Wayne. 2x wöchentlich (Mo,Fr) kommt eine MD-80 zum Einsatz. Zum gleichen Datum läuft auch Orlando Sanford - Fort Wayne an. Hier wird nur am Wochenende geflogen.

American Airlines fliegt ab 10. April Austin - Seattle nonstop. Zum Einsatz kommt 1x täglich die MD-80.

American Airlines, Continental Airlines, Northwest Airlines und United Airlines beantragten je eine neue Route zwischen den USA und China und werden dabei von einflussreichen Gruppierungen aus den Reihen der Reiseveranstalter unterstützt. Das US-Transportministerium muss nun darüber entscheiden. Auch hinsichtlich der United-Continental-Gespräche und der damit verbundenen Routenrechte muss gesprochen werden. Jede einzelne US-Airline will zum März von einer unterschiedlichen Stadt ins Land der Mitte aufbrechen.

American Airlines’ Mutterkonzern AMR hat mit der isländischen FL Group einen neuen Großaktionär. FL hatte über einen längeren Zeitraum Anteile für 400 Mio. US$ aufgekauft und verfügt nun über 5,98 % an AMR. Größere Pakete besitzen nur noch Tontine Associates (7,85 %) und PRIMECAP Management (7,72 %). FL Group hält zudem 23 % an Finnair und ist auch an easyJet beteiligt.

American Airlines beantragte beim US-Transportministerium Codeshareflüge mit Royal Jordanian, die zum 25. März anlaufen sollen. Die Jordanier würden dann ihren RJ-Code auf 15 AA-Routen ab New York JFK und Chicago ORD setzen. Im Gegenzüge würde American ihren AA-Code auf die RJ-Flüge von Chicago, New York, London, Paris und Frankfurt nach Amman sowie für die Routen von Amman nach Aqaba und Dubai setzen. Royal Jordanian tritt 2007 der Oneworld-Allianz bei.

American Airlines setzt ab 10. April mehr und größere Flugzeuge ab Lambert St. Louis Intl Airport nach San Antonio, Austin, Boston und Raleigh-Durham, N.C ein. Derzeit verkehren dort 44- bis 50-Sitzer der American-Zubringer. Ab 10. April sollen vermehrt 80-Sitzer der Stammairline zum Einsatz kommen.

American Eagle legt zum 10. April 2007 neue Nonstopdienste von Chicago ORD nach Birmingham und Mobile - beide in Alabama - auf. Zwischen Chicago und Birmingham wird es pro Tag zwei Flüge mit Embaer ERJ-145 geben; zwischen Chicago und Mobile einen Flug pro Tag mit ERJ-140.

American Eagle eröffnet zum 2. März 2007 Nonstopdienste zwischen Miami Intl. und Cozumel Intl. Geflogen wird 1x täglich mit der 64-sitzigen ATR-72. Cozumel wird American Eagles 8. Ziel in Mexiko.

ATA will sieben DC-10 von NWA Northwest kaufen, womit letztere nur noch eine Maschine dieses Typs in der Flotte hätte. Der 14. Dezember wurde für eine Verhandlung angesetzt.

Boeing taufte am 6. Dezember den neuen Spezialtransporter 747-400LCF (Large Cargo Freighter) für den Transport der der 787 Dreamliner-Bauteile auf den Namen "Dream Lifter" und führte eine eigenständige Bemalung ein. Derzeit wird bei Evergreen in Taiwan die zweite 747LCF fertiggestellt. Lästermäuler gaben dem eigentümlichen Flugzeug bereits den Namen "Flying Hotdog".

Continental Airlines wandelte 12 Bestellungen über Boeing 737NG in die neue Version 737-900ER um. Bestellt sind damit 24 737-900ER. Insgesamt hat man 60 737 im Auftragsbuch bei Boeing zu stehen.

