
Luftverkehrsunternehmen aus Singapur Sitz : Singapur Dreilettercode : SIA Zweilettercode SQ IATA-Nr.: 618 ICAO-call sign: SINGAPORE Star-Alliance-Mitglied www.singaporeair.com
Singapore Airlines ging aus der 1947 von den Seereedereien Straits Steamship Co., Ocean Steamship Co., Blue Funnel Line und Imperial Airways gegründeten " Malayan Airways ", die ab 1963 als Malaysian Airways firmierte, hervor. Deren kommerzielle Tätigkeit begann einst am 1. Mai 1947 mit einem Flug in mehreren Etappen von Singapur nach Penang. Dabei kam eine von zwei zweimotorigen Airspeed Consul mit fünf Passagiersitzen zum Einsatz, die man in Großbritannien erworben hatte. Der Service, dessen sich die fünf Passagiere an Bord erfreuen durfte, bestand lediglich aus einer Thermoskanne mit Eiswasser. Diese beiden Maschinen, Rajah Udang (Eisvogel) und Pipit (Spatz) getauft, wurden bald durch ein drittes Exemplar namens Layang Layang (Schwalbe) ergänzt, das allerdings am 10. Oktober 1947 in Ipoh abstürzte.
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Bis November waren drei 27sitzige Douglas DC-3 in Dienst gestellt und Linienflüge nach Jakarta, Medan, Palembang und Saigon eingeführt. 1948 kam Bangkok hinzu, gefolgt von Borneo, Sarawak, Mergui und Rangun im Jahre 1949, als drei weitere DC-3 beschafft wurden. Die Verfügbarkeit größerer, schwererer Muster zwang zur Verlegung des Betriebs von Kallang nach Paya Lebar. Im September 1958 mietete man von Qantas eine Douglas DC-4 mit 44 Passagiersitzen, um einen neuen Liniendienst nach Hongkong zu eröffnen. Auf der Grundlage eines Leasingvertrages erwarb die Gesellschaft 1959 zwei 40/44sitzige Vickers Viscount als Ersatz für die DC-3 und für die Hongkong-Verbindung charterte sie 1960 zwei Lockheed Super Constellations. Die DC-4 gingen an den Eigentümer Qantas zurück. 1961 wurde eine Bristol Britannia gechartert, um die erste Nonstop-Verbindung zwischen Kuala Lumpur und Hongkong zu ermöglichen.
Einige von BOAC geliehene de Havilland Comet 4 führten Malayan Airlines in das Düsenzeitalter ein. Diese Maschinen beflogen 1962 die Strecken von Singapur nach Kuala Lumpur, Kota Kinabalu, Bangkok und Hongkong. Als die Federation of Malaysia 1963 unabhängig wurde, änderte sich der Name in Malaysian Airways. Im Mai dieses Jahres trafen die beiden ersten Fokker 27 Friendship 100 ein, die die Viscounts und das Gros der noch vorhandenen DC-3 ablösten. Fünf Comet 4, die wie ihre Vorgänger zuvor auch bei der BOAC geflogen waren, wurden 1965 beschafft. In jenem Jahr schluckte die Gesellschaft Borneo Airways. Die beiden Hauptaktionäre BOAC und Qantas verkauften ihre Anteile an die Regierungen von Malaysia und Singapur. Im selben Jahr wurde auch Manila in das Streckennetz eingebunden.
Nach der Unabhängigkeitserklärung der Staaten Malaysia und Singapur wurde der Betrieb ab 1967 als Gemeinschaftscarrier unter der Firmierung Malaysia - Singapore Airlines (MSA) weitergeführt. Die Gesellschaft bediente inzwischen auch Perth, Sydney und Taipeh und erste Lieferungen der Boeing 707 und Boeing 737 gaben der Flotte ein neues und viel moderneres Bild. 1968 begannen Linienflüge nach Tokio, 1969 wurde die bereits fast zehn Jahre alte Comet ausgemustert, 1970 brachte die Eröffnung von Routen nach Colombo und Madras, 1971 nach Bahrain, Rom, Melbourne und London sowie 1972 nach Athen, Zürich, Frankfurt und Osaka.
