Boeing 757-200 XA-MMX (C.A.Morillo Doria)
TAESA - Transportes Aereos Ejecutivos SA
ehemaliges mexikanisches Luftverkehrsunternehmen                                                  Sitz: Mexico City
Dreilettercode : TEJ                Zweilettercode : GD             IATA-Nr.: 838                 ICAO call sign: TRANSEJECUTIVOS
51 % privat, 49 % mexikanisches Bankenkonsortium

Die recht exotische Geschichte der TAESA begann am 27. April 1988, als Capitano Alberto Abed die Gesellschaft als Airtaxi-Unternehmen mit zwei Learjets gründete. Bereit ein Jahr später verfügte man über zwei Boeing 727 für Charter- und Frachtflüge. Dann ging es Schlag auf Schlag, die Airline wuchs so schnell, daß die inzwischen eingekehrte Wirtschaftskrise in Mexiko auch an der TAESA nicht vorbei ging. Hinzu kam, besonders in den deutschen und den US-Medien die Negativberichterstattung, die die Inhaber der Gesellschaft in das Umfeld der Drogenkartelle rückte und auch an den Sicherheitsstandards der Airline kein gutes Haar ließen, ohne allerdings den konkreten Beweis für solche angeblichen Mängel zu bieten.
Nichtsdestotrotz wurde TAESA schnell zur dritten Kraft in Mexiko und auch im Chartergeschäft mischt man kräftig mit. Die Flotte wechselte in den Jahren seit der Gründung so oft und so schnell, daß festzustellen ist, die Gesellschaft wechselt von alt nach neuem Fluggerät und auch umgekehrt, wenn die Leasingflugzeuge zurückgegeben oder zu teuer werden. So kamen Boeing 767 und 737- 300/-500 zum Einsatz, ebenso die 737-200 und einige Boeing 757 - die Flotte verändert sich laufend.

TAESA ist mit zahlreichen anderen Aufgaben betraut, so die TAESA Express Division, die sich um Fracht, Hubschrauber und Geschäftsreiseflugzeuge, die für Sonderaufgaben bereit stehen, kümmert. Eine beachtliche Werft befindet sich in Mexico-City und eine weitere in Toluca.
Für die Wintersaison 1995/96 konnte TAESA Charterketten im Wert von 100 Mill. US$ für Flüge von Mexiko in die Vereinigten Staaten, Kanada und nach Südamerika verkaufen. Daraufhin stationierte der Carrier acht Flugzeuge (6 Boeing 737 und 2 A300B4) zwischen Dezember 1995 und April 1996 in den USA, um von Boston, Dallas, Cleveland, Philadelphia, Jacksonville, Oklahoma, Cincinnati und Louisville nach Cancun, Cozumel, Ixtapa, Los Cabos und Puerto Vallarta zu fliegen. Als Vertragspartner kanadischer Reiseanbieter ging es von Victoria und Kelowna zu Zielen wie Los Cabos, Ixtapa und Puerto Vallarta. Die Charterflüge nach Südamerika beinhalteten Flüge von Sao Paulo, Buenos Aires, Cordoba und Mendoza nach Puerto Vallarta und Acapulco. Ein Airbus A300B4 wurde in Buenos Aires für Flüge nach Mexiko, in die Karibik und nach Europa stationiert. Außerdem bestand ein Vertrag mit Dominicana für bis zu zehn wöchentliche Flüge zwischen der Dominikanischen Republik und Europa wobei DC-10-30, A300B4 oder Boeing 757 zum Einsatz kamen.
Als am 6. März die Boeing 777 in Mexico-City vorgestellt wurde, übernahm TAESA die Betreuung der zwei Demonstrationsflüge, die durchgeführt wurden. Es existieren aber keine Pläne den Typ zu ordern aber man könnte sich vorstellen, ein Flugzeug irgendwann einmal zu leasen.

Für die Sommersaison 1996 konnten neue Verträge mit deutschen Reiseanbietern abgeschlossen werden. Von fünf deutschen Städten flog TAESA zehn wöchentliche Kurse nach Mexiko und in die Karibik.
Für Operationen im Auftrag der STAF Cargo (Argentinien) wurde eine DC-10-30CF für zwei Jahre angemietet. Der Jet traf am 4. April in Mexico-City für Wartungs- und Lackierarbeiten ein und verließ die Hallen Richtung Miami am 1. Mai in einer an die TAESA-Bemalung angelehnten Livree mit sich kreuzenden Landesfahnen unter dem Cockpit.
Am 17. Januar 1997 übernahm man die von GPAG geleaste Maschine und plazierte sie ab Februar bei der skandinavischen Premiair für 42 Monate. Im Juni sollten über die CIT Group zwei ehemalige AvAtlantic-Boeing 727-225 angemietet werden. Letztlich blieb es aber bei einer Maschine.

