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Alitalia italienische Fluggesellschaft Sitz: Rom Web: www.alitalia.com Zweilettercode: AZ Dreilettercode: AZA Call-sign: ALITALIA zu 49,9 staatlich |
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Auf den meisten europäischen und vielen anderen Flughafen in aller Welt gehört das Farbkleid der italienischen Staatslinie zum Alltagsbild. Alitalia legte in der Vergangenheit großen Wert auf Douglas-Produkte, aber inzwischen hat die Gesellschaft auch Airbus- und Boeing-Flugzeuge in ihre Flotte aufgenommen. Über das eigene Streckennetz hinaus läßt sie im Inland ein ausgedehntes Routensystem durch Partnerairlines bedienen. Mit der Gründung von Linee Aeree Italiane SpA (LAI) am 11. Februar 1946 begann die italienische Zivilluftfahrt nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufzuleben. Das Aktienpaket der neuen Gesellschaft teilte sich zwischen TWA Trans World Airlines und der italienischen Regierung mit je 40 Prozent sowie der heimischen Privatindustrie mit 20 Prozent auf. Der Betrieb lief mit einer Flotte Douglas C-47 an. LAI trat damit die Nachfolge der Kriegsgesellschaften Ala Littoria, Aviolinee Italiane und Lati an. Etwa sieben Monate später zeichnete British European Airways Aktien in Höhe von 40 Prozent des Startkapitals eines zweiten Flugunternehmens, Aerolinee Italiane Internazionali (Alitalia), an dem sich der Staat mit 47,5 Prozent und Private mit 12,5 Prozent beteiligten.
Am 5. Mai 1947 nahm Alitalia den Flugbetrieb auf Inlandsstrecken auf, zunächst mit einer Flotte dreimotoriger Fiat G.12 L und Fiat G.12 LB. Je nach den Routen, die sie beflogen, boten die beiden Muster 16 oder 22 Passagieren Platz. Im weiteren Verlauf dieses Jahres eröffnete Alitalia Linienflüge nach Kairo, Tripolis und Lissabon. Alitalia bestellte ferner sechs viermotorige Savoia Marchetti S.M.95, die von Bristol Pegasus-Triebwerken angetrieben wurden und im Kurzstreckenbetrieb 30 bis 38 Fluggäste befördern konnten. Als die Gesellschaft London in ihren Flugplan aufnahm, war es eine S.M.95, die am 3. April 1948 von Rom nach Northolt flog. Vier Tage später führte man die Verbindung Rom - Mailand - London - Manchester ein. Drei weitere Maschinen wurden im April 1950 gekauft, als LATI, die dieses Muster auf der Strecke Rom - Caracas eingesetzt hatte, den Betrieb einstellte. Paris, Nizza und Genua kamen im Jahre 1948 als neue Zielflughäfen hinzu. Der BEA-Einfluß führte dazu, daß zwischen April 1947 und Februar 1948 fünf Avro Lancastrian 3 übernommen wurden, ergänzt durch eine entmilitarisierte Lancaster zur Ausbildung von Besatzungen. Diese Maschinen setzte Alitalia ab 26. Mai 1948 zwischen Rom und Buenos Aires ein, via Rio de Janeiro, Sao Paulo und Montevideo. Am 1. Mai 1949 übernahm die Lancastrian auch die neue Route nach Asmara in Eritrea, die im darauffolgenden Jahr auf Mogadischu in Italienisch-Somaliland ausgedehnt wurde. Neuerwerb 1957 stand fest, daß weder Alitalia noch LAI zufriedenstellende Ergebnisse einflogen. Zumindest teilweise war dies durch die völlig unlogische Aufteilung des verfügbaren Marktes auf zwei Fluggesellschaften begründet. Wie eingangs erwähnt, verfügte Alitalia über ein vorwiegend interkontinental strukturiertes Netz mit Abstechern nach Turin und Sardinien, während LAI den Binnensektor beherrschte und eine oder zwei europäische Strecken sowie die nach Nordafrika beflog. Die naheliegende Lösung einer Fusion war jahrelang durch die Tatsache vereitelt worden, daß der italienischen Regierung die Aktienmehrheit zur Kontrolle von LAI fehlte, obwohl man die Auslandsbeteiligung durch eine Kapitalaufstockung reduziert hatte. VerschmelzungDer Erwerb der Aktien eines privaten Investors beseitigte schließlich das Problem, und LAI wurde aufgelöst, nachdem TWA es abgelehnt hatte, sich an den fusionierten Firmen zu beteiligen. Am 6. Oktober 