1971 leiteten beide Staaten aufgrund von Regierungsbeschlüssen die Separierung der Gesellschaft in zwei nationale Carrier ein, die am 31. Dezember 1972 beendet war. Durch Regierungserlaß vom 30. Juni 1972 trägt die nationale Fluggesellschaft Singapurs seit dem 1. Oktober 1972 den Namen "Singapore Airlines (SIA)". Diese neue Firmierung wurde im Stadtstaat bereits am 28. Januar offiziell registriert. Der Flugbetrieb mit 200 Mill. Singapur-Dollar authorisiertem Kapital und mit dem Hoheitszeichen der neuen Republik wurde ebenfalls zum 1. Oktober 1972 mit der Übernahme sämtlicher internationaler Strecken der ehemaligen Malaysia-Singapore Airlines, mit Ausnahme der Route nach Medan auf Sumatra, aufgenommen. Das MSA-Personal in Übersee trat nahezu geschlossen in die neue Gesellschaft ein, die auch die Verkaufs-büros (bis auf die Hongkong und Kowloon, die man sich mit dem neuen Malaysian Airline System teilte), die Geschäftszentrale und die Wartungsbasis in Singapur sowie fünf Boeing 707-320, fünf Boeing 737-200 und zwei Fokker 27 übernahm. Letztere sonderte man aber rasch aus, da mit ihnen angeblich kein Profit einzufliegen sei.
Auf der Verbindung Singapur-Brunei wurden die Fokker durch Boeing 737 ersetzt, die 85 statt 48 Sitze boten und die Flugzeit von drei Stunden auf eine Stunde und 55 Minuten verkürzten. Man verstärkte die Flotte aber auch durch drei weitere Boeing 707-320, von denen die letzte Maschine am 3. November 1972 in Dienst gestellt wurde.
Am 2. August 1972 nahm SIA Verbindungen nach Frankfurt auf und steigerte die meisten Flüge der ehemaligen MSA in der Frequenz. Tägliche Nonstop-Flüge nach Hongkong traten an die Stelle des bisher dreimaligen Angebots pro Woche. Osaka wurde nun sechsmal wöchentlich angeflogen und ab 1. November sogar täglich, Bali dreimal pro Woche und Manila viermal. Bei der Verbindung Singapur-Australien erhöhten sich die Flüge von sechs auf zehn pro Woche. Im Dezember kam Madras wieder hinzu, nachdem MAS diese Linie 14 Monate zuvor aufgegeben hatte.
Ab 2. April 1973 steigerte SIA die Flugrate für die Verbindung Singapur-London von fünfmal wöchentlich auf täglich. Alle Flüge führten über die Pflichtflughäfen der Gesellschaft in Australien - Sydney, Perth und Melbourne. Vom selben Tage an wurden drei Flüge pro Woche über Bangkok nach London geleitet, von denen zwei Zwischenstops in Rom und Amsterdam einlegten, während der dritte Aufenthalte in Athen und Frankfurt einschob.
Am 6. Juli 1972 hatte SIA einen Auftrag für zwei Boeing 747-200B und eine Option auf zwei weitere Flugzeuge unterzeichnet. Am 1. Oktober, genau nach dem ersten Flug der neuen Airline, traten sie ihren Dienst auf den Strecken Singapur-Hongkong-Tokio und Australien-Singapur-London an. Ein drittes Exemplar wurde im August 1974 geliefert und die Gesellschaft kündigte den Abruf der Option auf die vierte Boeing 747 sowie den Kauf einer zehnten Boeing 707 an. Ab 1. Oktober sollten Jumbos die drei Flüge pro Woche nach Europa übernehmen, ergänzt durch die vier Boeing 707-Flüge. Eine schnellere Boeing 707-Verbindung über Bahrain und Athen wurde eingeführt. Zusätzlich nahm man im Oktober die Verbindung Singapur-Hongkong-Seoul-Tokio zweimal wöchentlich in den Flugplan auf.
1975 gründete SIA die Silk Air unter dem Namen Tradewinds als Tochterunternehmen für Regionalverkehre. Die Auslieferung der vierten Boeing 747 im April 1975 ermöglichte die Eröffnung täglicher Flüge nach Tokio und nach der Ankunft des fünften Exemplars im April 1976 konnte SIA nicht nur London täglich mit dem Jumbo anfliegen, sondern darüberhinaus Dubai und Paris in das Streckennetz einbinden und die Verbindung Singapur-Sydney über Auckland ausweiten. Als ersten Schritt der geplanten Boeing 707- und Boeing 737-Flottenerneuerung orderte SIA am 30. Juni 1976 sechs Boeing 727-200. Die ersten drei Maschinen sollten im letzten Quartal 1977 geliefert werden und Flüge nach Manila, Djakarta, Bangkok und Hongkong überneh-men, die zum ersten Quartal 1978 avisierten Exemplare sollten die Kapazität nach Bangkok und Hongkong erhöhen und die Verbindung nach Kuala Lumpur übernehmen.