Continental Airlines startete am 18. Dezember einen Hubschrauber-Shuttle zwischen Downton Manhattan und ihrem Newark-Hub. Die Flüge werden von US Helicopters mit vier Sikorsky-Hubschraubern durchgeführt. Damit ist eine neue Runde im Kampf um First- und Business-Class-Passagiere eingeläutet. Ein Ticket kostet 159 US$ plus Steuern und ist damit einerseits für Ferienreisende zu teuer andererseits aber eine Kampfansage an den Limousinenservice. Denn eine Autofahrt dauert gut eine Stunde - der Flug aber nur 20 min. Das Gepäck wird bereits am Heliport aufgegeben und auch der Secrity-Check dort erledigt. Die drei Jahre alte US Helicopter betreibt bereits einen Shuttle zwischen Manhattan und New York JFK.

Delta Air Lines konnte bei Boeing fünf Festbestellungen über 777-200ER in die Langstreckenvariante 777-200LR verwandeln. Schon früher hatte man zwei Bestellungen in diese Variante umgewandelt. Zusätzlich orderte der Carrier aus Atlanta 10 737-700 und verkauft 38 der neu eintreffenden 737-800 an Leasinggesellschaften (15 an Aviation Capital Group, 23 an Babcock & Brown Aviation Finance).

Delta Air Lines wies am 19. Dezember das Übernahmeangebot der US Airways zurück. Man wolle aus eigener Kraft den bisherigen Konsolidierungskurs fortsetzen und Chapter 11 verlassen. US Airways wollte die Airline für rund 8,4 Mrd. US$ übernehmen. Die Wall Street schätzte den Carrier aber erst jüngst auf 10-12 Mrd. US$; vor ein paar Wochen war sogar noch von 12-14 Mrd US$ die Rede.

Delta setzt ab Mitte März auf der täglich bedienten Atlanta-München-Route statt der 767-300 die größere 767-400 ein.

Delta Air Lines, unter Insolvenzschutz stehend, beantragte eine Genehmigung, um 30 Bombardier-CRJ-900-Jets bestellen zu können (+ 30 Optionen). Diese sind laut Liste 1,06 Mrd. US$ wert. Die Auslieferungen sollen zwischen September 2007 und Februar 2010 stattfinden. Die Optionen betreffen den Zeitraum Januar 2008 bis März 2009. Stationiert werden sie in Atlanta, Cincinnati, Salt Lake City und New York, um neue Routen zu erschließen, die bisher nicht profitabel bedient werden können.
Zum Frühjahr will Delta den Insolvenzschutz als eigenständige Airline verlassen, nachdem man ein Übernahmeangebot der US Airways in Höhe von 8,6 Mrd. US$ zurückwies.

Guggenheim Aviation Partners, eine Investmentfirma, bestellte im Auftrag eines ihrer Fonds drei Boeing 777-Frachter mit Option auf eine weitere Maschine. Der Auftrag hat einen Wert von 708 Mio. US$. Die Lieferungen sollen 2009 anlaufen.

Hawaiian setzt die täglichen Nonstop-Flüge zwischen San Diego und Maui vom 9. Januar bis 15. März aus. Die Mutter Hawaiian Holdings, Inc. Gab dies aufgrund von Flugzeugmangel bekannt.

Icon nennt sich der neueste Bussiness-Class-Only-Flieger, der mit Boeing 757 und 767 Dienste zwischen New York JFK und Paris CDG sowie London LGW anbieten will. 2007 sollen auch Flüge von Miami nach New York, Toronto und Mexico-City folgen. An Bord soll den Business-Fliegern einiges geboten werden: First Class-Sitze, die sich in Betten mit absoluter Liegeposition verwandeln lassen, First-Class-Menüs, erstklassige Weine und Liköre, Internet an jedem Sitz, Fax-, Drucker- und Kopiermöglichkeiten, Laptop-Anschlüsse, Satelliten-TV, Entertainment-System usw. Mit gut 100 Sitzen verfügen die Maschinen allerdings über doppelt soviele Sitze wie die 757s der Eos.

Island Air muss ihren Flugbetrieb aufgrund verschärften Wettbewerbs zusammenstreichen. Zwei der acht Dash-8 sollen aus dem Flugbetrieb ausscheiden und künftig als Ersatzteilspender dienen. Dadurch reduziert sich die Anzahl der täglichen Flüge von 103 auf 75. Die folgenden Routen ab Kapalua und Lihue fallen dem Rotstift zum Opfer:
Kapalua: Kahului, Kona, Lihue
Lihue: Honolulu, Kapalua,Kona.

