SunExpress
türkische Fluggesellschaft Sitz: Antalya
2-/3-Lettercode: XQ / SXS Call-sign: SUNEXPRESS
50 % Turkish Airlines, 50 % Lufthansa
Im Oktober 1989 gründeten Lufthansa (40 %), Turkish Airlines (40 %) und türkische Investoren (20 %) die Ferienfluggesellschaft Sun Express mit Sitz in Antalya. Mit einer geleasten Boeing 737-300, die sinnigerweise auf TC-SUN registriert wurde, nahm die Airline am 2. April 1990 den Flugbetrieb auf, wobei die erste Route nach Frankfurt führte. In kurzer Folge wurde Routen sowohl vom Firmensitz als auch von Izmir und Istanbul nach München, Nürnberg, Münster/Osnabrück und Salzburg aufgenommen. In den ersten beiden Betriebsmonaten sorgten 64 Mitarbeiter dafür, dass rund 9.000 Urlauber ihre Ferienorte a der Türkischen Riviera erreichten. Nach dem ersten vollen Betriebsjahr waren es dann schon 75.000.
Dämpfer durch den Golfkrieg
Für das weitere Wachstum wurde im April 1990 eine zweite Boeing 737-300 in Dienst gestellt, der im Juni eine dritte Maschine folgte. Doch der erste Golfkrieg brachte den Türkei-Tourismus nahezu zum Erliegen. Mit 250.000 Passagieren verfehlte man das angepeilte Ergebnis deutlich. Nachdem sich 1992 die Lage wieder entspannt hatte, setzte Sun Express wieder zum Höhenflug an und meldete mit 40.000 Fluggästen allein im Juli einen neuen Rekord. Im gesamten Jahr hatte man 360.000 Passagiere an Bord begrüßt, wodurch erstmals Schwarze Zahlen geschrieben wurden.
Der Einmillionste Passagier
Im Mai 1993 wurde den drei Boeing 737-300 eine vierte Maschine zur Seite gestellt, diesmal aber in der größeren Version -400. Zur Abdeckung der Spitzen flog außerdem ein von TransLift geleaster Airbus A320 für das türkische Unternehmen. Noch vor Jahresende konnte man den einmillionsten Passagier begrüßen, während sich die Gesamtzahl der Passagiere im Jahre 1993 auf 443.000 belief.
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| 737-300 TC-SUR in Berlin TXL (O.Pritzkow) |
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| Airbus A320-200 EI-TLJ (Samml. Pritzkow) |
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| startende 737-800 in Berlin SXF(O.Pritzkow) |
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| 757-200 in Düsseldorf (O.Pritzkow) |
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Im Winterflugplan 1993/94 tauchte erstmals Dalaman auf - die Türkische Riviera war als Ganzjahresziel nun etabliert. Sun Express hatte einen Marktanteil von 17 % erobert und verteidigte diesen erfolgreich gegen mittlerweile 11 andere Airlines. Die Flüge konnten durch Eintreffen einer fünften Boeing 737, wiederum in der Version -400, zum November 1994 abermals gesteigert werden. Auch der gemietete A320 flog für Jahre regelmäßig zur Hochsaison für Sun Express. In den kommenden Jahren beförderte Sun Express kontinuierlich um die 900.000 Passagiere - dies waren zu 70 % Deutsche. Der Markt schien erschlossen zu sein und stagnierte.
Eigentümerwechsel
1996 übergab das Gründungsmitglied Lufthansa ihre Anteile der eigenen Tochter Condor. Im Frühjahr 1999 verhandelte SunExpress mit ILFC über die Anmietung von fünf 737 der neuesten Version -800, um die gesamte Flotte zu erneuern. Doch das Geschäft kam nicht zustande und man wandte sich im Spätsommer an GECAS, um hier dann vier 737-800 anzumieten. Die erste wurde noch am 14. Dezember 1999 übergeben; bis zum Ende des 1. Quartals 2000 waren dann alle da. Die neuen Maschinen boten den Passagieren neue Annehmlichkeiten wie Kinofilme oder ein Audio-Entertainment-System. Airline und Kunden waren begeistert und so schob SunExpress 2002 eine Folgeorder über vier weitere Maschinen. Die ab Herbst 2002 eintreffenden 737-800 trugen als erste Winglets. Sukzessive wurde die gesamte Flotte damit ausgerüstet. 2002 hatte man aber auch von Israir zwei 737-700 (TC-SUE/F) übernommen, um die Lücke zu schließen, die durch das Wegbrechen der Alfa Airlines entstanden war. Ein Jahr später gingen sie an Air Berlin.
Im Flugplan war Innsbruck als neues Ziel ab 1999 vermerkt, während Frankfurt - Antalya am 27. April 2001 die erste Linienverbindung der Airline wurde - gefolgt von München - Antalya ein Jahr später.
Flottenausbau
2002 flogen erstmals über eine Million Fluggäste innerhalb eines Jahres mit SunExpress; 2004 war die Marke von 10 Mio. Passagieren seit Aufnahme der Dienste geknackt.Eine neunte Boeing 737-800 und eine erste Boeing 757-200 (TC-SNA) ermöglichten den Ausbau der Dienste insbesondere ab Köln/Bonn ab 2005. Zum Abfangen der Saisonspitzen war auch wieder eine 737-400 (TC-SNS) unterwegs. Auch Zürich und Basel werden nun per Linie bedient. Neben Antalya setzte SunExpress nun auch verstärkt auf Izmir und legte von hier Routen nach Berlin-Schönefeld, Hannover, Stuttgart und Zürich auf. Die bestehenden Verbindungen nach Frankfurt und Köln wurden um zwei bzw. eine Rotation erhöht. Möglich wurde dies durch die Anmietung von drei weiteren Boeing 757-200, die zuvor bei Aeromexico flogen. Ein weiteres wichtiges Ereignis 2005 war auch die Aufnahme von Inlandsdiensten. In Abstimmung mit dem Teilhaber Turkish Airlines wurden hier zwei 737-800 eingesetzt. So wurde konzerninterne Konkurrenz vermieden und die anderen türkischen Airlines in Schach gehalten.
Der zweite Hub Izmir wurde 2006 durch weitere 737-800 gestärkt, die neue Liniendienste nach West- und Zentraleuropa aufnahmen. Am Jahresende hatten sich insgesamt 2,3 Mio. Passagiere für SunExpress entschieden - dies entspricht einer Steigerung von 34 % im Vergleich zum Vorjahr.
August 2007
Streckennetz :
Inland, Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Niederlande, Griechenland
Flotte :
9 Boeing 737-800 (+ 2 bestellt ab 2008)
4 Boeing 757-200
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