BAe 146-300 ZA-MEV im Anflug auf Frankfurt/Main (M.Schulz)

Albanian Airlines

albanische Fluggesellschaft                  Sitz: Tirana                      Web: www.flyalbanian.com
Zweilettercode: LV                           Dreilettercode: LBC               Call-sign: ALBANIAN
Tochter der MAK Albania, Mitglied der Kharafi-Gruppe/Kuwait

Albanian Airlines ging 1991 an den Start - nur wenige Monate nach Gründung der Ada Air, Albaniens ältester Privatairline. Sie war ein Joint-Venture zwischen der staatlichen Tourismusorganisation Albtransport und der österreichischen Tyrolean Airways. Die albanische Regierung stellte vier Ilyushin 18 zur Verfügung und Tyrolean steuerte eine DHC-8-100 (OE-LLI) per Subleasing bei. Doch profitabel fliegen konnte die Airline damit nicht und so übernahm 1995 die kuwaitische Investmentgruppe Al-Kharafi für 2 Mio. US-Dollar 95 % der Anteile und auch die Außenstände der Airline.

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DHC-8-100 OE-LLI - bereitgestellt von Tyrolean.
A320-200 SU-RAB von Shorouk Air (M.Fritz)
Tu-134 LZ-TUN von Hemus Air (H.Schmidt)
Yak-40 LZ-DOB von Hemus Air (H.Schmidt)
Tu-154M LZ-LTV von Hemus Air (M.Steiner)
Die restlichen 5 % blieben bei der Regierung. Albanian Airlines flog zu dieser Zeit zwölf Strecken, so von Tirana nach München, Bologna, Rom und Istanbul. Die Kuwaitis besorgten von der ägyptischen Shorouk Air einen modernen Airbus A320-200. Doch Missmanagement und der verlustbringende Betrieb des Zweistrahlers, der regelmäßig mit nur 5-10 Passagieren an Bord unterwegs war, brachte die Airline schnell wieder in Bedrängnis. Eine neue Finanzspritze war 1996 nötig. Die Investmentgruppe gewährte diese, doch danach griff man zum Oktober 1996 auf eine Tupolev 134 (LZ-TUN) der bulgarischen Hemus Air zurück, die auch ihr AOC (Airline Operating Certificate) zur Verfügung stellte. Die Tu-134 wurde auch zur Eröffnung einer neuen Route zwischen Tirana und Frankfurt ab 9. Mai 1997 genutzt.

Die Kooperation mit Hemus Air verlief sehr positiv und schon bald wurden drei Tu-134 und eine Yak-40 geleast. Ein Jahr nach dem Wendepunkt der Albanian Airlines, 1997, transportierte man über 37.000 Passagiere. Die Zahl sollte sich bis 2001 noch auf 120.000 steigern. Als neues Ziel kam Triest zum 1. Februar 2000 mit Yak-40 hinzu.

Als mit den lauten Tu-134 ein Anflug westeuropäischer Flugziele nicht mehr möglich war, besorgte sich Albanian Airlines von Hemus Air eine Tu-154M. Der Dreistrahler wurde hauptsächlich in der nachfragestärkeren Sommersaison eingesetzt, um Touristen aus dem Ostblock an die albanische Adriaküste zu fliegen. Aber auch im Winter ist Skifahren in den albanischen Alpen sehr populär.

Wie viele andere osteuropäische Airlines, versuchte auch Albanian Airlines ihre Flugzeuge aus sowjetischer Produktion gegen westliches Gerät auszutauschen. Im Juli 2001 traf die erste BAe 146-200 (ZA-MAL), ein britischer Vierstrahler, bei Albanian ein. Die Maschine stammte von der schwedischen Malmö Aviation. Da es bei Albanian Airlines aber keine Piloten für diesen Typ gab, stellte Hemus Air die Crew. Die russischen Jets konnten retourniert werden. Im Januar 2003 traf ein Muster der größeren BAe 146-300 (ZA-MEV) ein, die zuvor bei Ansett Australia flog. Albanian Airlines flog mit den neuen Vierstrahlern ab März 2003 von Tirana nach Mailand und ab Juli nach London-Gatwick und bot erstmals eine Business Class an Bord. Daneben wurde aber auch eine DC-9-30 der serbischen JAT angemietet - meist wenn die BAe 146s zur Wartung in Großbritannien waren. Mit Erwerb einer dritten BAe 146, diesmal der kleinsten Serie -100, war dies dann nicht mehr notwendig. Neue Dienste nach Amsterdam, Brüssel, Genf, Zürich und Turin konnten nun anlaufen. Als neues Muster gesellte sich eine MD-82 der Bulgarian Air Charter zur Flotte. Auch sie wird von Hemus Air betrieben.

Stand: Oktober 2005

Ziele:
Pristina, Athen, Bologna, Rom, Frankfurt, Istanbul, Mailand MXP

Flotte:

1 BAe 146-100                geleast
1 BAe 146-200                geleast
1 BAe 146-300

Bei Bedarf werden von Hemus Air Tu-134, Tu-154, Yak-40 sowie von Bulgarian Air Charter MD-82 genutzt.