JetBlue zog die Ablieferung bestellter Embraer 190 vor. Diese sollten ursprünglich bis 2014 übergeben werden, sind nun aber bis 2011 bereits in der Flotte. 2006 übernimmt man 26 E-190 (statt 23), 2007 bis 2010 kommen pro Jahr 18 hinzu (statt 10) und 2011 werden die letzten drei übergeben.

JetBlue erhöht zum 1. März die Flugfrequenz zwischen New York und Cancun von 1x auf 2x täglich. Ab 2. März wird auch die Bedienung der Route Boston - Cancun von 1x auf 3x wöchentlich erhöht. Geflogen wird jeweils mit A320.

JetBlue Airways nahm am 4. Januar Flüge von New York JFK nach Chicago auf. Es ist Jetblues 50. Ziel. Die Route wird 5x täglich bedient. Auch die Verbindung nach Long Beach lief an und wird 2x täglich bedient.

Midwest Airlines bedient ab 4. März die Route Milwaukee- Duluth. Zum Einsatz kommt 13x pro Woche die Dornier 328.

Northwest Airlines, unter Gläubigerschutz fliegend, strebt die Übernahme der Mesaba Airlines an. Die Regionalairline nimmt Zubringerdienste für Northwest wahr. Northwest schlug ein Co-Sponsoring von Mesabas Reorganisationsplan vor, wodurch Northwest die Mesaba übernehmen würde - ohne dass Geld fließt. Mesaba ist eine Tochter der Mair Holding und musste sich wegen des Bankrotts der Northwest im Oktober 2005 selbst unter Gläubigerschutz nach Kapitel 11 stellen.

Northwest Airlines konnte den Aufkauf der Mesaba Airlines am 5. Januar nach eigenen Angaben erfolgreich abschließen. Sowohl Northwest als auch Mesaba fliegen derzeit unter Insolvenzschutz. Beide Airlines brauchen aber noch die Genehmigung des Konkursrichters. Auch MAIR Holdings, Mutterfirma der Mesaba, hat sich noch nicht geäußert. Die Gläubiger der Mesaba beantragten derweil die Aufhebung der Exklusivperiode, in der nur Mesaba einen Reorganisationsplan aufstellen darf. Dies könnte den Weg für Northwests Pläne ebnen. Würde es zur Übernahme kommen, gehen 145 Mio. US$ an den Konkursverwalter, dessen Hauptgläubiger MAIR ist.

SkyWest Airlines wird künftig bis zu 25 Regionaljet für Midwest Airlines betreiben. Bereits zum April sollen 15 CRJ-200 aus der SkyWest-Flotte für Midwest fliegen. Bisher flog man Zubringerdienste für United und Delta.

United Airlines und Continental Airlines prüfen Medienberichten zufolge eine Fusion. Seit Monaten werden schon Gespräche geführt, doch durch den Vorstoß der US Airways, die die größere Delta Air Lines übernehmen will, beschleunigen sich nun die Dinge.

UPS - letzter A380F-Kunde
UPS ist derzeit Airbus’ einziger Kunde für die Frachtvariante des A380. Zu Spitzenzeiten wares noch Emirates (2), Fedex (10) und ILFC (5) dabei. Bisher hat sich der Expressdienst noch nicht definitiv zu seinen zehn bestellten Maschinen geäußert. Quellen zufolge prüft man auch noch die Boeing 747-8F und die 777F. Letztere wurde erst kürzlich von Fedex statt dem A380F gewählt. UPS hat das Recht den A380 abzubestellen.

UPS und Fedex werden immer wieder ins Spiel gebracht, die niederländische TNT zu übernehmen, um eine größere Präsenz in Europa zu bekommen. TNT hatte ihre Logistiksparte erst im November an den Private-Equity-Fond Apollo für rund 1,5 Mrd. EUR verkauft.

US Airways hat erneut eine Maschine in den Farben der Arizona Cardinals in der Flotte. War es früher eine Boeing 757 (N908AW), die inzwischen die neue US Airways-Lackierung erhalten hat, so ist es diesmal ein Airbus A319 (N837AW).