Im September 1974 hatten SIA und KLM vertraglich vereinbart, einen wöchentlichen Frachtdienst zwischen Singapur und Amsterdam zu betreiben, wobei KLM das Flugzeug stellte. Im Juni 1976 beförderte sich SIA zum aktiven Partner mit einem Leasing-Frachtflugzeug, das auch Paris und Hongkong anflog. Der Vertrag mit KLM lief im Oktober aus, doch die Flüge nach Amsterdam wurden fortgeführt. Im Juli 1977 ließ die Airline eine ihrer Boeing 707 zum Frachter umrüsten, um den geplanten Betrieb mit zwei Flügen pro Woche nach Europa, einmal wöchentlich nach Hongkong und einmal wöchentlich zur amerikanischen Westküste zu erfüllen. Die letzt genannte Frachtverbindung kam am 1. April 1978 zustande und führte von Singapur über Hongkong, Guam, Honolulu nach San Francisco und von dort über Hongkong zurück nach Singapur. Am selben Tag erweiterte man die Zahl der Frachtflüge nach Europa auf drei.
Den ersten Auftrag an einen Hersteller, der nicht Boeing hieß, erteilte SIA im Juli 1977 für vier McDonnell Douglas DC-10-30 plus eine Option auf weitere vier Flugzeuge, die zwischen August 1978 und März 1979 geliefert werden sollten. In der Zwischenzeit sammelte die Gesellschaft einige Erfahrungen im Betrieb der DC-10, indem sie mit Leasingmaschinen von MAS und Air New Zealand eine Nonstop-Verbindung nach Auckland unterhielt. Diese Vereinbarung sollte Ende Oktober 1978 mit der Zuführung der SIA-Flugzeuge auslaufen, doch die erste Maschine wurde erst am 15. November in Long Beach übergeben. Zu den neuen Linien des Jahres 1977 zählten ferner Teheran und Kopenhagen.
Im Folgejahr erweiterte man das Streckennetz um Brüssel am 1. April, Beirut am 3. August und Kuwait im November. Im Dezember 1977 hatten SIA und British Airways Concorde-Flüge nach Singapur vereinbart, die eine Streckung des BA-Fluges nach Bahrain darstellten. Aus Gründen des Umweltschutzes versagte Malaysia der Concorde kurzfristig das Überflugrecht, so daß insgesamt nur drei Rundflüge zustande kamen. Am 24. Januar 1979 wurde der Betrieb für eine Probedauer von sechs Monaten bei drei Flügen pro Woche erneut aufgenommen - die Flugzeit betrug über neun Stunden.
Nach jahrelangen Verhandlungen unterzeichneten Singapur und die USA am 23. September 1977 ein Luftfahrtabkommen, das SIA endlich das lang ersehnte Ziel erreichen ließ, die amerikanische Westküste anzufliegen. SIA verfügte aber nicht über genügend Maschinen, um sofort mit Passagierflügen beginnen zu können und bestellte daher im Januar 1978 ihre achte und neunte Boeing 747-200, um das Fehl auszugleichen. Fünf Monate später erteilte der Carrier Boeing eine neue Order für zehn Boeing 747-200B mit aufgewerteten JT9D-7Q-Triebwerken und vier Boeing 727-200. Diese Festbestellung wurde durch Optionen für drei weitere Jumbos und zwei 727 ergänzt.
Am 11. Mai 1979 wurde SIA zum Airbus-Kunden und bestellte sechs A300B4 zur Lieferung der ersten Maschine im Dezember 1980. Im Dezember 1981 erhöhte man diese Order auf zwölf Exemplare durch Umwandlung der als Option gehaltenen sechs Flugzeuge. Die Airbus Flotte sollte auf bislang mit DC-10 und Boeing 727 beflogenen Strecken eingesetzt werden, wie etwa nach Brunei, Bangkok, Penang, Madras, Kuala Lumpur und Djakarta. Zum gleichen Zeitpunkt zeichnete SIA eine Option für zwei Airbus A310 und beauftragte Boeing mit der Lieferung von acht Boeing 747-300 mit gestrecktem Oberdeck, so daß 42 Sitze der Business-Class im Layout der SIA dort untergebracht werden konnten. Dies gestattete die Einrichtung von 40 Schlaf-liegesitzen für Passagiere der First Class im vorderen Hauptdeck. Die erste Maschine der Serie 300, bei Singapore "Big Top" genannt, wurde am 2. Mai 1983 auf der drei-mal wöchentlich beflogenen Route Singapur-Tokio-Los Angeles in Dienst gestellt.