1957 übernahm Alitalia LAI-Strecken, -Gerät und -Personal. Die bisherige Flotte von sechs DC-6B, vier Convair 340 (später auf 440-Standard modifiziert) und zwei Convair 440 verstärkten nun zwei DC-6B, drei DC-6, sechs Viscount und 12 DC-3 von LAI. Der gemeinsame Betrieb auf einem Netz, das 50.200 Streckenmeilen umfaßte, begann am 31. Oktober. Sechs Douglas DC-7 wurden als Ersatz für die DC-6B beschafft, die LAI auf der Strecke Rom - Mailand - Paris - London - Boston - New York eingesetzt hatte. Sie standen allerdings in hartem Wettbewerb zu den Strahlmustern Boeing 707 und Comet 4. Folglich bestellte Alitalia vier Douglas DC-8-40, die am 1. Juni 1960 das Düsenzeitalter für diese Gesellschaft einläuteten. Zwei der freigewordenen DC-7C wurden zu reinen Frachtflugzeugen DC-7F umgebaut und ab Januar 1961 auf den Routen Rom/Turin/Mailand - London - New York, Rom - Tripolis und Rom - Beirut - Tripolis eingesetzt. Die DC-8 ermöglichte ab 24. Mai die Umstellung der Caracas-Flüge auf Jet mit geänderter Streckenführung. Statt Lissabon und Ilha do Sal flog man nun von Rom über Mailand und Santa Maria. Am 16.Juni begannen ferner neue Linienflüge nach Australien über Teheran, Karatschi, Bombay, Bangkok, Pnom Penh, Djakarta und Darwin nach Sydney. Eine Fern-Ost-Verbindung nach Hongkong und Tokio über Teheran, Karatschi, Bombay und Bangkok wurde schließlich im März 1962 eingerichtet. Kurzstrecken-Jets Im November 1960 rief Alitalia die Societa Aerea Mediterranea SpA (SAM) wieder ins Leben zurück. Die einst im März 1926 gegründete Gesellschaft wurde zur Charter- und Reiseflugtochter außerhalb der IATA erkoren und zunächst mit drei freigewordenen DC-6B ausgerüstet. Im Dezember 1961 legte Alitalia den Binnenverkehr mit DC-3 in die Hände von SAM, die zwischen 1962 und 1968 auch zwei Curtiss C-46 Commando für Chartertransportdienste flog. Die Caravelles erreichten die Chartertochter, nachdem sie bei Alitalia ausgeschieden und durch die ab August 1967 eintreffenden Douglas DC-9-32 ersetzt worden waren. 1963 startete Alitalia das sogenannte "ab initio"-Ausbildungsprogramm für Flugzeugführer. Der theoretische Unterricht wurde an einer Schule der Gesellschaft auf Roms Flughafen Fiumicino abgehalten und die Flugausbildung mit vier strahlgetriebenen Doppelsitzern Macchi MB.326D in Brindisi durchgeführt. Ein weiterer Expansionsschritt erfolgte im Dezember mit der Gründung des neuen Tochterunternehmens Aero Trasporti Italiani SpA, das die planmäßigen Inlandsflüge von SAM übernehmen sollte. Mit Fokker 17.27-200 flog ab Juni 1964 ATI Städte wie Triest, Venedig, Florenz, Rom, Reggio Calabria, Palermo, Catania, Trapani und Pantelleria an. Luftfrachtdienst Schließlich genehmigte die zuständige US-Luftfahrtbehörde CAB (Civil Aeronautics Board) die Frachtflüge wie beantragt. Die Eröffnung fand am 9. April statt, an dem auch die Erlaubnis für Passagierflüge über Lissabon und die Azoren eintraf. Aus Riddle war inzwischen Airlift International geworden, und die Verwendung ihrer DC-8F gestattete Alitalia, ihre eigenen Nur-Frachtflugzeuge DC-7F auf den Strecken Rom - Mailand - Frankfurt, Rom - Pisa - Mailand - London, Rom - Turin, Rom - Mailand, Rom - Neapel - Bari und Rom - Tripolis einzusetzen. Im April unterzeichnete die Gesellschaft den Kaufvertrag für die erste von zwei DC-8-50. Jet-Ablösungen 1966 waren je zwei Boeing 747-100 und -200 bestellt worden, von denen das erste Flugzeug am 13. Mai 1970 eintraf. Am 5. Juni gab es seinen Einstand auf den Strecken nach Nordamerika. Die zweite -100 und die beiden -200 folgten im März und im Mai 1971. Als zweiten Großraum-Flugzeugtyp wählte man die McDonnell Douglas DC-10. Sie nahm den Dienst auf den Langstrecken nach Südamerika auf und löste die DC-.8-62 auf den Verbindungen nach Südafrika und Tokio ab. Demonstrationstour rund um die Welt Der heimische Konkurrent Itavia hatte bis zum Zusammenbruch im Dezember 1980 eine Flotte von DC-9-11 und Fokker F-28 betrieben. Mit einem Erlaß vom 21. Januar 1981 widerrief das Transportministerium die Streckenlizenzen und Alitalia wurde angewiesen, eine neue Firma zur Übernahme der Routen und des Personals zu bilden. 