US Airways eröffnet neue Transatlantikrouten:
Philadelphia - Athen: ab 25. Mai, 1x tägl. (767-200)
Philadelphia - Zürich: ab 1. Juni, 1x täglich (767-200)
Philadelphia - Brüssel: ab 8. Juni, 1x täglich (757-200)

Virgin America erhielt erwartungsgemäß keine US-Lizenz, da die Eignerstruktur nicht den US-Wettbewerbsregeln entspricht. 75 % der stimmberechtigtenANteile müssen in US-amerikanischen Händen liegen. Insbesondere Continental Airlines hatte sich hierfür stark gemacht und darauf hingewiesen, dass die britische Virgin Group und ihr Chef Richard Branson letztendlich die US-Airline kontrollieren. Die US-Rechte sehen eine Fremdbeteiligung von maximal 25 % vor. Dies wurde auch maximal ausgeschöpft sowie der Airline das Virgin-Brand überlassen und die Finanzierung sichergestellt. 177,3 Mio. US$ standen zum Start bereit. Das Kapital kam hauptsächlich von VIA Partners, einer Investmentgruppe, die von den Private Equity-Firmen Black Canyon Capital und Cyrus Capital Partners gegründet wurde. 33 Airbusse wurden bestellt. Mit zunächst 2-4 Maschinen sollte der Betrieb zwischen San Francisco und New York anlaufen. Virgin America will zum 10. Januar einen Einspruch formulieren.

KARIBIK / LATEINAMERIKA

Air Caraibes unterzeichnete am 18. Dezember bei Embraer eine Bestellung über einen E-190, der Ende 2007 übergeben werden soll. Die Airline betreibt bereits zwei ERJ-145 und erhielt erst kürzlich eine E-175 per Leasing. Die Maschine wird für 100 Passagiere ausgelegt. Außerdem nahm die Airline eine ATR72-200 F-OIJK in Empfang.

Aserca Airlines stellte an der DC-9-30 YV244T eine neue Bemalung vor.

Copa erhielt am 4. Dezember den 200. E-Jet (hier eine E-190), der bei Embraer fertiggestellt wurde. Copa war zugleich Launch Customer für die E-190 in Lateinamerika. Die Maschine besitzt ein 2-Klassen-Layout und kann 94 Passagiere befördern.

Insel Air (Curacao) übernahm mit einer MD-82 (PJ-MDA) ihren ersten Jet. Die Flotte bestand bisher aus einer EMB-110 Bandeirante.

Pluna (Uruguay) soll nach nach Willen der Regierung zu großen Teilen verkauft werden. Interessiert ist Leadgate Investment, ein internationales Konsortium aus argentinischen, deutschen, us-amerikanischen und einheimischen Investoren. Die Investoren sollen der strauchelnden Airline 177 Mio. US$ gegen einen Anteil von 49 % zugesagt haben (15 Mio. cash, 10 als Kredit und 152 Mio. für neue Flugzeuge). Da die Regierung nur 90 % kontrolliert, würde das eine Aufgabe der Kontrollmehrheit bedeuten. Laut einer internen Quelle sollen die derzeit 6 Flugzeuge (1 ATR42, 2 737-200, 1 737-300, 1 757-200, 1 767-300ER) gegen 20 neue ausgetauscht werden. Davon sollen 15 Maschinen für den Regionalmarkt sein und fünf den internationalen Ruf der Pluna wieder herstellen.

Satena erhielt am 7. Dezember ihren ersten Embraer 170. Die Maschine kann in einer 1-Klassen-Konfiguration 76 Passagiere befördern. Der kommerzielle Arm der kolumbianischen Luftstreitkräfte betreibt bereits fünf ERJ-145 und erhält eine weitere E-170 Anfang 2007. Mit dem neuen Jet sollen bestehende Routen aufgewertet aber auch neue Regionalziele in Panama, Ekuador, Venezuela und anderen Ländern erschlossen werden.

