Ilyushin 86 RA-86085 (Samml. Pritzkow)
Vnukovo Airlines


ehemalige russische Airline                                           Sitz: Moskau-Vnukovo
2-/3-Lettercode: V5 / VKO         Call-sign: VNUKOVO
privat

Vnukovo Airlines wurde 1993 nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion von ehemaligem Aeroflot-Personal gegründet. Flugzeuge, Personal und Ersatzteile wurden von der Aeroflot Produktions- und Testcenterabteilung gestellt. Die Airline wurde nach westlichen Maßstäben geführt und erfreute sich dank Pünktlichkeit, Service und einer jungen Flotte schnell großer Beliebtheit. Bereits im Oktober 1993 erhielt Vnukovo im Rahmen der Zulassung mit der Tupolev 204 das neueste russische Verkehrsflugzeug für intensive Tests unter realen Bedingungen. Es folgten zwei weitere in der Frachterversion. Der Typ überzeugte die Airline und sie bestellte noch vor dem Ende der Tests 20 Maschinen.

1996 geriet die Airline in die Schlagzeilen, als am 29. August eine Tupolev 154 auf Spitzbergen verunglückte und alle 141 Insassen in den Tod riss.

2001 versuchte Sibir Airlines (heutige S7 Airlines), die Vnukovo zu übernehmen, um einen Fuß in den Moskauer Markt zu bekommen. Doch Vnukovo war bereits hochverschuldet und Sibirs Geldgeber waren nicht bereits, diese zu begleichen. Um die Kosten in den Griff zu bekommen, hatte Vnukovo ihre Flotte bereits in eine Tochter ausgelagert. Sibir übernahm nun einfach diese samt den Verkehrsrechten und schickte die eigentliche Vnukovo Airlines 2002 in den Konkurs.

Streckennetz: (2000)
Inland (Anapa, Aktau, Dunai, Igarka, Kaliningrad, Kambala, Kemerovo, Krasnodar, Moskau, Nadym, Novosibirsk, Norilsk, Novo Urengoy, Odessa, Samarkand, Sochi, Tblissi, Ulan Ude, Vladikavkaz, Yerewan)
Europa (Athen, Barcelona, Antalya, Istanbul)
Nordafrika (Hurghada)

Flotte: (2000)
22 Ilyushin 86
20 Tupolev 154
.4 Tupolev 204 (+ 20 bestellt)
.3 Yakovlev 42

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