80 Prozent des Aktienkapitals zeichnete Alitalia und ATI die restlichen 20 Prozent. Die neue Organisation hieß Aermediterranea. Mit einem Flug von Rom nach Lamezia nahm sie am 1. Juli 1981 den Betrieb auf; die Muttergesellschaft steuerte DC-9-32 bei. 1982 war die Planung zur vollständigen Modernisierung der Flotte für den Kurz- und Mittelstreckenbereich abgeschlossen. Die Festbestellung von 30 MD-82 und eine Option auf weitere 10 Flugzeuge honorierte der Hersteller McDonnell Douglas mit der Rück- bzw. Ubernahme von drei DC-10-30,18 Boeing 727 und 18 DC-9-32 im Zeitraum 1983-1986, in dem das neue Muster eintrat Ihre beiden ersten MD-82 nahm Alitalia am 20. Dezember 1983 entgegen, Konzentrationsbestrebungen Der Einstieg in den Regionalflugverkehr ging auf den Erwerb eines Aktienanteils von 50 Prozent an Avianova durch ATI im Juni 1989 zurück. Avianova, 1986 von Alisarda gegründet und seit Herbst 1987 im Geschäft, flog die ATR-42-200. Ende 1989, nach der Einverleibung von Aliblu, bediente Avianova Nürnberg, Olbia, München, Köln, Stuttgart, Marseille, Straßburg und Florenz von Mailand aus. München, Barcelona und Triest wurden von Florenz und Wien von Triest aus angesteuert. Für Alisarda beflog die Gesellschaft täglich die Strecken Olbia - Rom, Olbia - Neapel und die Genua - Routen, und sie war dabei, die ATR-42 von ATI in die eigene Flotte einzubeziehen. 1989 machte sich Alitalia zum Anteilseigner von 45 Prozent im neuen Flugreiseunternehmen Eurofly in Turin, das zwei DC-9-51 einsetzte. Die Eröffnung neuer Verbindungen nach Sevilla, Bukarest, Bogota, Manila, Singapur, Seoul und Santa Domingo ließ die Zahl der von Alitalia angeflogenen Flughäfen 1992 auf 116 ansteigen. 1993 sollte Taipeh hinzukommen, gefolgt von Osaka im Jahre 1994. Wie die meisten Staatslinien der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft hat sich auch Alitalia auf den gemeinsamen Binnenmarkt nach 1992 durch eine zukunftsorientierte Flottenpolitik eingestellt: 1986 bestellte sie sechs MD-11-Großraumflugzeuge zur Ergänzung der 747 auf Langstrecken mit hoher Kapazität, im Juni 1986 25 MD-87 als Ersatz für die DC-9-30 im Kurzstreckenbetrieb, und im Juli 1989 20 Airbus A321 zur Abdeckung der Lücke zwischen der MD-82 und A300. Die Lieferung einer zweiten 747-200F, von der Lufthansa erworben, ermöglichte auch Frachtflüge nach Los Angeles und Japan.
Einstieg bei Malev Ein weiteres, kommerzielles Abkommen wurde am 1. Juli 1993 mit der zentralamerikanischen TACA-Gruppe geschlossen. In ihr waren zu dieser Zeit sechs Airlines enthalten: Aviateca, Taca, Lacsa, Sahsa, Copa und Nica. Über das Drehkreuz Miami wurde eine Reihe von zusätzlichen Direktverbindungen geschaffen. So konnten die Italiener ihre Position im dortigen Markt massiv ausbauen.
Finanzkrise
Der Weg zur SkyTeam-Allianz
Flottenerneuerung
Lowcost-Ambitionen Als die Volare Group dann kollabierte, war man jedoch eifrig dabei, die Billigtochter zu übernehmen. Die zum Lufthansa-Konzern gehörende Air One hatte das Nachsehen und legte umgehend Beschwerde ein, da man eine Monopolstellung sah. Nach langen gerichtlichen Auseinandersetzungen erhielt Alitalia im Herbst 2006 doch die Genehmigung zur Übernahme - und das trotz hoher Schulden. Die Lage ist inzwischen derart angespannt, dass am 20. Oktober 2006 eine Sondersitzung einberufen wurde. Auf dieser gab die Regierung Prodi jedoch zu verstehen, dass sie nicht mehr bereit ist, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen. (Quelle: bis 1990 Aircraft, S. 309-315) Stand: 2006 Flotte (02/2006):
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