28 Tage später, auf dem Pariser Aerosalon, konnten Airbus Industries und Boeing weitere Aufträge feiern, erstere Order für sechs 218sitzige Airbus A310 im Wert von 420 Mill. US$, letztere eine Bestellung von nochmals sechs Boeing 747-300 und vier 185sitzige Boeing 757 für rund 1 Mrd. US$. Die Big Tops sollten im Zeitraum 1985-1988 und die 757 paarweise Ende 1984 und Ende 1985 zur Flotte stossen. An diese Verträge waren Sonderbedingungen für beide Hersteller geknüpft. So verpflichete sich Boeing, außer frühen Jumbos auch Fremdflugzeuge wie DC-10 und A300B4 im Gegenzug zu akzeptieren. Airbus wurde auferlegt, einige A300B4 zurückzunehmen und die beiden letzten Exemplare von der Bestelliste zu streichen. In beiden Fällen sollten diese Klauseln allerdings nur dann wirksam werden, wenn SIA die Flugzeuge nicht selbst veräußern konnte.
Nach dem Umbau machte Singapurs Changi International Airport am 30. Juni offiziell wieder auf und das neue zehnstöckige Geschäftsgebäude der Gesellschaft wurde am 23. September seiner Bestimmung übergeben. Im Oktober 1984 startete SIA ihre ersten Nonstop-Flüge von London nach Singapur, integrierte Adelaide und Brisbane in ihr Australien-Netz und nahm im Juni 1985 den Flugbetrieb nach Mauritius auf. Die seit längerem betriebene Politik der engen Zusammenarbeit mit anderen Flug-gesellschaften brachte gemeinsame Dienste mit Air India nach Delhi im April 1986 und mit Garuda Indonesian nach Denpasar auf Bali im Mai. Ab Oktober führte wöchentlich eine dritte Neuseeland-Verbindung über Auckland nach Christchurch, nachdem Dacca und Kalkutta zusätzlich in die Streckenkarte eingetragen worden waren.
Anläßlich des 40jährigen Jubiläums wurde das Erscheinungsbild farblich verändert und aufgefrischt. Ergebnis : Noch im Verlauf des Jahres 1987 zeigte sich die Flotte im neuen Look : nachtblau, gold und gelb. Unverändert blieb der stilisierte Vogel am Seitenleitwerk und die attraktiven Sarong Kebayas, in die sich die nicht minder attraktiven Stewardessen der SIA hüllen.
Der Ankunft des ersten Airbus A310-300 am 11. Juli 1987 folgte fünf Tage später die Einführung einer neuen Linie nach Kathmandu und am 28. Oktober eröffneten SIA und Air Niugini gemeinsam betriebene Linienflüge nach Port Moresby mit Airbus A300B von Air Niugini. Am nächsten Tag wurde Istanbul zum neuen Zwischenlande-Flughafen auf einem der vier Flüge pro Woche nach Frankfurt/M. Zwei weitere A310-Routen, Darwin und Fukuoka auf der japanischen Insel Kyushu, kamen am 27. bzw. 28. März 1988 hinzu.
Auf den drohenden Mangel an Piloten, da die kleine Republik nur eine relativ geringe Bevölkerungszahl hat, reagierte SIA mit der Errichtung des Singapore Flying College in Seletar, wo am 20. April 1988 der erste Lehrgang mit 12 Schülern begann. Diese mußte allerdings im Mai 1990 wegen einer malaysischen Luftraumsperre für die Trainingsflüge auf den australischen Flugplatz Jandakot, 18 Kilometer von Perth entfernt, verlegt werden. 60 bis 80 Kadetten wurden hier jährlich auf Beech Bonanzas und Barons sowie Beechjet 400 und Learjet 31 auf ihren späteren Einsatz vorbereitet. Ein neues Fliegertrainingszentrum wurde 1992 auf 50.800 m² Fläche in Paya Lebar eröffnet.