Aber TAESA war in Schwierigkeiten und kämpfte dagegen an, von ihren Gläubigern unter Konkurs gestellt zu werden und argumentierte u.a., daß man doch 1996 noch Profite eingeflogen habe. Die rasch gewachsene Airline (von 200.000 Passagiere 1991 auf über 2 Mio. Passagiere 1995) spürte wie jedes andere einheimische Unternehmen die verheerende wirtschaftliche Lage in Mexiko, wo verschiedene politische Richtungen um Einfluß ringen. Dies zwang TAESA ihre Flotte zu reduzieren und so wurden die modernen Boeing 737-300 mit CFM56-Triebwerken gegen ältere kerosinfressende Boeing 727-100 und DC-9-10 getauscht. Zwei Boeing 737-300 wurden im März 1997 an Garuda weitervermietet und zwei 737-3K2 kehrten am 17. und 18. April zur Transavia zurück. Die DC-10-30 XA-SYE kehrte ebenfalls im April an den Leasinggeber zurück, der sie bei der dänischen Premiair, die die Maschine bereits nutzte, als OY-CNO unterbrachte. Von TAESA`s letzter Boeing 757-23A (XA-RML) wurden am 21. Juli 1997 in Mexico-City die Titel entfernt. Die Maschine sollte im August an eine russische Airline gehen, wurde im September aber mit Royal Air Maroc-Titeln in Paris gesichtet. Den Platz nahm die kurz zuvor geleaste Boeing 727-225 ein.
Im Juli trafen zwei Boeing vermietete 737-300 von Garuda und Trans Pacific Air wieder bei TAESA ein. Eine der Maschinen (XA-SWO) wurde am 20. Februar 1998 in Air Tanzania-Bemalung von Toluca nach Mexico-City überführt und wartete auf die bevorstehende Ablieferung. Zwei Boeing 727-23 gingen an die First Security Bank im September. Aber am 12. Dezember gabs mit einem A300B4-203 (XA-TBO) mal wieder einen Flottenzugang - wenn auch nur für 6 Monate. Bei dem Airbus handelt es sich um eine ehemalige Carnival Air Lines-Maschine, die über ING Lease angemietet wurde. Er kam auf Passagier-Charterketten innerhalb Südamerikas im Auftrag der STAF zum Einsatz, so z.B. zwischen Buenos Aires und Guayaquil (Ekuador).

Als Rettung aus der Misere könnte sich eine Investmentgruppe aus Singapur entpuppen, die Interesse an einer 49-prozentigen Beteiligung bekundet hatte. Ende des Jahres 1997 befand sich TAESA aber in Verhandlungen mit einer nicht genannten US-Linie zwecks einer strategischen Allianz mit der Möglichkeit, 25 % der Anteile an TAESA zu erwerben. Mexikanische Banken konnten auch gewonnen werden, 237 Mio. $ zu den 400 Mio $ die die Airline hält, in TAESA einzubringen. Das macht dieses Bankenkonsortium zum größten einzelnen Anteilseigner, während die verbliebenen 51 % zwischen dem Eigner Alberto Abed und anderen privaten Investoren aufgeteilt ist.
Am 9. Mai 1998 nahm TAESA eine ehemalige PanAm/Carnival Boeing 737-4Q8 in die Flotte auf. Die Maschine wurde von Morgan Stanley via ILFC angemietet. Die 737-400 (XA-TKM) wird drei Jahre bei TAESA bleiben. Ihre Boeing 757-23A konnte im selben Monat an Air Madeira vermietet werden. Der A300B4-203 kehrte inzwischen an den Leasinggeber ING Lease zurück.

Stand: August 1998

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Streckennetz :
Linie zu 27 Zielen im Inland, Chicago, Orlando und Laredo
Charter zu 60 Städten in Europa, USA, Kanada, Karibik, Japan

Flotte: (1998)

1 Boeing 727-51
1 Boeing 727-24C
1 Boeing 727-64                           für Aeroflash Travel Agency betrieben
1 Boeing 727-31                           abgestellt in Toluca
1 Boeing 727-225 Adv.                     geleast von CIT Group 6/97
2 Boeing 737-2T4 Adv.
2 Boeing 737-33A                          1 lsf ING Lease, 1 lsf AWAS/ sub-lst Air Tanzania
1 Boeing 737-3M8                          geleast von ING Lease
1 Boeing 757-23A (ET)                     lsf AWAS/ sub lst Air Madeira 5/98
1 McDonnel Douglas DC-10-30CF             lsf CIT Group 4.4.96 für 2 Jahre; sub-lst STAF Cargo 1.5.96
1 McDonnell Douglas DC-10-30              lsf Finova Capital/ sub lst Premiair
2 McDonnell Douglas DC-9-14               lsf Intercontinental Colombia
3 McDonnell Douglas DC-9-15               lsf Intercontinental Colombia

TAESA Express Division:

1 Learjet 24D
1 Learjet 25
2 Learjet 25B
1 Learjet 25D
1 Lockheed L-1329 Jetstar 731             umgerüstete JetStar 8
2 Lockheed L-1329 Jetstar 8
1 Lockheed L-1329 Jetstar II
1 GA (Grumman) G-1159 Gulftstream II (SP)
1 Eurocopter Bo105LS-A3
1 Eurocopter AS355N Ecureuil 2