TAM erhielt ihren 15. und 16. Airbus aus der A320-Familie. Die Gesamtflotte besteht nun aus 96 Maschinen (14 A319, 51 A320, und 10 A330). Die neuen Maschinen stammen aus einer Order über 58 Airbusse (15 A319, 37 A320, 6 A330), die bis 2010 abgeliefert werden. Zudem hält TAM 20 Optionen auf weitere Flugzeuge. Insgesamt will TAM bis Ende 2010 132 Airbusse in der Flotte haben. Doch erstmals kaufte TAM auch bei Boeing ein und vereinbarte die Lieferung von vier 777-300ER und nahm Optionen auf vier weitere Maschinen.

Varig nahm am 18. Dezember die Route Sao Paulo - Florianapolis und Recife - Fernando de Noronha auf

Varig will ihre derzeitige Flotte, bestehend aus 15 Flugzeugen, um 16 weitere Jets aufstocken. Entsprechende Genehmigungen wurden beantragt.

Varig bzw. die jetzige VRG scheidet zum 31. Januar aus der Star Alliance, da die Airline nach der Umstrukturierung nicht mehr die Bedingungen der Mitgliedschaft erfüllt. Star wird vermehrt Brasilien anfliegen, um die Ausfälle so gering wie möglich zu halten. Sollte sich die jetzige Varig, die formal nun VRG heisst, schnell wieder zu einem echten Netzwerkcarrier emporschwingen, wäre ein erneuter Beitritt möglich.

AFRIKA

Air Zimbabwe ändert das Routing ihrer Harare-London-Strecke. Da man mit Air Malawi und Zambian Skyways ein Codesharing vereinbart hatte, wird nun seit der 2. Dezemberwoche ein Zwischenstopp in Lilongwe (1x wöch.) und Lusaka (2x wöch.) eingelegt.

Afriqiyah Airlines wetleaste einen zweiten A320-200 von Adria Airways

ATTR (Air Transport et Transit Regional) nennt sich eine neue Airline aus Madagaskar. Als erste private Fluggesellschaft nahm diese am 23. Dezember den Betrieb ab Antananarivo auf. Mit einer Saab 340B werden 12 Städte in sechs Provinzen, so z.B. Antalaha, Mahajanga, Nosy-Be, Toamasina, Taolagnaro und Toliara. Ende Januar kommt eine zweite Maschine hinzu und es werden dann auch Mananjary, Farafangana, Manakara und Morondava sowie Réunion und Maurice angesteuert. Die Flugzeuge werden von der südafrikanischen Norse Air per ACMI-Leasing gestellt. Dort wird auch die Wartung erledigt. Eigene Techniker werden derzeit dort geschult.

Eritrean Airlines wetleaste einen A320-200 von der türkischen AtlasJet Intl.

Ethiopian Airlines orderte bei Boeing fünf weitere 787 und zeichnete Optionen auf weitere fünf Dreamliner. Laut Liste hat der Auftrag einen Wert von 740 Mio. US$.

Ethiopian Airlines mietete von ILFC eine 767-300ER über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Maschine wurde am 8. Dezember übergeben.

Gabon Airlines ging mit drei ehemaligen United-767 an Start.

Grand Comores nennt sich eine Neugründung auf den Komoren, die anscheinend nur für die anstehenden Hadj-Pilgerflüge ins Leben gerufen wurde. Erstes und bisher einziges Flugzeug ist eine knapp 30 Jahre alte Boeing 747-200 J2-KCB (msn 21352).Die Maschine stand zuvor bei der libyschen Buraq im Dienst und wurde über J.Taylor Investment Inc. angemietet.

HeavyLift Cargo Airlines (Sierra Leone) reaktivierte nach langer Standzeit eine Canadair CL-44-0. Die Maschine (RP-C8023, msn 16) erhält den neuen Kenner 9L-LFJ. Außerdem sind noch zwei Fract-727 in der Flotte der vom EU-Blacklist-Bann betroffenen Frachtairline zu finden.

Kenya Airways unterschrieb am 15. Dezember eine Bestellung über drei weitere Boeing 787-8 Dreamliner. Bestellt sind nun insgesamt neun Maschinen. Außerdem hält die Airline Optionen auf vier weitere 787. Die erste wird im Oktober 2010 übergeben.

