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Tunisair tunesische Fluggesellschaft Sitz: Tunis Web: www.tunisair.com.tn Zweilettercode: TU Dreilettercode: TAR Call-sign: TUNAIR staatlich |
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Die 1948 gegründete Tunisair ist heute an allen großen Flughäfen Europas, des Mittleren Ostens und Nordafrikas zu Hause. Seit Gründung hat die Airline keine einzige ihrer insgesamt 121 Maschinen, die sie geflogen hat, durch einen Unfall verloren. Die Flotte setzt sich aus den Mustern Airbus A300, A319, A320 und Boeing 737 zusammen. Die Wartung bis zum D-Check erfolgt im eigenen Hangar. Auch Lufthansa, Air France und Turkish Airlines sind hier Kunden. Die Triebwerke der gesamten Airbus-Flotte werden von Tunisair/Lufthansa Technik gewartet, während die der Boeing 737-Flotte ausschließlich von Lufthansa Technik gewartet wird.
Tunis Air wurde am 21. Oktober 1948 mit Unterstützung der Air France und einem Startkapital von 60 Mio. Franc gegründet. Damals war Tunesien noch ein französische Protektorat. Am 7. Dezember 1948 fand die erste konstituierende Sitzung statt. Die neue Airline sollte für die Franzosen einige Nordafrika-Dienste übernehmen und erwarb dafür vier Douglas DC-3 aus US-Militärbeständen für 56,5 Mio. Franc. Am 1. April 1949 lief der Flugbetrieb an. Erste Routen führten zunächst von Tunis nach Korsika und Algier. Doch schon bald flog man die gesamte Mittelmeerküste bis nach Libyen an. 1949 nahm Tunis Air auch Inlandsdienste auf. 1953 erhielten die Tunesier eine erste DC-4 und nutzten sie für Flüge nach Paris, Nizza und Marseille. 1956 folgen zwei weitere DC-4. Genf und Frankfurt kamen am 14. Oktober 1961 als neue Europa-Ziele hinzu. Nach Erlangung der Unabhängigkeit 1956 erlebt der junge Staat eine Zeit des Aufschwungs und wandelte sich zum Touristenziel
Der erste Jet Inzwischen war die Caravelle als Jetgerät der 1. Generation technisch veraltet. Mangels eines französischen Nachfolgers entschied sich Tunis Air 1971 für die amerikanische Boeing 727-200. Sie wurde ab 1. April 1973 für den Anflug von London genutzt. Wien kam zum 5. April 1975 als weiteres Ziel hinzu. Die Caravelle verabschiedete sich 1977. 1974 brachte Tunis Air unter Beteiligung der Banque Nationale Tunisienne und einer französischen Interessentengruppe die Chartertochter Tunisavia (heute Tuninter) auf den Weg. 1979 führten Techniker der Tunis Air den ersten Großen Check an einer 727-200 durch - es war der erste in der afrikanischen und arabischen Welt. Die erste Boeing 737-200 stieß am 29. Oktober 1979 zur Flotte. Dakar taucht im März 1982 als neues Ziel im Streckennetz auf. Mit dem A300B hatten die Europäer bald wieder ein eigenes Flugzeug, das ab Mai 1982 auch bei Tunis Air als deren erstes Großraumflugzeug zu finden war. 1985 lief Monastir - Genf sowie Tunis - Athen - Istanbul an. Ein Jahr später brachen aber die Passagierzahlen um 13 % aufgrund einer Wirtschaftskrise ein. Doch 1988 war die Krise überwunden und man verzeichnete einen operativen Gewinn von 69 Mio. Dinar - 50 % mehr als 1987. 1990 führte Tunis Air den A320-200 ein und gab sich zeitgleich ein neues Erscheinungsbild. Acht Maschinen dieses Typs waren 1997 in der Flotte. Doch auch Boeing konnte im April 1992 vier 737-500 unterbringen. 1997 gründete Tunis Air mit der Air France-Gruppe die MAS - Mediterranean Air Service, die Frachtflüge nach Europa auf Linien- und AdHoc-Basis durchführte. 1997 zeichnete sich auch das Ende der acht Boeing 727-200 und vier 737-200 ab. Auch der seit 1982 sich in der Flotte befindliche A300B4 musste dringend in die große Wartung. In den Sommer- und Hadj-Monaten, in den man traditionell weiteres Fluggerät anmietete, um der Touristenströme bzw. Pilgerströme gen Mekka Herr zu werden, sammelte Tunis Air mit etlichen Großraummaschinen wie Lockheed TriStar, Airbus A310-200/-300, A300-600, DC-10-15, 747-100SR und 747-200 Erfahrungen.
Noch mehr Europäer in der Flotte Im Jahr 2000 schrieb Tunis Air erstmalig einen Verlust in ihrer Firmengeschichte; das gleiche passierte 2001 im Zuge der Terroranschläge. Der Bombenanschlag von Djerba 2002 tat sein übriges. Gestiegene Versicherungsprämien und höhere Kerosinkosten schlugen neben dem Ausbleiben von Touristen zu Buche Ein Sanierungsplan wurde aufgestellt und von 7.000 Mitarbeitern mussten 2.500 gehen. Bis dahin hatte Tunis Air neben dem eigentlichen Flugbetrieb alles selbst gemacht: Catering, Wartung, Training, Dokumentenerstellung. Nun wurde alles sukzessive in Töchterfirmen ausgegründet. Die Wartung sollte Lufthansa Technik künftig übernehmen. Eine weitere Tochter des Kranichs - Lufthansa Consulting plante für Tunis Air eine neue Geschäftsstrategie, die ab Winter 2005/06 umgesetzt wird. Bereits zum Sommer 2005 wandte man sich mit Prag, Budapest, Warschau und Belgrad neuen osteuropäischen Zielen zu.
Zukunftsaussichten Stand: Oktober 2006 Ziele: ..3 Airbus A300-600R ..4 Airbus A319-100 12 Airbus A320-200 ..1 Boeing 727-200 ..2 Boeing 737-200 ..1 Boeing 737-200C ..4 Boeing 737-500 ..7 Boeing 737-600 Ausführlicher oder aktueller gewünscht? Schreiben Sie mir: webmaster@berlinspotter.de |