Das erneut expandierte Routennetz umfaßte Seoul über Vancouver mit zwei Boeing 747-Flügen pro Woche ab 1. Juli und Pulau Langkawi/Malaysia, über Penang mit einem Boeing 757-Flug pro Woche ab 2. November. Im März 1989 übernahm die SIA neben ihrem ersten Jumbo-Frachter auch zwei Boeing 747-400, die "Mega Top" getauft wurden, aus einer drei Jahre zuvor getätigten Bestellung für 14 Flugzeuge dieses Typs. Am 28. März wurde der Mega Top auf der Verbindung San Francisco-Hongkong-Singapur eingeweiht. SIA zeigte sich auch von der Leistung ihrer Airbus A310-200 und ihrer ersten drei A310-300 begeistert und erteilte im August 1988 einen Folgeauftrag über weitere drei A310-300, den sie im März 1989 sogar noch um ein Paar erweiterte.
Im September 1988 traf Singapore Airlines mit den Niederlanden eine Vereinbarung, derzufolge sie über Amsterdam nach Toronto fliegen darf. Ihre Transatlantikreisenden können somit den hochgerühmten Kabinenservice einschließlich der weltbekannten "Singapore Girls" genießen.
Mit 54 Monaten wies die SIA-Flotte 1989 das niedrigste Durchschnittsalter im Bestand sämtlicher Großfluggesellschaften der Welt auf - das stolze Ergebnis der konsequent betriebenen SIA-Verjüngungspolitik. Durch die Zusammenarbeit mit Delta Air Lines (seit 1989) und Swissair (1990) mit trilateraler Buchung und Abfertigung gelang der Aufbau eines weltweiten Strecken- und Servicenetzes, das mehr als 300 Zielorte in über 80 Ländern umfaßt. Auch SIA litt unter der Krise des Weltluftverkehrs und den Folgen des Golfkriegs: die Einnahmen gingen um 19 % zurück, die Luftfracht um 10 %. Aber gerade hier wurde schon bald mächtig aufgeholt: allein sechs wöchentliche Frachtverbindungen nach Europa waren im Entstehen, von Liniendiensten für Passagiere ganz zu schweigen. Entsprechend boomten auch die Flugzeugkäufe.
Am 1. November 1995 eröffnete SIA eine zweimal wöchentlich mit A310 bediente Route nach Cairns via Darwin in Australien. Einen Tag später wurde ein neuer wöchentlicher Cargo-Service, der Singapur mit Taipeh, Anchorage und Chicago verbindet, gestartet. Zum Einsatz kommt Boeing 747-400F-Gerät. Als weiteres neues Ziel kam am 1. Dezember ein Nonstop-Dienst nach Macau hinzu, der ebenfalls zweimal wöchentlich mit A310 bedient wird. Am 14. November 1995 unterzeichnete SIA eine Absichtserklärung über den Kauf von bis zu 77 Boeing 777-200B für den Auslieferungszeitraum 1997 bis 2004. Das Geschäft umfaßt 34 Bestellungen und 43 Optionen, von denen 16 ( 6 Bestellungen und 10 Optionen) für die hauseigene Singapore Aircraft Leasing Enterprise (SALE) bestimmt ist. Als Antrieb wählte man das Rolls Royce Trent 877 für 61 Flugzeuge (28 bestellte und 33 Optionen), während man sich die Triebwerkswahl bei den 16 SALE-Flugzeugen noch offen hielt. SIA beabsichtigt mit den neuen Boeing 777 ihren pro-gnostizierten Kapazitätsbedarf, der innerhalb der nächsten zehn Jahre um 8-10 % steigen soll, abzudecken. Gleichzeitig werden einige Airbus A310 und die ältere Boeing-747-Generation abgelöst.
Stand: 1995bei Bedarf sende ich Ihnen aktuelle Daten in Stichpunkten zu: webmaster@berlin-spotter.de
Quelle: Aircraft, D'Agostini-Verlag Streckennetz : Südostasien, Fernost, Australien, Europa, USA, SüdafrikaFlotte (2004):
10 Airbus A310-300 6 abgestellt, 4 lst Air India 47 Boeing 777-200(ER) 12 Boeing 777-300 5 Airbus A340-500 38 Boeing 747-400 6 abgestellt, 2 lst Fiji Air 10 Airbus A380-800 bestellt, ab 2006