Kenya Airways wählte die Embraer 170 als neues Flottenmuster. Drei Maschinen werden von GECAS per Operating Lease angemietet. Für Embraer ändert sich nichts, da die Maschinen bereits bestellt wurden. Die erste Maschine soll pünktlich zum 30. Geburtstag der Kenya Airways im 2. Quartal 2007 übergeben werden. Sie wird im wachsenden Inlandsmarkt eingesetzt werden und einige Turboprops ablösen. Doch auch auf ausgewählten Mittelstreckendiensten wird die mit 72 Sitzen im Ein-Klassen-Outfit ausgestattete Maschine anzutreffen sein.

Knights Airlines (Nigeria) leaste von der thailändischen Orient Air eine 26 Jahre alte Lockheed L-1011-40 YK-KEQ. Via EAST Trust besorgte sich die Airline per Leasing die 757-200 CS-TLX der portugiesischen Euro Atlantic Airways.

Libyan Arab Airlines übernahm einen A300-600R (5A-DLZ) nach dem Ablauf der Leasingzeit.

South African steuert ab 3. Juli München ab Johannesburg an. 3x wöchentlich wird ein A340-300 eingesetzt.

Sirte Oil Company (Libyen) orderte einen Embraer 170 und ist somit erster Embraer-Kunde in Libyen. Die Maschine soll im März 2007 übergeben werden. Die Bestellung wurde im Orderbuch bereits für einen "nicht näher bezeichneten Kunden" geführt. Die E-170 kann im 1-Klassen-Layout 76 Passagiere befördern. Sirte Oil wird mit dem Jet Personal zwischen dem Firmensitz Marsa El Brega und Tripolis sowie weiteren Niederlassungen in Libyen transportieren.

Sudan Airways wetleaste erneut eine 737-200 von Aviogenex

TAAG Angola Airlines stellte ihre 747-300 D2-TEC außer Dienst. Die von South African geleaste Maschine wird ausgeschlachtet.

AUSTRALIEN

Air New Zealand bestellte am 19. Dezember vier weitere Boeing 787-9 zur Auslieferung ab 2011.

Jetstar baut folgende Routen aus:
Adelaide - Darwin: ab 25. März von 4x auf 5x wöch. (A320)
Adelaide - Gold Coast: ab 25. März von 3x auf 7x wöch. (A320)

Pacific Sun Airways (Fiji) stellte den Betrieb ein und gab die beiden ATR42 an Air Mauritius zurück.

Qantas hat nach einigem Zögern doch dem Verkauf an eine Investorengruppe zugestimmt. Wie berichtet trat vor gut einem Monat ein Konsortium mehrerer australischer Banken und ausländischer Finanzgesellschaften an die Känguru-Airline heran. Das Angebot musste aber letztlich auf 11,1 Mrd. AUS$ erhöht werden. Die Summe wird letztlich Qantas aufgebürdet, da 80 % über Schulden finanziert werden soll. Altaktionäre und die Regierung müssen noch zustimmen.

Qantas muss wegen des jüngsten Eigentümerwechsels die Triebwerkswahl für die neuen 787 auf Februar verschieben. Qantas hatte Ende 2005 45 787-8/9 geordert - 12 davon sind für die Lowcost-Tochter Jetstar. Der Partner Air Pacific hat separat fünf 787-9 bestellt. Die Entscheidung fällt zwischen dem General Electric Genx und dem Rolls-Royce Trent 1000.

Qantas baut die Route Sydney - San Francisco zum 26. März aus und fliegt dann hier 5x wöchentlich (bisher 3x) mit 747-400.

Qantas bestellte am 21. Dezember offiziell acht weitere Airbus A380. Bereits im Oktober gab es eine entsprechende Ankündigung. Insgesamt hat die Känguruh-Airline somit 20 Superjumbos im Orderbuch zu stehen. Gleichzeitig bestellte man vier A330-200. Hier erhielt man Sonderkonditionen, um die verspätete Ablieferung des A380 zu kompensieren.


- Europa-News vom 28.12.2006
- außereuropäische News vom 13.12.2006