![]() Boeing 757-200 HB-IEE in Berlin-Tegel (Samml. Pritzkow) |
PrivatAir
Schweizer Fluggesellschaft Sitz: Genf Dreilettercode: PTI Call-sign: PRIVATAIR Web: www.privatair.com Eigner: 100 % Latsis Group In den letzten zehn Jahren wurde der Markt durch Low-cost-Airlines revolutioniert. Aber die Ausdifferenzierung brachte ein weiteres Phänomenen hervor. Ein kleiner Kundenkreis ist bereit, Premium-Preise für das beste Produkt zu zahlen. Sekt oder Selters - ganz wie im Leben. Die schweizer PrivatAir ist ein Beispiel für die andere Art des Reisens - jenseits der Lowcoster.
PrivatAir entstand 1977 unter dem Namen Petrolair, um die Flugzeuge der griechischen Latsis-Gruppe zu betreiben. Firmensitz und Operationsbasis legte man nach Genf, das man als ideale Location für einen Business- und VIP-Flieger ausgemacht hatte.
Am 1. Juni 1995 wurde Petrolair in der Schweiz als eine schweizer Airline lizensiert. Der Name PrivatAir wurde 1997 angenommen. 1997 traf auch ein weiteres Flugzeug, die Boeing 737-300, ein. Ein Jahr später orderte man als erste kommerzielle Airline die 737-700IGW (erhöhtes Abfluggewicht) Business Jet (BBJ1), als man zwei Exemplare zur Ablieferung 2000 bestellte. 1999 erhöhte PrivatAir die Bestellung um eine weitere Maschine. Qualität war von Anfang an eines der wichtigsten Merkmale der PrivatAir und so wurden die Schweizer im Dezember 1998 als eine der weltweit ersten für ihre Servicestandards nach ISO9002 zertifiziert.
Umbau zur PrivatAir Group Um den Servicelevel noch weiter zu erhöhen stellte PrivatAir im Februar 2002 ihren eigenen Privatterminal in Genf fertig. Der sogenannte PrivatePort ist ein Joint-Venture zwischen PrivatAir und Swissport. Alle nur erdenklichen Wünsche werden hier für die Kunden der PrivatAir wahr.
BBJ-Flüge für Lufthansa, Airbus... Für Airbus Industries wurde zum April 2003 ein Corporate-Shuttle zwischen Hamburg und Toulouse sowie zwischen Filton und Broughton (Wales) nach Toulouse eingerichtet. Airbus stellte hierfür zwei Exemplare ihrer Corporate-Version des A319-100 mit 126 Sitzen zur Verfügung, die kompletten PrivatAir-Anstrich erhielten. Die A319CJ's können am Wochenende auch für private Flüge gechartert werden. Gebrauch davon machen sowohl Reiseveranstalter als auch Sportteams und Privatpersonen. Für Firmen, die permanent Kapazitäten zwischen bestimmten Städtepaaren benötigen, für die sich aber ein eigener Jet nicht lohnt, können sich bei PrivatAir im "Club Shuttle" mit anderen Firmen zusammentun und gemeinsam -vom Biz-Jet bis hin zum A319CJ oder Boeing 737BBJ- einen Flieger nutzen.
...und für Swiss Für die Airbus, Lufthansa und Swiss-Dienste waren 2005 rund 200 Mitarbeiter tätig. Dies, und der prophezeite Gewinn von 180 Mio. US$ in 2005, lässt Privatair frohen Mutes nach vorn schauen. Man spielt mit dem Gedanken, in den nächsten Jahren bis zu neun Maschinen per ACMI (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance) zu betreiben und neue Dienste im Auftrag anderer Airlines in die USA, in die Golfregion oder in die GUS-Staaten aufzubauen.
Bald ein Großraumjet in der Flotte?
Stand Juni 2006 Flotte: 2 Airbus A319-100 opb PrivatAir GmbH Düsseldorf 2 Airbus A319-100LR(CJ) opb PrivatAir GmbH 2 Boeing 737-700 (BBJ1) 1 Boeing 737-800 (BBJ2) 1 Boeing 757-200In den USA bietet PrivatAir noch Typen wie Piper Archer, Beech Baron, KingAir 200, Global Express, CL-601/604, Cessna Citation II/III/V/X/Bravo/Encore, Falcon 20/50EX/900B, Gulfstream III/IV/IVSP, Hawker 700 und Learjet 55/60 an. Sie benötigen aktuellere oder genauere Daten? Ich maile Sie Ihnen in Stichpunkten zu: |